Holz, Polyrattan oder Metall – welches Material für Gartenmöbel?

Holz, Polyrattan oder Metall – welches Material für Gartenmöbel? 

Wer einen Garten, einen Innenhof, eine Terrasse oder einen Balkon hat, möchte diese Fläche natürlich auch nutzen können, um ein Sonnenbad zu nehmen, zu grillen oder einfach nur so herrliches Sonnenscheinwetter und laue Sommerabende im Freien zu genießen. Dafür werden dann auch entsprechende Gartenmöbel benötigt.

Die Auswahl in Gartencentern, Baumärkten und Möbelhäusern ist riesig, so dass sich für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel sicherlich etwas finden lässt. Gleichzeitig stellt sich aber auch die Frage nach dem Material, wobei hier Holz, Polyrattan und Metall die Hauptrollen spielen.   

Holz, Polyrattan oder Metall – welches Material für Gartenmöbel?

Geht es um die Anforderungen, die an Gartenmöbel gestellt werden, werden meist drei Eigenschaften genannt, nämlich pflegeleicht, wetterbeständig und haltbar. Schließlich sind Gartenmöbel oft nicht ganz billig und sollen deshalb möglichst lange Freude bereiten. Andererseits sollen sie nicht zu empfindlich und pflegeintensiv sein, denn kaum jemand möchte die Gartenmöbel erst stundenlang schrubben und vorbereiten, bevor er sie endlich nutzen kann.

Hinzu kommt die Optik. So sollen die Gartenmöbel ansprechend aussehen und gut ins Gesamtbild passen. Selbst die robustesten Gartenmöbel haben letztlich keine Chance, wenn das Design nicht überzeugt. Aber neben der ansprechenden Optik sollen die Gartenmöbel natürlich auch bequem sein. Schließlich bringt ein chicer Designerstuhl nicht viel, wenn er zwar toll aussieht, der Sitzkomfort aber zu wünschen übrig lässt. Die Frage nach dem Material ist damit aber noch immer nicht geklärt. 

Generell ist es auch schwer zu beantworten, welches Material die beste Wahl bei Gartenmöbeln ist. Dies liegt zum einen daran, dass die endgültige Entscheidung immer eine Frage des persönlichen Geschmacks bleibt. Zum anderen hat jedes Material seine Vorteile, aber eben auch seine Nachteile. Um die Frage nach dem Material zu beantworten, ist es deshalb möglicherweise hilfreich, die Vor- und Nachteile von Holz, Polyrattan und Metall einmal näher unter die Lupe zu nehmen. 

Gartenmöbel aus Holz

Gartenmöbel aus Holz sind zeitlose Klassiker, die vermutlich nie aus der Mode kommen werden. Holz ist ein natürliches Material und fügt sich deshalb praktisch überall harmonisch ins Gesamtbild ein. Da Holz gut be- und verarbeitet werden kann, ist die Auswahl sehr groß und die verschiedenen Designs decken die gesamte Bandbreite von schlicht über klassisch, rustikal oder verspielt bis hin zu modern ab. 

Die verschiedenen Holzarten sorgen zudem für eine natürliche Vielfalt an Farben und Mustern. Hinzu kommt, dass sich die Optik im Nachhinein noch in gewissem Maße verändern lässt, beispielsweise durch einen neuen Anstrich in einer anderen Farbe. Auch in Sachen Sitzkomfort können Gartenmöbel aus Holz punkten. Im Unterschied zu Gartenmöbeln aus Kunststoff oder Metall heizen sich Holzmöbel nämlich nicht zu sehr auf und sind bei kühler Witterung nicht unangenehm kalt. 

Der größte Nachteil von Gartenmöbeln aus Holz ist, dass sie mehr Pflege erfordern als Kunststoff- oder Metallgartenmöbel. Zwar sind Gartenmöbel, die aus Hartholz bestehen oder durch Imprägnierungen, Lasuren und andere Anstriche geschützt sind, für einen Einsatz im Freien gewappnet. Ganz ohne Pflege geht es aber trotzdem nicht. Alle zwei, drei Jahre wird es notwendig sein, den Schutzanstrich zu erneuern und größere Gebrauchsspuren oder gar Beschädigungen auszubessern. Im Herbst und Winter sollten Holzmöbel zudem im Trockenen eingelagert oder zumindest mit Planen wind- und wetterfest abgedeckt werden. 

Gartenmöbel aus Polyrattan

Gartenmöbel aus Polyrattan sind derzeit schwer angesagt. Polyrattan ist im Grunde genommen das künstliche Pendant zu Rattan. Als modernes und hochwertiges Material sieht Polyrattan aber keineswegs künstlich aus und bietet zudem einige Vorteile gegenüber Möbeln aus echtem geflochtenen Rohr. So ist Polyrattan überaus witterungsbeständig und selbst bei langer und intensiver Sonneneinstrahlung wird das Material weder spröde noch bleicht es aus. Zudem sind Gartenmöbel aus Polyrattan unempfindlich, widerstandfähig und sehr pflegeleicht. 

Sie brauchen keine besondere Behandlung und müssen nicht mit speziellen Schutzanstrichen versehen werden. Stattdessen reicht es aus, sie gelegentlich mit einem feuchten Tuch abzuwischen. In Sachen Optik und Sitzkomfort können Polyrattangartenmöbel ebenfalls punkten. Auf den Möbeln sitzt und liegt es sich sehr bequem und die Möbel wirken modern und gleichzeitig elegant. Kein Wunder also, dass sich Polyrattanmöbel auch im Pool- und Gartenbereich von noblen Hotels und als Bestuhlung im Außenbereich von chicen Cafés, Restaurants und angesagten Bars großer Beliebtheit erfreuen.

Ein Minuspunkt von Gartenmöbeln aus Polyrattan ist ihr vergleichsweise hohes Gewicht. Solide verarbeitete und qualitativ hochwertige Polyrattanmöbel sind zudem recht teuer. Über Winter sollten die Möbel trocken eingelagert werden, um eventuelle Frostschäden zu vermeiden. 

Gartenmöbel aus Metall 

Metallene Gartenmöbel gibt es in unterschiedlichen Ausführungen, die beiden am häufigsten angebotenen Varianten sind Gartenmöbel aus Aluminium und aus Edelstahl. Aluminium ist angenehm leicht und eignet sich vor allem als Material für die Gestelle sehr gut. Edelstahl kann eher schlicht verarbeitet oder kunstvoll geschmiedet werden, so dass Gartenmöbel in verschiedenen Designs und Stilen erhältlich sind. Gartenmöbel aus Metall sind sehr pflegeleicht, robust und überaus langlebig. 

Auch die Witterung macht Metallmöbeln nicht allzu sehr zu schaffen, wobei vor allem Edelstahl den großen Vorteil hat, dass es nicht rostet. Mit speziellen Metallfarben kann die Optik der Möbel sogar ein wenig verändert werden.

Gartenmöbel aus Edelstahl sind sehr stabil, gleichzeitig aber auch vergleichsweise schwer. Hinzu kommt der mitunter sehr hohe Preis. Gartenmöbel aus Aluminium sind deutlich günstiger zu haben, allerdings sind sie weniger stabil. Zudem ist die Auswahl an möglichen Design recht überschaubar. Ein weiterer Nachteil ergibt sich im Hinblick auf den Sitzkomfort. So neigen Gartenmöbel aus Metall dazu, sich bei Sonneneinstrahlung stark aufzuheizen, während sie bei kühlen Temperaturen unangenehm kalt sind.

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