Die wichtigsten Fragen und Antworten zu Holzbriketts

Die wichtigsten Fragen und Antworten zu Holzbriketts 

Die einen entscheiden sich für eine Holzheizung, weil sie sich erhoffen, ihre Heizkosten auf diese Weise senken zu können. Die anderen heizen mit Holz, weil sie sich eine umweltfreundliche Heizung wünschen. Wieder andere schätzen die angenehme Wärme, für die eine Holzheizung sorgt, oder genießen es einfach, an kalten Winterabenden vor dem romantisch brennenden Kaminofen zu sitzen. 

Manchmal kommt jedoch die Frage auf, ob es sich nicht lohnen würde, Holzbriketts statt herkömmlichem Brennholz zu verwenden. Verglichen mit klassischem Brennholz haben Holzbriketts in der Tat ein paar Vorteile, genauso gibt es aber auch Nachteile.

Die folgende Übersicht fasst die wichtigsten
Fragen und Antworten zu Holzbriketts zusammen:
 

Was sind Holzbriketts?

Holzbriketts gehören zu den Holzbrennstoffen. Sie werden hergestellt, indem trockene und unbehandelte Holzpartikel wie beispielsweise Späne oder Sägemehl maschinell gepresst werden. Der Durchmesser von Holzbriketts beträgt mindestens 25 Millimeter. Sind die gepressten Erzeugnisse kleiner, wird von Pellets gesprochen. Abgesehen vom Mindestdurchmesser werden Holzbriketts in verschiedenen Formen angeboten. So gibt es unter anderem runde, rechteckige und achteckige Briketts und Holzbriketts sind sowohl mit als auch ohne Loch in der Mitte erhältlich. 

Holzbriketts ohne Loch bilden meist mehr Glut aus und halten diese auch besser, während gelochte Holzbriketts weniger glimmen, sondern stattdessen eher zur Flammenbildung neigen. Grundsätzlich spielt die Form der Holzbriketts aber nicht die entscheidende Rolle. 

Wesentlich wichtiger im Hinblick auf den Brennwert ist das Holz, das für die Briketts verwendet wurde. Dabei gibt es Holzbriketts aus Hartholz, aus Weichholz und neuerdings auch immer häufiger aus Rinde. Holzbriketts in Europa unterliegen seit 2011 der Euronorm EN 14961 „Feste Biobrennstoffe – Brennstoffspezifikationen und -klassen“. 

Sie regelt zum einen die allgemeinen Anforderungen und zum anderen die speziellen Anforderungen an Holzbriketts, die nicht für die industrielle Verwendung vorgesehen sind. Zuvor galt für Holzbriketts und Pellets in Deutschland die DIN-Norm 51731. 

Welchen Heizwert haben Holzbriketts?

Durch die gleichmäßig hohe Dichte und den einheitlichen Querschnitt entspricht das Brennverhalten von Holzbriketts ungefähr dem Brennverhalten von Braunkohle. Allerdings enthalten Holzbriketts deutlich weniger Schwefel und es bleibt weniger Asche zurück. 

So entsteht bei 100 Kilogramm Holzbriketts weniger als ein Kilogramm Asche. Wird der Energiebedarf, der für die Produktion und den Transport von Holzbriketts notwendig ist, ausgeklammert, ist die CO2-Bilanz bei Holzbriketts neutral. Dies erklärt sich damit, dass Holzbriketts beim Verbrennen nur die Menge an CO2 abgeben, die ein Baum während seines Wachstums durch die Photosynthese aufnimmt. 

Mit einem durchschnittlichen Heizwert zwischen 4,2 und 5,5 kWh pro Kilogramm weisen Holzbriketts einen hohen Energieinhalt auf. Ein Grund hierfür ist die hohe Dichte, ein anderer Grund die geringe Restfeuchte. So liegt der Wassergehalt von Holzbriketts bei unter zehn Prozent. Im Vergleich dazu hat frisch geschlagenes Brennholz einen Wassergehalt von etwa 50 Prozent und erreicht dadurch einen Heizwert von gerade einmal 2,5 kWh pro Kilogramm. 

Bei Brennholz, das zwei Jahre lang getrocknet und gelagert wurde, sinkt der Wassergehalt auf Werte zwischen zehn und 20 Prozent. Selbst bei einem solchen trockenen Kaminholz sind jedoch 2,25 Raummeter Holz erforderlich, um den gleichen Energieinhalt zu erreichen wie mit 1000 Kilogramm Holzbriketts. 

Gibt es große Unterschiede zwischen Hart- und Weichholzbriketts?

Im Hinblick auf den Rohstoff gilt für Holzbriketts dasselbe wie für herkömmliches Brennholz. Das bedeutet, auch Hartholzbriketts sind Weichholzbriketts überlegen. Alle Holzbriketts werden zwar so gepresst, dass sie das gleiche spezifische Gewicht von einer bis 1,2 Tonnen pro Kubikmeter aufweisen. Aber harzhaltiges Weichholz brennt sehr schnell ab. Hinzu kommt eine gewisse Forminstabilität, die durch das verdampfende Harz verursacht wird. 

Dies wiederum hat zur Folge, dass ein Weichholzbrikett schneller auseinanderfällt. Gleichzeitig verbrennt der austretende Harzdampf nur teilweise, was an den schwarzen Ablagerungen an den Scheiben des Kaminofens sichtbar wird. Im Unterschied dazu ist die Verbrennung bei Hartholzbriketts deutlich sauberer und auch es entsteht weniger Feinstaub. 

Was die Brenndauer angeht, gilt, dass es die Flammen umso schwerer haben, je fester und glatter eine Oberfläche ist. Weichholzbriketts bestehen meist aus gepressten Hobelspänen und weisen deshalb eine eher grobe Oberfläche auf. Im Unterschied dazu werden bei Hartholzbriketts üblicherweise feine Schleifspäne oder Sägemehl verarbeitet. 

Dies führt zu einer festeren und glätteren Oberfläche. Weichholzbriketts eignen sich insofern sehr gut, um das Feuer zu entfachen und um schnell Wärme zu erzeugen. Briketts aus Hartholz hingegen bieten sich an, um die Glut und damit auch die Wärme länger zu halten.  

Was sind die Vorteile von Holzbriketts?

Der größte Pluspunkt von Holzbriketts ist sicher der gute Heizwert. Die einheitliche und kompakte Form sorgt dafür, dass sich die Briketts gut stapeln lassen. Gerade wenn nicht allzu viel Lagerfläche vorhanden ist, kann dies ein Vorteil sein. Praktisch ist außerdem, dass bei Holzbriketts insgesamt nur sehr wenig Asche übrig bleibt. Holz wird nachgesagt, eine angenehme Wärme zu erzeugen. In diesem Punkt stehen Holzbriketts herkömmlichem Kaminholz in nichts nach, denn sie bestehen ja ebenfalls aus Holz. 

Worin liegen die Nachteile von Holzbriketts?

Ein kleiner Minuspunkt von Holzbriketts ist der Preis, der etwas höher liegt als der von Stückholz. So kostete eine Palette mit 960 Kilogramm Hartholzbriketts 2013 durchschnittlich 270 Euro, eine Palette Weichholzbriketts schlug mit 230 Euro zu Buche. Rindenbriketts, von denen 840 Kilogramm auf einer Palette sind, kosteten im Mittel 330 Euro. 

Diese Zahlen sind jedoch nur grobe Anhaltspunkte, denn je nach Region und Qualität sind teils deutliche Preisunterschiede möglich. Die Qualität ist eine weitere Schwachstelle. Anders als bei Stückholz kann der Laie meist kaum beurteilen, wie gut die angebotenen Holzbriketts sind. Gerade bei sehr günstigen Posten kann es passieren, dass dem Holz Pappe oder Papier beigemischt wurde oder dass die Briketts schon beim Transport zerfallen. Beides wirkt sich nachteilig auf den Brennwert aus. 

Der dritte Nachteil ist kein Nachteil im eigentlichen Sinne, sondern eher eine Frage des Geschmacks. Ein Kaminofen, der mit Holzscheiten bestückt ist, sorgt natürlich für ein ganz anderes Bild als ein Ofen, in dem irgendwelche Holzklötze liegen. Und auch das typische Knistern eines Holzfeuers entfällt bei Holzbriketts.

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