Anleitung: Ein altes Fenster wird zum Tisch

Anleitung: Ein altes Fenster wird zum Tisch

Alte Fenster sind oft viel zu schade für den Müll. Und dort müssen sie auch gar nicht hin. Denn mit wenigen Handgriffen lassen sie sich zu dekorativen Beistelltischen verwandeln. Hier die Anleitung dazu!

Im Haus haben alte Fenster längst ausgedient, denn durch die Einfachverglasung und die dünnen Holzrahmen erfüllen sie die Standards in Sachen Wärmedämmung, Lärmschutz und Sicherheit schon lange nicht mehr. Zum Wegschmeißen sind sie wegen ihrer charmanten und dekorativen Optik aber oft auch viele zu schade.

Deshalb werden sie gerne für verschiedene Bastel- und Heimwerkerprojekte verwendet. Bilderrahmen, origineller Wandschmuck oder Türen für kleinere Möbelstücke sind typische Beispiele. Aber alte Fenster lassen sich prima auch zu hübschen Beistelltischen verarbeiten.

Und wie aus einem alten Fenster ein Tisch wird,
erklärt die folgende Anleitung:

 

Die benötigten Materialien

  • altes Fenster
  • 4 Regalwinkel aus dem Baumarkt oder Möbelhaus, je nach Geschmack schlicht oder verschnörkelt
  • 4 Kanthölzer, je nach Größe des Fensters z.B. 25 x 25 mm oder 30 x 30 mm stark und 50 cm lang
  • Holzschrauben
  • Bürste, warmes Wasser, Spülmittel, Glasreiniger und Tuch zum Säubern
  • Malerkreppband, Farbe und Pinsel nach Wunsch
  • Schleifpapier
  • Akku-Schrauber

Ein altes Fenster wird zum Tisch – die Anleitung

Alte Fenster gibt es manchmal kostenfrei bei Hausabrissen und im Sperrmüll. Ansonsten sind sie auch auf Flohmärkten und bei Internetauktionen zu finden. Mit dem Fenster ist das wichtigste Element für den Tisch bereits vorhanden. Dazu kommen dann nur noch Regalwinkel und Kanthölzer als Tischbeine. Die Stärke der Kanthölzer hängt vom Format des Fensters ab.

Bei einem kleineren Fenster reichen 25 mm starke Kanthölzer locker aus, bei einem größeren Fenster dürfen es auch stärkere Kanthölzer sein. Regalwinkel gibt es im Baumarkt und im Möbelhaus. Sie sind in verschiedenen Formen und unterschiedlichen Größen erhältlich. Ob es schlichte oder verschnörkelte Regalwinkel werden, bleibt natürlich dem eigenen Geschmack überlassen.

Wichtig bei der Auswahl ist nur, dass die Kanten der Regalwinkel, die direkt am Fenster befestigt werden, zusammen mit den Kanthölzern nicht breiter sein dürfen als das Fenster selbst.

Hier nun aber die Schritt-für-Schritt-Anleitung:

 

  1. Schritt: das Fenster und die Leisten vorbereiten

Als erstes wird das Fenster gründlich gereinigt. Das klappt am besten mit einer Bürste und einer warmen Spülmittel-Wasser-Mischung. Das Spülmittel löst Verschmutzungen und Fettrückstände, durch das Bürsten werden lose Lackteilchen abgenommen.

Nach der Reinigung zeigt sich dann auch, ob das Fenster frisch lackiert werden muss. Eine Oberfläche mit Abnutzungserscheinungen passt prima zum angesagten Shabby Chic-Look und wirkt oft erstaunlich dekorativ. Wer es lieber akkurat mag oder seinen Tisch in einer bestimmten Farbe haben möchte, kann das Fenster aber selbstverständlich auch lackieren. Dafür wird zunächst die Glasscheibe an den Kanten mit Malerkrepp abgeklebt. Bei Bedarf wird das Holz anschließend mit Schleifpapier leicht angeraut. Danach kann die Farbe aufgetragen werden.

Während das Fenster trocknet, werden die Kanthölzer vorbereitet. Sie ergeben zusammen mit den Regalwinkeln die Tischbeine. Damit der Tisch später harmonisch wirkt, sollten die Hölzer entweder in der Farbe des Fensters oder in der Farbe der Regalwinkel gestrichen werden. Auch die Hölzer werden vor dem Lackieren aber abgeschliffen.

 

  1. Schritt: die Kanthölzer mit den Regalwinkeln verbinden

Wenn die Hölzer getrocknet sind, können die Tischbeine gebaut werden. Für das erste Tischbein wird ein Regalwinkel mit einem Kantholz verschraubt. Dabei wird der Regalwinkel so auf dem Kantholz platziert, dass er mittig auf dem Holz aufliegt und am oberen Ende bündig mit dem Kantholz abschließt.

Je nach Form der Regalwinkel kann es allerdings etwas schwierig sein, die Schrauben einzudrehen. Deshalb ist es ratsam, einen verlängerten Bithalter griffbereit zu haben. Ist das erste Tischbein fertig, werden die drei anderen Tischbeine nach dem gleichen Prinzip gebaut.

 

  1. Schritt: die Tischbeine mit dem Fenster verschrauben

Jetzt müssen die Einzelteile nur noch zum Tisch zusammengesetzt werden. Dafür wird das erste Tischbein so auf einer Ecke des Fensters platziert, dass das Holz nach außen zeigt und die freie Seite des Regelwinkels auf dem Fenster aufliegt. Sollte der Regalwinkel kippeln, weil das Fenster nicht ganz eben ist, kann er mit dünnen Holzspänen unterlegt werden.

Alternativ ist möglich, den Regalwinkel mit Holzleim oder Silikon zu unterfüttern. Das zweite Tischbein wird gegengleich zum ersten Tischbein angeschraubt. Anschließend werden die zwei übrigen Tischbeine auf der gegenüberliegenden Fensterseite montiert. Nun muss nur noch die Glasscheibe geputzt werden und schon ist der DIY-Tisch fertig!

Extra-Tipp: Alte Fenster haben nur eine Einfachverglasung, die nicht allzu viel Gewicht aushält. Um die Tischplatte zu verstärken, kann von unten eine zweite Glasscheibe, eine Plexiglasplatte oder auch eine Holzplatte eingeklebt werden. Hierfür eignet sich transparentes Silikon sehr gut, denn dadurch ist der Klebstoff auf der Oberseite praktisch nicht zu sehen.

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