Basisinfos rund um OSB-Platten

Basisinfos rund um OSB-Platten

OSB-Platten sind unter Heimwerkern sehr beliebt. Denn die Grobspanplatten können recht vielseitig eingesetzt werden und lassen sich gut verarbeiten. Da sie in verschiedenen Formaten, Stärken, Qualitäten und Ausführungen erhältlich sind, kann der Heimwerker genau die Platten auswählen, die er für seine Zwecke benötigt.

Doch was sind OSB-Platten eigentlich genau? Wodurch unterscheiden sie sich? Und wie teuer sind sie?

In der folgenden Übersicht haben wir die wichtigsten Basisinfos rund um OSB-Platten zusammengestellt:

 

Die Herstellung von OSB-Platten

OSB-Platten bestehen aus Holzspänen, die mit speziellen Klebstoffen verbunden und zu Platten gepresst werden. Dabei sind die Späne zwischen 10 und 20 cm lang, 1 bis 5 cm breit und 0,6 bis 1,5 mm dick. Sie sind über Kreuz und in drei Schichten übereinander angeordnet.

Da die Späne recht groß und grob sind, werden OSB-Platten auch Grobspanplatten genannt. Um die Späne zu verbinden, kommen PF-, PMDI- oder MUPF-Klebstoffe zum Einsatz. Auch Klebstoffkombinationen sind möglich. So kann es sein, dass beispielsweise für die mittlere Schicht ein anderer Klebstoff verwendet wird als für die Deckschichten.

Damit aus den Spänen und dem Klebstoff eine feste, formstabile Platte wird, wird das Material gepresst. Das Zusammenpressen erfolgt bei Temperaturen von 200 bis 250 Grad Celsius.

 

Die Ausführungen von OSB-Platten

OSB-Platten sind in vielen verschiedenen Ausführungen erhältlich. Ein Unterschied bezieht sich auf das Format der Platten. So gibt es längere und kürzere, breitere und schmalere Platten.

Ein anderer Unterschied betrifft die Stärke. Hier reicht die Palette von dünnen, rund 6 mm starken bis hin zu über 4 cm dicken Platten. Der Heimwerker wird aber meist 12, 15 oder 22 mm starke OSB-Platten verarbeiten. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist die Ausführung der Kanten.

OSB-Platten gibt es zum einen mit geraden Kanten und zum anderen mit Nut und Feder. Außerdem sind die Grobspanplatten mit einer rauen oder mit einer geschliffenen Oberfläche und mit einer unbehandelten oder einer wasserabweisend beschichteten Oberfläche erhältlich.

 

Die Kategorien von OSB-Platten gemäß Norm EN 300

Die Haupteinsatzgebiete von OSB-Platten sind der Innenausbau und der Trockenbau. Die Norm EN 300 teilt OSB-Platten auf Basis ihrer Beständigkeit gegenüber Feuchtigkeit und ihrer mechanischen Eigenschaften in vier verschiedene Kategorien ein:

  1. OSB/1: Platten dieser Kategorie werden für den Innenausbau in Trockenbereichen verwendet. Außerdem eignen sie sich für Möbel.
  2. OSB/2: Diese Grobspanplatten eignen sich für tragende Zwecke im Trockenbau.
  3. OSB/3: OSB-Platten dieser Kategorie werden in Feuchtbereichen genutzt.
  4. OSB/4: Diese Platten sind besonders belastbar und unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit.

Deshalb können sie beispielsweise für tragende Zwecke in Feuchtbereichen und in Bereichen, die hohen Belastungen ausgesetzt sind, verbaut werden.

Je höher die Kategorie ist, desto besser kommen die Grobspanplatten also mit mechanischer Belastung und Feuchtigkeit zurecht. Bei der Auswahl seiner Platten sollte der Heimwerker aber nicht nur auf die Kategorie achten, sondern auch berücksichtigen, wo und wie er die Platten verarbeiten will.

Möchte er die Platten beispielsweise als Bodenbelag verlegen, sollte er zu Platten mit Nut und Feder greifen. Sie werden ineinandergeschoben und weisen dadurch eine stabile Verbindung auf. Möchte der Heimwerker die Platten an der Wand montieren und später verputzen, ist er mit großen Platten besser beraten. Denn je größer die Platten sind, desto weniger Arbeit hat er mit den Fugen. Sollen die Platten nicht nur verkleiden, sondern auch eine isolierende Wirkung haben, sind dickere Platten eine gute Wahl.

Je stärker die Platten sind, desto besser sind nämlich ihre Isoliereigenschaften. Andererseits haben OSB-Platten durchaus ihr Gewicht. Arbeitet der Heimwerker alleine, tut er sich deshalb mit kleineren Platten leichter. Um nicht unnötig viel Verschnitt zu produzieren, kann der Heimwerker natürlich auch Platten in verschiedenen Größen miteinander kombinieren. Wichtig ist dann nur, dass er darauf achtet, dass seine Platten alle die gleiche Stärke aufweisen.

Die Preise von OSB-Platten

Die Preisangabe bei OSB-Platten erfolgt je nach Händler in zwei unterschiedlichen Varianten. Die eine Möglichkeit ist, dass der Preis pro Platte ausgewiesen wird. Der Heimwerker sieht auf dem Preisschild also den Preis, den er für eine OSB-Platte bezahlen muss. Die andere Variante ist, dass der angegebene Preis pro Quadratmeter gilt.

In diesem Fall muss der Heimwerker die Größe der Platte berücksichtigen. Wenn im Baumarkt die Preisangabe pro Quadratmeter erfolgt, ist auf dem Preisschild aber oft irgendwo in kleinerer Schrift zusätzlich auch der Preis pro Platte angegeben. Hier muss der Heimwerker also genau hinsehen.

Wie teuer eine OSB-Platte ist, hängt von mehreren Faktoren ab. So wirkt sich auf den Preis aus,

  • wie groß die Platte ist,
  • welche Stärke die Platte hat,
  • zu welcher Kategorie die Platte gehört,
  • ob die Platte über Nut und Feder oder gerade Kanten verfügt und
  • ob die Platte geschliffen und die Oberfläche beschichtet ist.
  • Zudem kommt es natürlich auch immer darauf an, wo der Heimwerker seine Platten kauft.

Zudem kommt es natürlich auch immer darauf an, wo der Heimwerker seine Platten kauft. Die Menge kann ebenfalls eine Rolle spielen, denn oft gibt es bei größeren Stückzahlen Mengenrabatt.

Pauschale Aussagen dazu, wie viel eine OSB-Platte kostet, sind deshalb nicht möglich, Als grobe Orientierungshilfe kann der Heimwerker aber bei einer 15 mm starken OSB-Platte von Kosten zwischen 5 und 10 Euro pro Quadratmeter ausgehen. 12 mm starke OSB-Platten sind etwas billiger, 22 mm starke Platten ein wenig teurer.

 

Das Gewicht von OSB-Platten

Je nach Heimwerker-Projekt ist das Gewicht der OSB-Platten nicht ganz unwichtig. Als Berechnungsgrundlage in diesem Zusammenhang dient das spezifische Gewicht, das bei Grobspanplatten 616 kg/m3 beträgt. Mithilfe dieses Gewichts lässt sich ausrechnen, wie schwer eine OSB-Platte ist.

Dazu ein Beispiel: Angenommen, eine OSB-Platte ist 2050 mm x 675 mm groß und 15 mm stark. Dann lautet die Rechnung wie folgt:

2050 mm x 675 mm x 15 mm = 20756250 mm3 = 0,0276 m3

616 kg x 0,0276 m3 = 12,78 kg

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