Fragen und Antworten zur Bambus-Terrasse

Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Bambus-Terrasse  

Die edle Optik, der Hauch von Exotik, die warmen Farben und die Robustheit des Materials sind nur ein paar Gründe dafür, weshalb Bambus sehr gerne verwendet wird, um Innenräume in gemütliche Wohlfühloasen zu verwandeln.

Geht es um die Gartenterrasse, einen neuen Bodenbelag für den Balkon, einen Steg, die Umrandung für den Pool oder Teich oder einen Gartenweg, greifen die meisten Bauherren hingegen zu heimischen Harthölzern oder zu Tropenhölzern. 

Seit einiger Zeit wird Bambus jedoch auch als Bodenbelag für Balkone und Terrassen sowie generell im Außenbereich zunehmend beliebter. Aber was ist das Besondere an Bambus? 

Hier die wichtigsten Fragen und Antworten
zur Bambus-Terrasse in der Übersicht:
 

Was ist Bambus eigentlich genau?

Auch wenn im Zusammenhang mit Bambus üblicherweise von Holz gesprochen wird, ist Bambus strenggenommen kein Holz. Bambus ist vielmehr ein Süßgras, das Stangen bildet, die verholzen. Diese Bambusstangen, die mit Holzstämmen vergleichbar sind und Längen von mehr als zehn Metern erreichen können, setzen sich aus einzelnen Kammern zusammen. 

Eine Besonderheit von Bambus besteht darin, dass er sehr schnell wächst. So gibt es einige Arten, die bis zu einen Meter pro Tag wachsen. Als Holzlieferant ist Bambus Bäumen somit klar überlegen. Hinzu kommt, dass Bambus deutlich mehr Sauerstoff produziert und mehr CO2 bindet als Bäume. Außerdem gehört Bambus zu den traditionellen Baustoffen. Anders als in Europa, wo Bambus zu den exklusiven Werkstoffen gehört, gilt er in Asien als das Holz der armen Leute. 

Die zunehmende Verwendung von Bambus kann insofern Arbeitsplätze schaffen und sichern und gleichzeitig dazu beitragen, dass Wälder und Regenwälder geschont werden. Allein die ökologischen Eigenschaften und die sozialen Aspekte machen Bambus zu einer hervorragenden Alternative für die sonst üblichen Terrassenbeläge. 

Welche Vorteile bietet Bambus?

Neben den ökologischen Aspekten hat Bambus auch im Hinblick auf die bautechnischen Eigenschaften einige Stärken zu bieten. So zeichnen sich Bambusfasern zum einen durch eine hohe Elastizität aus. Zum anderen sind sie reich an Silicium, was Bambus trotz des vergleichsweise geringen Gewichts zu einem sehr harten, formstabilen und robusten Material macht.

Bambusdielen kommen gut mit allen klimatischen Bedingungen zurecht und transportieren Feuchtigkeit optimal. Im Unterschied zu Holz gibt es bei Bambus auch weder ein Verdrehen noch ein nennenswertes Quell- und Schwundverhalten.  

In welchen Varianten sind Bambusdielen erhältlich?

Bambusdielen werden nicht nur in verschiedenen Längen und Breiten angeboten, sondern sind auch mit unterschiedlichen Profilen erhältlich. Je nach Herstellungsverfahren weisen die Dielen dabei auf einer Seite ein feineres und auf der anderen Seite ein breiteres Profil auf. Welche Seite dann als Vorderseite montiert bleibt, hängt von der gewünschten Optik ab.

Andere Bambusdielen haben eine glatte Oberfläche und erinnern dadurch ein wenig an klassische Landhausdielen. Daneben gibt es Bambusdielen, die ähnlich wie Leimholz hergestellt werden. Dafür werden die Bambusstangen der Länge nach gespalten, mit wasserfesten Harzen gemischt und unter hohem Druck zu Bohlen zusammengepresst. Für eine gleichmäßige und glatte Oberfläche werden die Bohlen anschließend gehobelt und geschliffen.Grundsätzlich lässt sich Bambus genauso verarbeiten wie herkömmliches Holz. Für eine Terrasse wird somit zunächst eine Unterkonstruktion angelegt, auf der die Bambusdielen dann verlegt werden.

Um die Bambusdielen zu fixieren, können spezielle Metallklammern verwendet werden, die seitlich angesetzt und dadurch später nicht mehr sichtbar sind. Möglich ist aber auch, die Bambusdielen ganz traditionell von oben mit Edelstahlschrauben zu befestigen.  Die angenehm warmen Brauntöne, die einer Bambus-Terrasse ihre typisch edle, exotisch anmutende Optik verleihen, entstehen durch Dämpfverfahren.

Teilweise werden die Dielen zudem mit natürlichen Ölen veredelt, Chemikalien und künstliche Zusatzstoffe werden bei der Herstellung und Verarbeitung von Bambus jedoch in aller Regel nicht verwendet. Allerdings hat Bambus seinen Preis. So fallen die Kosten für eine Bambus-Terrasse rund ein Drittel höher aus als bei einer vergleichbaren Terrasse aus Tropenholz. 

Wie wird eine Bambus-Terrasse gepflegt?

Insgesamt ist eine Bambus-Terrasse wenig anspruchsvoll. So reicht es aus, die Terrasse regelmäßig zu fegen und gelegentlich nebelfeucht zu wischen, um größere Verschmutzungen zu entfernen. Ansonsten sollte die Terrasse ein- bis zweimal pro Jahr mit Öl behandelt werden.

Wird kein Öl aufgetragen, bleicht Bambus im Laufe der Zeit aus und verfärbt sich, wie andere einheimische und tropische Holzarten auch, leicht gräulich. Wie lange eine Bambus-Terrasse hält, lässt sich nur bedingt voraussagen. Generell gilt Bambus zwar als sehr widerstandfähiges, robustes, witterungsunempfindliches und langlebiges Material.

Allerdings wird Bambus hierzulande noch nicht lange genug als Belag für Terrassen verwendet, um konkrete Angaben über die Lebensdauer machen zu können.

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