Bauanleitung für eine Wäscheleine

Bauanleitung für eine Wäscheleine

Wer schönes Wetter ausnutzen möchte, um seine Wäsche draußen zu trocknen, kann sich mit wenigen Handgriffen eine tolle Wäscheleine bauen. Wie es geht, erklärt diese Bauanleitung!

In vielen Haushalten ist ein Wäschetrockner vorhanden. Doch nicht jedes Wäschestück eignet sich für den Trockner. Zudem helfen Wind und Sonne nicht nur dabei, Strom zu sparen, sondern sie lassen die Wäsche auch wunderbar riechen.

Nun gibt es Wäscheleinen in verschiedenen Varianten zu kaufen. Von einer einfachen Schnur, die an zwei Haken befestigt wird, über den Wäscheständer, der auch in der Wohnung aufgestellt werden kann, bis hin zur großen Wäschespinne ist alles erhältlich.

Doch der versierte Heimwerker kann sich seine Wäscheleine auch selber bauen. Viele Materialien werden dafür nicht benötigt und die Wäschetrockenvorrichtung kann in der gewünschten Größe angefertigt werden. Chic aussehen tut sie obendrein.

Hier also eine Bauanleitung für eine Wäscheleine:

Die Materialien für eine Wäscheleine

  • 2 Holzpfosten, 185 x 8 x 8 cm, als senkrechte Pfosten
  • 2 Holzpfosten, 70 x 8 x 8 cm, als Querbalken
  • 4 Regalwinkel, ca. 20 x 25 cm groß
  • 4 Holzdübel, 1,2 x 8 cm
  • 16 Holzschrauben, passend zu den Regalwinkeln
  • wetterfester Holzleim
  • 2 Balkenschuhe inklusive Befestigungsmaterial oder andere geeignete Bodenbefestigung
  • Wäscheleine
  • witterungsbeständige Holzschutzlasur und Pinsel

 

Die Bauanleitung für eine Wäscheleine

  1. Schritt: die Querbalken bohren

Als erstes werden in die zwei 70 cm langen Holzpfosten die fünf Löcher gebohrt, durch die später die Wäscheleine gefädelt wird. Dabei werden die Löcher mit einem Holzbohrer mit 6 mm Durchmesser gearbeitet. Positioniert werden die beiden äußeren Löcher mit je 5 cm Abstand zu den Seitenkanten. Die Abstände zwischen den drei übrigen Löchern betragen jeweils 15 cm.

Die senkrechten Pfosten und die Querbalken werden später mithilfe von Holzdübeln miteinander verbunden. Dafür wird nun zuerst die Mitte der Querbalken ermittelt. Rechts und links davon werden dann je 4 cm abgemessen, um so die Verbindungsfläche zwischen Querbalken und senkrechtem Pfosten zu markieren. In diese Fläche werden anschließend zwei Dübellöcher eingearbeitet.

Dabei werden die Dübellöcher mit einem Durchmesser von 12 mm und gut 4 cm tief gebohrt. Sind die Dübellöcher fertig, werden sie mit Holzleim befüllt. Danach können die Holzdübel eingeschlagen werden.

 

  1. Schritt: die Pfosten zusammenbauen

Weiter geht es mit den senkrechten Pfosten. Hier werden zunächst in die beiden Oberseiten je zwei Dübellöcher eingearbeitet. Wichtig dabei ist, dass die Löcher passgenau mit den Löchern in den Querbalken übereinstimmen. Andernfalls sitzen die Hölzer nicht richtig aufeinander. In die Dübellöcher und auf die Oberseite wird Holzleim aufgetragen. Anschließend werden die Querbalken auf die senkrechten Pfosten aufgesetzt und die Hölzer fest zusammengetrieben. Bis der Holzleim abgebunden hat, können die Hölzer mit Schraubzwingen fixiert werden.

Um der Wäscheleine zusätzliche Stabilität zu verleihen und sie gleichzeitig etwas dekorativer zu gestalten, werden jetzt die Regalwinkel montiert. Regalwinkel gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen, von ganz schlicht bis hin zu aufwändig verschnörkelt. Außerdem sind Regalwinkel sowohl aus Holz als auch aus Metall und in diversen Formaten erhältlich.

Die Wäscheleine kann so passend zum Garten und zum eigenen Geschmack gestaltet werden. Befestigt wird jeder Regalwinkel mit vier Schrauben, von denen zwei in den Querbalken und zwei in den senkrechten Balken eingedreht werden. Damit das Holz nicht reißt, sollten die Schraublöcher aber sicherheitshalber vorgebohrt werden. Werden Regalwinkel aus Holz verwendet, können die Auflageflächen zusätzlich zu den Schrauben mit Holzleim verbunden werden.

[Grafik Wäscheleine]

Wäscheleine

 

  1. Schritt: die Pfosten im Boden verankern

Die Wäscheleine muss stabil im Boden verankert werden. Schließlich soll sie dauerhaft draußen stehen bleiben und das Gewicht der nassen Wäsche sicher aushalten. Welche Bodenbefestigung am besten geeignet ist, hängt vom Untergrund ab. Eine sehr bequeme Lösung sind Balkenschuhe, die in den Boden eingeschlagen werden. Ist der Untergrund eher lose, können die Balkenschuhe einbetoniert werden. Auf einem Betonuntergrund wiederum können Pfostenhalter mit stabiler Bodenplatte montiert werden.

Sind die Bodenbefestigungen angebracht, können die Pfosten hingestellt, gerade ausgerichtet und festgeschraubt werden. Auch hier empfiehlt es sich wieder, die Löcher vorzubohren, um ein Reißen der Hölzer zu verhindern. Der Abstand der beiden Pfosten zueinander kann natürlich auf die örtlichen Gegebenheiten abgestimmt werden.

 

  1. Schritt: die Wäscheleine anbringen

Um das Holz vor der Witterung zu schützen, sollte es mit einer Holzschutzlasur gestrichen werden. Dabei kann die Lasur sowohl farbig als auch transparent sein, je nachdem, welche Optik gewünscht ist.

Zum Schluss muss nur noch die Wäscheleine eingezogen werden. Dafür wird ein Ende durch das erste Loch eines Querbalkens geführt und auf der Rückseite mit einem stabilen Doppelknoten gesichert. Dann wird die Wäscheleine sehr straff zum anderen Querbalken gezogen, hier ebenfalls durch das erste Loche geführt, anschließend auf der Rückseite des Querbalkens zum zweiten Loch gezogen, durch dieses Loch gefädelt und wieder zum Querbalken auf der anderen Seite gespannt.

Dies wird fortlaufend wiederholt, bis alle Löcher verarbeitet sind. Wichtig ist aber, die Schnur wirklich straff zu spannen, damit sie später nicht durchhängt. Ist der Abstand zwischen den beiden Pfosten recht groß, kann in die beiden gegenüberliegenden Löcher auch jeweils eine einzelne Schnur eingezogen werden.

Dies bietet den Vorteil, dass die Wäscheschnüre so bei Bedarf problemlos nachgespannt werden können. Und damit ist die selbstgebaute Wäscheleine auch schon fertig!

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