Aufarbeiten alter Holztreppen

Infos und Tipps zum Aufarbeiten alter Holztreppen 

Holztreppen, die heute vielfach nicht mehr nur einen praktischen Nutzen erfüllen, sondern bewusst als Stil- und Gestaltungselement in Wohnbereiche integriert werden, bieten einige Vorteile gegenüber Treppen aus anderen Materialien. 

So sind Holztreppen grundsätzlich sehr langlebig und können in unterschiedlichsten Ausführungen angefertigt werden. Durch die verschiedenen Holzsorten, die für den Treppenbau verwendet werden, ist ein breites Spektrum an unterschiedlichen Farbtönen gegeben, die zudem noch mit Lasuren oder Anstrichen verändert werden können.

Grundsätzlich gliedern sich Holztreppen in Vollholztreppen und in Treppen, die aus Holzwerkstoffen hergestellt und mit Furnier veredelt wurden. Üblicherweise reicht es aus, eine Holztreppe regelmäßig zu kehren oder abzusaugen und gelegentlich mit einem leicht feuchten Tuch zu wischen. Insbesondere alten Holztreppen ist die jahrelange Nutzung jedoch häufig anzusehen.

Da eine solche Holztreppe aber den Charakter des Hauses maßgeblich beeinflusst, lohnt es sich in vielen Fällen nicht nur aus Kostengründen, eine solche Treppe wieder aufzuarbeiten.

Hier dazu die wichtigsten Infos und Tipps:

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Grundsätzlich gilt für alte Holztreppen Bestandschutz, was bedeutet, dass sie in der Form erhalten und genutzt werden dürfen, wie sie eingebaut wurden. 

Würde der Bauherr eine alte Holztreppe demontieren und eine neue Treppe einbauen, müsste diese die aktuell geltenden Vorschriften erfüllen, die auch für Neubauten gelten. Hinzu kommt, dass eine Holztreppe nur von eingetragenen Tischler- oder Zimmererbetrieben eingebaut werden darf.

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Die Maßnahmen zur Aufarbeitung hängen vom jeweiligen Zustand der Treppe ab. Die grundlegenden Schritte bestehen jedoch zunächst im Freilegen der Treppe, also dem Entfernen von beispielsweise Teppichen oder anderen Belägen, sowie dem Überprüfen und Wiederherstellen der Tragfähigkeit. Danach werden fehlende Teile wie etwa Geländerstäbe ergänzt. 

Für das Aufarbeiten der Stufen selbst gibt es prinzipiell drei Möglichkeiten:

1.      

Sind lediglich kleinere Beschädigungen wie Schrammen oder Kratzer vorhanden, werden die Stufen zunächst gesäubert und abgeschliffen. Bei tieferen Kratzern kann es notwendig werden, diese zu spachteln. 

Hierbei gibt es eine sehr einfache und kostengünstige Möglichkeit, nämlich indem als Spachtelmasse das Schleifmehl vermischt mit etwas Holzleim verwendet wird. Anschließend werden die Unebenheiten erneut abgeschliffen und die Stufen versiegelt.

2.      

Ausgetretene oder defekte Stufen können ausgetauscht werden.

3.      

Sind die Wangen ausreichend hoch und ist es möglich, die neue Stufenhöhe an die Fußböden anzugleichen, können defekte Stufen auch aufgedoppelt werden. Wichtig ist aber, dass unterschiedliche Stufenhöhen vermieden werden, denn dadurch entstehen gefährliche Stolperfallen.

Nach dem Aufarbeiten der Stufen werden die Oberflächen behandelt und neu versiegelt. Treppen, die ursprünglich farbig gestrichen waren, werden meist auch nach der Renovierung wieder farbig gestaltet, wobei die Wahl des Farbtons dem eignen Geschmack überlassen bleibt, sofern es sich nicht um ein denkmalgeschütztes Objekt handelt.

•        Steht das Haus unter Denkmalschutz, gilt dies im Regelfall auch für die verbaute Treppe. 

Vor Beginn der Renovierungsarbeiten ist daher zunächst die Genehmigung der Denkmalschutzbehörde erforderlich.

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