Anleitung zum Bauen und Spielen von Kubb

Anleitung zum Bauen und Spielen von Kubb   

Kubb ist ein Gesellschaftsspiel, das ursprünglich aus Skandinavien stammt, aber auch hierzulande immer beliebter wird. Bei dem Spiel treten zwei Mannschaften gegeneinander an und imitieren eine Schlacht für ihren König. Der Name Kubb bedeutet übersetzt Holzklotz und verrät damit, mit was das Spiel gespielt wird, nämlich mit Holzklötzen. 

Hierzulande ist Kubb auch unter Bezeichnungen wie Wikingerschach, Bauernkegeln oder Stöckchenspiel bekannt. Dies liegt daran, dass Kubb einerseits Geschicklichkeit und andererseits ein wenig Strategie erfordert. In erster Linie geht es beim Wikingerschach aber um den Spaß und da die Regeln recht einfach sind, eignet sich Kubb hervorragend als Spiel für die ganze Familie.

Aber wie Kubb denn nun gespielt wird und wie ein Spielset selbst angefertigt werden kann, erklärt die folgende Anleitung: 

Anleitung zum Bauen von einem Kubb Spiel

Kubb gibt es als Spiel zu kaufen, aber die benötigten Spielfiguren lassen sich recht einfach auch selbst anfertigen. In Skandinavien wird übrigens traditionell mit selbstgebauten Sets gespielt. Für ein Spiel werden Hölzer wie folgt zugeschnitten:

·         Kubbs

Die Kubbs werden aus 7 x 7cm starken Kanthölzern angefertigt. Dabei ist jeder Kubb 15cm lang und insgesamt werden zehn Holzklötze benötigt.

·         Wurfhölzer

Für die Wurfhölzer werden Rundhölzer mit rund 4,4cm Durchmesser verwendet. Die Rundhölzer werden in 30cm lange Stücke geschnitten, wobei sechs Wurfhölzer angefertigt werden. 

·         König

Der König besteht aus einem 30cm langen Kantholz mit 9 x 9cm langen Kanten. 

·         Eckstäbe

Um die vier Ecken des Spielfelds zu markieren, kann ein Kantholz mit 2cm langen Seiten in vier 30cm lange Stücke geschnitten werden. Grundsätzlich sind die Eckstäbe aber nicht zwingend notwendig, denn das Spielfeld kann auch mit Steinen, Flaschen oder anderen Gegenständen abgesteckt werden.Als Material sollte ein Hartholz verwendet werden, denn dieses hält der Beanspruchung am besten stand. Sind alle Hölzer zugeschnitten, werden sie geschliffen und anschließend mit einem Schutzanstrich versehen. 

Ob die Hölzer dabei transparent gestrichen oder bunt bemalt werden, bleibt dem eigenen Geschmack überlassen. Schön sieht es jedoch aus, wenn der König hervorgehoben wird, entweder durch Farbe oder durch eine angedeutete Krone als oberen Abschluss. Ist der Schutzanstrich trocken, ist das Spiel auch schon fertig und die erste Partie kann beginnen. 

Anleitung zum Spielen von Kubb

Bei Kubb treten zwei Mannschaften gegeneinander an und jede Mannschaft versucht, die Kubbs der Gegenmannschaft umzuwerfen. Die Mannschaft, die als erste alle gegnerischen Kubbs und den König getroffen hat, gewinnt.  

Die Vorbereitungen

Als erstes wird das Spielfeld abgesteckt. Normalerweise ist das Spielfeld acht Meter lang und fünf Meter breit, je nach Ort und Fähigkeiten der Spieler kann das Spielfeld aber auch vergrößert oder verkleinert werden. Die kürzeren Seiten des Spielfelds bilden die Grundlinien, die längeren Seiten sind die Seitenlinien. Prinzipiell kann Kubb übrigens überall dort gespielt werden, wo die Holzklötze aufgestellt und umgeworfen werden können, also beispielsweise auf Gras, Sand, Kies oder auch im Schnee. 

Lediglich Böden aus Stein, Beton oder Asphalt sind nicht ganz so gut geeignet, denn hier nutzen sich die Hölzer stark ab. Ist das Spielfeld abgesteckt, werden die Spielfiguren positioniert. Dabei werden auf jeder Grundlinie fünf Kubbs in gleichmäßigem Abstand zueinander und der König genau in der Mitte des Spielfelds aufgestellt. 

Damit sieht das Spielfeld zu Beginn der Partie so aus: 

[Grafik-Anmleitung Kubb] 

anleitung-Kubb-spielen

Die Mannschaften

Bevor es losgehen kann, müssen noch die beiden Mannschaften gebildet werden, wobei jede Mannschaft aus mindestens einem und höchstens sechs Spielern besteht. Außerdem muss ermittelt werden, welche Mannschaft das Spiel eröffnet.

Dazu stellen sich die beiden Mannschaften an ihrer Grundlinie auf. Dann wirft ein Spieler aus jeder Mannschaft ein Wurfholz in Richtung König. Der Spieler, dessen Wurfholz näher beim König liegen bleibt, den König dabei aber nicht umwirft, darf mit seiner Mannschaft beginnen. Diese Mannschaft erhält nun die sechs Wurfhölzer und teilt sie so untereinander auf, dass alle Spieler möglichst gleich viele Wurfhölzer haben.   

Der Spielablauf

Der erste Spieler von Mannschaft A stellt sich nun an der Grundlinie auf und versucht, mit seinem Wurfholz einen der Kubbs, die auf der Grundlinie der Gegenmannschaft stehen, umzuwerfen. Das Wurfholz fasst er dazu an einem Ende an und wirft es gerade von unten nach oben. Das Wurfholz in der Mitte zu halten oder so zu werfen, dass es quer oder rotierend fliegt, ist verboten. Ist der erste Spieler fertig, werfen nacheinander alle anderen Spieler der Mannschaft A ihre Wurfhölzer.

Die Kubbs, die sie getroffen haben, bleiben solange liegen, bis das Team die Würfe abgeschlossen hat.  Hat Mannschaft A ihre sechs Wurfhölzer geworfen, muss Mannschaft B die getroffenen Kubbs an die Gegenseite übergeben. Dazu wirft Mannschaft B die umgefallenen Kubbs von ihrer Grundlinie aus in die Spielfeldhälfte von Mannschaft A. Mannschaft A stellt diese Kubbs, die Feldkubbs heißen, dann an der Stelle auf, wo sie gelandet sind. 

Verfehlt ein Spieler die gegnerische Spielhälfte zweimal, darf Mannschaft A diesen Kubb aber aufstellen, wo sie möchte, nur muss sie einen Mindestabstand von einem Wurfholz zum König und zu den Spielfeldecken einhalten. Sind alle Kubbs aufgestellt, darf Mannschaft B werfen. Mannschaft B muss nun zuerst versuchen, die neu aufgestellten Feldkubbs zu treffen, erst danach darf sie sich um die Kubbs auf der gegnerischen Grundlinie kümmern. 

Sollte ein Kubb auf der Grundlinie umfallen, obwohl noch Feldkubbs stehen, wird dieser Kubb einfach wieder aufgestellt. Auch bei Mannschaft B werfen alle Spieler ihre Wurfhölzer nacheinander. Danach wird wieder gewechselt. Nun sammelt also Mannschaft A die umgeworfenen Kubbs ein, wirft sie in die generische Hälfte und versucht, erst die Feldkubbs und dann die Spielfiguren auf der Grundlinie zu treffen. Hat es Mannschaft B zuvor aber nicht geschafft, alle Feldkubbs umzuwerfen, muss Mannschaft A nun nicht mehr von ihrer Grundlinie aus werfen. 

Stattdessen kann sie die Abwurflinie bis zu dem Kubb nach vorne verlegen, der am nächsten beim König steht. Ist Mannschaft A mit ihren Würfen fertig, ist wieder Mannschaft B an der Reihe und so geht es immer abwechselnd weiter, bis eine Mannschaft alle fünf gegnerischen Kubbs umgeworfen hat. 

Das Spielende

Hat eine Mannschaft die fünf Kubbs des Gegners getroffen, geht sie an die Grundlinie zurück. Von hier aus versucht sie nun, den König umzuwerfen. Ist dies gelungen, hat diese Mannschaft gewonnen. 

Sollte es allerdings passieren, dass ein Spieler den König während des Spielverlaufs trifft, also wenn er versucht, gegnerische Kubbs zu treffen oder wenn er die umgeworfenen Kubbs in die gegnerische Spielfeldhälfte wirft, ist das Spiel sofort beendet. Die Mannschaft, die den König vorab getroffen hat, hat dann verloren.

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