Die wichtigsten Tipps zum Schleifen

Die wichtigsten Tipps zum Schleifen von Holzoberflächen 

Das Schleifen gehört zu den sehr wichtigen Arbeitsschritten bei der Behandlung von Holzoberflächen. Dabei werden Holzoberflächen aus unterschiedlichen Gründen und in verschiedenen Arbeitsphasen geschliffen, beispielsweise um Unebenheiten oder raue Stellen zu entfernen, um Leim-, Farb- oder Lackreste zu beseitigen oder um das Holz für die weitere Bearbeitung vorzubereiten. 

Das Schleifen kann dabei von Hand oder mithilfe einer Maschine erfolgen, allerdings sollte der Heimwerker einige Dinge beachten, um tatsächlich auch zu dem gewünschten Ergebnis zu gelangen.

 

Hier die wichtigsten Tipps zum Schleifen von Holzoberflächen in der Übersicht:

Holzoberflächen manuell schleifen

In den meisten Fällen sind für eine glatte Holzoberfläche mehrere Schleifgänge erforderlich. Müssen nur sehr kleine Flächen wie beispielsweise Schnittkanten abgeschmirgelt werden, reicht es aus, diese mit einem Stück Schleifpapier zu behandeln. Ansonsten wird beim manuellen Schleifen ein sogenannter Schleifklotz verwendet. 

Die Schleifklötze, die im Handel angeboten werden, bestehen meist aus Kunststoff und sind mit einer Vorrichtung ausgestattet, die zum Spannen des Schleifpapiers dient. Genauso kann sich der Heimwerker aber auch selbst einen Schleifklotz anfertigen. Hierfür reicht ein etwa 15 x 8cm großer Holzklotz aus, um den das Schleifpapier gewickelt wird. Welches Schleifpapier gewählt wird, hängt von der Holzoberfläche und dem Schleifgang ab. Unbehandeltes Holz wird üblicherweise im ersten Schleifgang mit einem Schleifpapier mit einer 80er-Körnung geschliffen. 

Für den zweiten Schleifgang wird dann ein Schleifpapier mit einer 120er-Körnung verwendet und der Feinschliff erfolgt schließlich mit Schleifpapier mit einer Körnung von 180 und 200. 

Handelt es sich um eine Holzoberfläche, die lediglich unansehnlich geworden ist oder von alten Farbresten befreit werden soll, erfolgt der erste Schleifgang meist mit einem Schleifpapier mit 100er-Körnung.   

Holzoberflächen maschinell schleifen

Große Holzoberflächen werden meist nicht von Hand, sondern mithilfe von Maschinen geschliffen. Schleifmaschinen bieten den Vorteil, dass der Schliff regelmäßiger ist als bei einem Abschleifen von Hand, nicht unnötig viel Material weggenommen wird und das Schleifen natürlich weniger Zeit und Kraft kostet. Bei großen, planen Holzoberflächen kommt meist der Bandschleifer zum Einsatz. 

Für den ersten Schleifgang wird dieser üblicherweise mit einem Schleifpapier mit 120er- oder 150er-Körnung bestückt, für den Feinschliff wird Schleifpapier mit 240er- oder 280er-Körnung verwendet. Sind die Holzoberflächen nicht plan, sondern wie beispielsweise Fenster- und Türrahmen oder Kassettenschranktüren mit Ecken und Kanten ausgestattet, erweist sich der Schwingschleifer als geeignete Schleifmaschine. 

Der Umgang mit dem Schwingschleifer erfordert allerdings etwas Übung und Feingefühl. So wird der Schwingschleifer beispielsweise nur langsam und ohne Druck über die Holzoberflächen geführt, denn das Gewicht der Maschine reicht für das Schleifen vollständig aus.

Wichtig ist außerdem, den Schwingschleifer nicht zu verkanten, denn dies würde zu unschönen Dellen und Macken führen, die sich nur mit viel Aufwand wieder entfernen lassen. Genauso wie beim Bandschleifer wird der erste Schleifgang mit dem Schwingschleifer meist mit Schleifpapier mit 120er- oder 150er-Körnung und der Feinschliff mit Schleifpapier mit 240er- oder 280er-Körnung gearbeitet.   

Grundsätzliche Tipps beim Schleifen von Holzoberflächen

Unabhängig davon, ob eine Holzoberfläche manuell oder maschinell geschliffen wird, gibt es einige grundlegende Tipps, die für das Schleifen von Holzoberflächen gelten:

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Als Grundregel gilt, dass immer nur in Richtung der Fasern und der Maserung, niemals quer dazu geschliffen wird. 

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Im Zweifel ist es immer besser, sich für ein feineres Schleifpapier zu entscheiden. Grobe Schleifpapiere mit einer 40er- oder 60er-Körnung nehmen viel Material ab und hinterlassen Spuren im Holz, die später dann mühsam wieder herausgeschliffen werden müssen. Insbesondere bei furnierten Holzoberflächen ist dies teilweise aber nicht möglich. Daher ist es sinnvoller, eher feineres Schleifpapier zu verwenden als zu grobes.

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Sofern von Hand geschliffen wird oder die Schleifmaschine nicht mit einer Absaugvorrichtung ausgestattet ist, sollte der Schleifstaub regelmäßig entfernt werden. Hierfür reichen ein Handfeger oder ein weiches Tuch aus. Profis arbeiten mit Tüchern, die in Honig getränkt sind und den Schleifstaub dadurch sehr gut abnehmen. 

Die gereinigte Oberfläche kann zudem mit einem leicht feuchten Tuch abgewischt werden. Das Tuch feuchtet die Holzoberfläche nach jedem Schleifgang etwas an und kann dann nach dem Trocknen erneut geschliffen werden. Dadurch entstehen besonders glatte Holzoberflächen.   

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Das verwendete Schleifpapier sollte eine gute Qualität aufweisen. Es bringt letztlich nichts, minderwertiges Schleifpapier zu verwenden, bei dem sich die Körnung schon beim bloßen Anfassen ablöst. Wichtig ist zudem, das Schleifpapier regelmäßig auszutauschen, denn abgenutztes Papier verliert seine Wirkung. 

Allerdings ist das Schleifpapier nicht immer tatsächlich stumpf, bloß weil es abgenutzt aussieht. Vielfach ist lediglich festgesetzter Schleifstaub daran schuld, dass das Schleifpapier stumpf wirkt. In diesem Fall ist es möglich, das Schleifpapier vorsichtig mit einer weichen Drahtbürste zu reinigen oder mit dem Kompressor abzublasen. 

Werden Schleifbänder benutzt, sollte darauf geachtet werden, dass diese möglichst nahtlos gearbeitet sind. Deutliche Übergänge an den Nahtstellen können nämlich unschöne Spuren im Holz hinterlassen.

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