Bauanleitung für eine Spanische Wand

 

Bauanleitung für eine Spanische Wand – auch für ungeübte Heimwerker!

Eine Spanische Wand sieht nicht nur hübsch aus, sondern ist auch ganz schön praktisch. Schließlich lässt sie im Handumdrehen unschöne Zimmerecken verschwinden oder verleiht einem Zimmer Struktur, indem sie den Raum in verschiedene Bereiche aufteilt.

Und auch der ungeübte Heimwerker ohne umfangreich ausgestattete Werkstatt kann problemlos eine Spanische Wand anfertigen.

Eine Bauanleitung dafür gibt es hier!:

 

Eine Spanische Wand – auch als DIY-Projekt für ungeübte Heimwerker

Die Spanische Wand wird auch Paravent oder einfach Raumteiler genannt. Sie ist ideal geeignet, um einem großen Raum Struktur zu verleihen. So kann die Spanische Wand beispielsweise als Abtrennung zwischen dem Ess- und dem Wohnbereich oder zwischen dem Schlaf- und dem Arbeitsplatz aufgestellt werden.

Auch wenig ansehnliche Zimmerecken oder unschöne Nischen können hinter der Spanischen Wand verschwinden. Werden hingegen Regalböden und Kleiderstangen an einer Zimmerwand montiert und wird davon eine Spanische Wand aufgestellt, ergibt sich eine Art begehbarer Kleiderschrank. Neben den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten ist ein entscheidender Vorteil der Spanischen Wand, dass sie jederzeit wieder zusammengeklappt und an einer anderen Stelle aufgestellt werden kann.

Die Spanische Wand wird nämlich nirgends fest montiert, sondern steht lose im Raum. Ihre Standfestigkeit erhält sich durch die einzelnen Elemente, die ziehharmonikaartig angeordnet und miteinander verbunden sind.

Möchte der Heimwerker kein Standardmodell, sondern ein selbstgebautes Unikat, hat er unzählige Möglichkeiten. So kann er die Rahmen der Elemente aus Holz, Kunststoff oder Metall anfertigen. Für die Füllungen kommen Holzplatten, Papier, Stoff, Folien, Schnüre, Bambusstangen und allerlei andere Materialien in Frage.

Allerdings ist nicht jeder Hobby-Bastler ein erfahrener und geübter Heimwerker und nicht jeder Heimwerker nennt eine gut ausgestattete Werkstatt sein Eigen. Auch das Nähen von Füllungen aus Stoff oder das Anfertigen von Flechtwerken aus Schnur ist nicht jedermanns Sache.

Wir haben uns deshalb eine Spanische Wand ausgedacht, die sehr einfach nachzubauen ist. Die wenigen Werkzeuge, die benötigt werden, sollten in jedem Haushalt vorhanden sein.

 

Die Materialliste für eine Spanische Wand

In dieser Anleitung setzt sich die Spanische Wand aus vier Elementen zusammen, die jeweils 50 cm breit und 220 cm hoch sind. Dafür werden folgende Materialien und Werkzeuge benötigt:

  • 16 Fichtenleisten, 220 x 5 x 2 cm
  • 4 Sperrholzplatten, 205 x 50 x 0,6 cm
  • 9 Klappscharniere, 6 x 3 cm
  • 36 Holzschrauben, 3,5 x 25 mm
  • kleine, dünne Nägel
  • Holzleim
  • Hammer
  • Beißzange
  • Akku-Schrauber oder Schraubendreher
  • Schraubzwingen
  • Material zum Gestalten der Füllungen, beispielsweise Papier, Stoff, Folie, Tapete oder Farbe

 

Selbstverständlich kann die Spanische Wand auch breiter oder schmaler, höher oder niedriger und mit mehr oder weniger Elementen gebaut werden. Die Vorgehensweise beim Anfertigen bleibt gleich, nur die Materialliste muss dann entsprechend angepasst werden. Die Leisten und Holzplatten kann sich der Heimwerker direkt im Baumarkt oder Holzfachhandel auf die richtigen Maße zuschneiden lassen.

 

Die Bauanleitung für eine Spanische Wand

  1. Arbeitsschritt: die Füllungen der Elemente gestalten

Zuerst sind die vier Sperrholzplatten, die die Füllungen der Spanischen Wand ergeben, an der Reihe. Soll sich die Spanische Wand möglichst unsichtbar in das Gesamtbild einfügen, können die Holzplatten in der gleichen Farbe gestrichen werden wie die Zimmerwände.

Eine andere Möglichkeit ist, die Sperrholzplatten bunt zu bemalen, mit einer Tapete zu bekleben oder eine Folie aufzuziehen. Auch eine Verkleidung mit Stoff sieht toll aus, wobei der Stoff dann am besten mit Sprühkleber oder doppelseitigem Klebeband befestigt wird.

Werden die Holzplatten mit Tafellack gestrichen, verwandelt sich die Spanische Wand in eine Fläche für Nachrichten, Sprüche, Rezepte oder Malereien. Durch aufgeklebte Korkplatten wiederum ist die Spanische Wand Raumteiler und Pinnwand in einem.

Neben den Holzplatten kann der Heimwerker natürlich auch die Fichtenleisten bemalen, lackieren oder lasieren. Soll die Holzoptik erhalten bleiben, bietet es sich an, einen transparenten Lack als Schutzschicht aufzubringen.

 

  1. Arbeitsschritt: die vier Elemente bauen

Sind die Füllungen fertig, werden die Elemente der Spanischen Wand gebaut. Dabei setzt sich jedes Element aus vier Fichtenleisten als Beine und einer Sperrholzplatte als Füllung zusammen.

Für das erste Element werden zwei Fichtenleisten nebeneinander hingelegt. Auf diesen beiden Fichtenleisten wird dann eine Sperrholzplatte positioniert. Dabei wird die Holzplatte so ausgerichtet, dass der Abstand zwischen der Oberkante der Holzplatte und den Oberkanten der Fichtenleisten 5 cm beträgt. Unten ist die Holzplatte 10 cm kürzer als die Fichtenleisten. An den Seiten schließen die Hölzer bündig miteinander ab.

Um die Füllung mit den Leisten zu verbinden, werden die Hölzer miteinander verleimt. Dafür wird Holzleim auf die Leisten und an den Seitenkanten der Holzplatte entlang aufgetragen. Damit die Füllung nicht verrutscht und die Verbindung zusätzlich stabilisiert ist, werden noch ein paar Nägel eingeschlagen. Dabei werden die Nägel zuerst ein Stück weit in die Hölzer getrieben und die Nagelköpfe anschließend mit der Beißzange abgekniffen. Dadurch entstehen Stifte, die die Hölzer unsichtbar zusammenhalten.

Ist die Füllung sicher auf den Holzleisten fixiert, werden auf der Oberseite die beiden anderen Fichtenleisten befestigt. Sie werden ebenfalls aufgeleimt. Der Holzleim muss nun abbinden. In dieser Zeit sollte das Element mit Schraubzwingen zusammengepresst werden. Nach dem gleichen Schema werden dann auch die drei anderen Elemente gebaut.

[Grafik Spanische Wand]

Spanische Wand

 

  1. Arbeitsschritt: die Spanische Wand zusammensetzen

Damit aus den vier Elementen eine Spanische Wand wird, müssen sie jetzt noch zusammengebaut werden. Dies erfolgt mithilfe von Klappscharnieren. Dabei werden pro Verbindung drei Klappscharniere zwischen die beiden jeweiligen Elemente montiert.

Damit die Hölzer nicht reißen, ist es aber ratsam, die Klappscharniere zunächst aufzulegen, die Löcher anzuzeichnen und vorzubohren. Bei der Montage der Klappscharniere gilt außerdem zu beachten, dass das erste und das zweite Element sowie das dritte und das vierte Element auf der Vorderseite miteinander verbunden werden.

Zwischen dem zweiten und dem dritten Element werden die Klappscharniere hingegen auf der Rückseite befestigt. Dies ist notwendig, weil die Spanische Wand andernfalls nicht im Zickzack aufgestellt werden kann. Sind alle Elemente miteinander verbunden, ist die selbstgebaute Spanische Wand auch schon fertig.

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