5 Tipps für Heimwerker – zum Thema Holz

5 Tipps für Heimwerker – zum Thema Holz

Das Heimwerken liegt schon seit Jahren im Trend. Immer mehr Hobby-Handwerker und -Bastler machen sich regelmäßig auf den Weg in den Baumarkt, um sich mit den benötigten Materialien für das nächste Projekt einzudecken.

Jedes Werkzeug und jede Maschine bringt eine eigene Bedienungsanleitung mit und auch die Verkäufer in den einzelnen Abteilungen der Baumärkte können meist mit Rat und Tat zur Seite stehen. Daneben gibt es Unmengen an Literatur und unzählige Webseiten, die neue Projekte vorstellen, Ideen und konkrete Anleitungen liefern, Fragen beantworten und verschiedenste Ratschläge liefern.

Oft sind es aber gerade die kleinen Tricks und Kniffe, die den entscheidenden Impuls geben oder zum gewünschten Ergebnis führen.

 

5 solcher Tipps für Heimwerker verrät die folgende Übersicht:  

 

Tipp 1: Wasserflecken auf dem Holzboden entfernen

Ein Holzboden sieht nicht nur edel aus und verleiht dem Raum eine gemütliche, wohnliche Note, sondern ist auch vergleichsweise pflegeleicht. Was dem Holzboden aber gar nicht gut bekommt, ist Wasser.

Dabei kann es schnell passieren, dass beispielsweise versehentlich ein Getränk umgestoßen und nicht gleich wieder aufgewischt wird, beim Wischen des Fußbodens zu viel Wasser im Spiel ist oder unbemerkt Wasser aus einer Bodenvase austritt. Das Ergebnis sind dann unschöne graue Ränder, weiß verfärbte Stellen oder ein graublauer Schleier. Ist die Schutzschicht nicht mehr intakt, quillt das Holz etwas auf, während die zunehmend raue Oberfläche dazu führt, dass der Boden seinen schönen Glanz verliert.

Das Alles ist zwar ärgerlich, aber letztlich halb so schlimm, denn Wasserflecken lassen sich recht unkompliziert entfernen. Voraussetzung dafür ist, dass die feuchte Stelle komplett durchgetrocknet ist.

Als Hilfsmittel kommt dann grobe Stahlwolle zum Einsatz. Die Stahlwolle wird so angelegt, dass ihre Fasern quer zu Maserung des Holzes verlaufen. Anschließend wird in Richtung der Holzmaserung so lange über die Stelle gerieben, bis die Verfärbungen nicht mehr zu sehen sind.

Der Vorteil von Stahlwolle gegenüber Schleifpapier ist, dass Stahlwolle keine Schleifspuren auf der unbeschädigten Schutzschicht um den Wasserfleck herum hinterlässt. Deshalb macht es nichts, wenn der Heimwerker einmal ein wenig abrutscht. Zudem muss der Boden nicht großflächig abgeschliffen, sondern kann ganz gezielt an den Schadstellen behandelt werden.

Zum Schluss wird die bearbeitete Stelle sehr gründlich abgesaugt und mit einer dünnen Schicht Schutzlack neu versiegelt.

 

Tipp 2: Holztüren kürzen

Wird ein neuer Bodenbelag verlegt, verändert sich oft die Aufbauhöhe. Das Ergebnis davon ist häufig, dass die Tür über den Boden schleift. Um dieses Problem zu beheben, gibt es zwei Möglichkeiten.

Die erste Variante sind Unterlegscheiben, die in die Türscharniere eingesetzt werden. Durch die Distanzscheiben sitzt die Tür ein wenig höher. Allerdings funktioniert diese Methode nur, wenn es um wenige Millimeter geht und der Türrahmen genug Platz bietet, um die Tür nach oben zu versetzen. Reicht die Anhebung durch die Unterlegschreiben nicht aus, führt meist kein Weg am Kürzen des Türblattes vorbei.

Bei einem Türblatt aus Vollholz bietet sich dafür ein Hobel, manuell oder elektrisch, als Werkzeug an. Der Hobel wird angesetzt und über die Unterkante der Tür gezogen, um so Holz abzunehmen. Dies wird dann solange wiederholt, bis die Tür passt. Zwischendurch sollte die Tür natürlich probeweise immer wieder eingehängt werden. Zum Schluss werden dann noch die Kanten gebrochen.

Handelt es sich um eine Tür mit einem Holzfurnier, wird das Türblatt zuerst auf beiden Seiten mit Kreppband abgeklebt. Das Kreppband verhindert, dass das Holzfurnier reißt oder unschön ausfranst. Gekürzt wird das Türblatt dann mittels Führungsschiene und Kreissäge.

 

Tipp 3: Holzwände gleichmäßig lasieren

Eine Decken- oder Wandverkleidung aus Holz sieht schön aus und lässt sich recht einfach montieren. Allerdings entsteht oft ein unschöner Effekt, wenn die Holzbretter nach dem Verlegen lasiert wurden. Statt einer gleichmäßigen Oberfläche zeigen sich nämlich nach kurzer Zeit Streifen, an denen unbehandeltes Holz herausblitzt. Der Grund hierfür ist, dass das Holz arbeitet. Durch die warme, trockene Raumluft zieht es sich zusammen und dort, wo Nut und Feder aufeinandertreffen, entstehen Spalten.

Damit die Holzverkleidung tatsächlich und dauerhaft eine gleichmäßig eingefärbte Oberfläche erhält, bleibt letztlich keine andere Lösung, als die Holzbretter schon vor dem Verlegen zu lasieren. Dazu sollten die Holzbretter zunächst mit einer Bürste von Staub befreit werden.

Anschließend sollte die Oberfläche leicht angeraut werden. Dies ist entweder durch einen Bandschleifer oder manuell mittels Schleifklotz möglich. Für den ersten Schleifgang empfiehlt sich ein Schleifpapier mit einer 120er-Körnung, für den zweiten Schleifgang sollte es ein Schleifpapier mit einer Körnung von 180 sein.

Beim Anrauen wird mit wenig Druck und immer nur in Richtung der Holzmaserung gearbeitet. Sind die Hölzer lasiert und trocken, können sie montiert werden.

Tipp 4: Lärmschutz Marke Eigenbau

In vielen Fällen ist das harmonische Zusammenleben zwischen den Bewohnern der Wohnung untereinander und auch zwischen Nachbarn durch die Geräuschkulisse beeinträchtigt. Musik oder ein etwas zu lauter Fernseher sind da noch das kleinere Problem, aber Gespräche und andere Gewohnheiten müssen ja nicht unbedingt alle Hausbewohner mitbekommen.

Dabei kann der Heimwerker seine Wohnräume unkompliziert und mit einfachen Mitteln mit einem sehr effektiven Lärmschutz ausstatten. Dazu montiert er zuerst eine einfache Konstruktion aus Holzlatten an die entsprechende Wand. Die Zwischenräume werden anschließend mit Steinwolle ausgefüllt.

Steinwolle ist eigentlich als Wärmedämmmaterial vorgesehen, verfügt aber nebenbei auch über gute Eigenschaften in Sachen Schallschutz. Zudem ist Steinwolle recht kostengünstig zu haben. Zum Schluss wird die Konstruktion noch mit Platten verkleidet, gestrichen oder tapeziert und schon ist der Lärmschutz Marke Eigenbau fertig.

 

Tipp 5: Bohren ohne Staub 

Zum Heimwerken gehören Sägen, Schrauben, Hämmern und auch Bohren einfach dazu. Vor allem wenn über Kopf gebohrt werden muss, kann der herabrieselnde Bohrstaub die Arbeit aber erschweren. Schließlich ist es recht unangenehm, wenn der Bohrstaub in die Augen gerät, die Sicht behindert, das Atmen beeinträchtigt und sich scheinbar überall verteilt. Dabei kann sich der Heimwerker mit zwei simplen Tricks behelfen.

Der erste Tipp ist, die Stelle, an der gebohrt werden soll, mit Klebeband zu überkleben. Das Klebeband hält die Oberfläche zusammen und verhindert, dass sie ungewollt ausreißt. Der zweite Tipp lautet, die Bohrmaschine mit einer Vorrichtung auszustatten, die den Bohrstaub auffängt.

Hierfür ist ein Tennisball ideal geeignet. Der Tennisball wird in zwei Hälften geteilt. Eine Ballhälfte wird dann umgestülpt, mit einem Loch auf der Unterseite versehen und als Schale auf den Bohrer gesteckt. Beim Bohren fällt der Bohrstaub dadurch automatisch in die Schale. Der Filz, der sich durch das Umstülpen auf der Innenseite der Schale befindet, bewirkt, dass der Bohrstaub besser haften bleibt.

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