10 Werkzeuge, die zur Grundausstattung in jedem Haushalt gehören
Natürlich ist nicht jeder der geborene Heimwerker und selbstverständlich hat nicht jeder Spaß daran, zu bohren, zu sägen, zu hämmern und zu schrauben. Aber in jedem Haushalt fallen hin und wieder kleinere Reparaturen und handwerkliche Arbeiten an. Mal ist es ein Bild, das aufgehängt werden soll, mal hat sich eine Schraube an einem Möbelstück gelockert und mal muss eine Glühbirne ausgetauscht werden.

Solche und ähnliche Arbeiten kann jeder selbst erledigen, auch wenn er kein begnadeter Handwerker ist und ansonsten mit dem Heimwerken nicht viel am Hut hat – vorausgesetzt, er hat das notwendige Werkzeug im Haus.
Es muss ja nicht immer gleich eine umfangreich ausgestattete Werkstatt sein, aber eine kleine Auswahl an Werkzeugen sollte sich jeder zulegen.
Die folgende Liste nennt die 10 Werkzeuge, die zur Grundausstattung in jedem Haushalt gehören:
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Inhalt
- 1 Hammer
- 2 Schraubendreher
- 3 Zange
- 4 Säge
- 5 Teppichmesser
- 6 Zollstock
- 7 Wasserwaage
- 8 Inbusschlüssel
- 9 Schraubenschlüssel
- 10 Taschenlampe
- 11 Sinnvolle Ergänzungen für die Werkzeug-Grundausstattung
- 11.1 Kleinteile & Verbrauchsmaterialien: Das unsichtbare Rückgrat
- 11.2 Bits, Stecknüsse & Ratsche: Kleine Teile, große Wirkung
- 11.3 Bohren im Haushalt – kurz & klar
- 11.4 Elektrik-Basics: Erst prüfen, dann handeln
- 11.5 Sicherheit & Ergonomie: Kleine Schutzpakete, große Wirkung
- 11.6 Reichweite & Licht: Hände frei ist halbe Arbeit
- 11.7 Markieren & Anzeichnen: Treffsicher arbeiten
- 11.8 Pflege, Ordnung & Qualität: So bleibt das Set einsatzbereit
- 11.9 Kompaktes Starter-Set (Checkliste zum Abhaken)
- 12 Noch ein Tipp zum Schluss
Hammer
Das Schlagwerkzeug sollte nicht zu klein und zu leicht, aber auch nicht zu schwer und zu unhandlich sein. Für die Grundausstattung ist ein Schlosserhammer mit einem etwa 300 Gramm schweren Kopf ideal.
Ein solcher Hammer liegt gut in der Hand und ist ein echter Allrounder. Eine ideale Ergänzung zum Hammer ist eine schlichte Wäscheklammer.
Die Wäscheklammer ist nämlich ein optimales Greifwerkzeug, das einen Nagel sicher und gleichzeitig mit einem angenehmen Abstand festhält. Selbst wenn ein Hammerschlag einmal danebengehen sollte, bleibt der Daumen so verschont.
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Schraubendreher
Mit Kreuz- und Flachschlitzschraubendrehern in je zwei, drei verschiedenen Größen dürfte für ziemlich alle Fälle ein passendes Werkzeug vorhanden sein. Bei den Schraubendrehern ist die Qualität aber ein wichtiger Faktor.
So sollten sie am besten aus einem gehärteten Chrom-Vanadium-Stahl bestehen und mit einem rutschfesten Griff ausgestattet sein, der gut in der Hand liegt.
Als Alternative zu Schraubendrehern kommt ein Akku-Schrauber in Frage. Ein Akku-Schrauber ist ein Mehrzweckgerät, das sowohl schrauben als auch bohren kann.
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Zange
Zangen gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen und für unterschiedliche Einsatzzwecke. Für die Grundausstattung ist eine Kombizange ideal, denn als Mehrzweckwerkzeug ist sie vielseitig nutzbar.
Eine Rohrzange und eine Kneifzange können sinnvolle Erweiterungen für den heimischen Werkzeugkasten sein.
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Säge
Ähnlich wie bei den Zangen steht auch bei den Sägen eine riesige Auswahl zur Verfügung. Für die Grundausstattung bietet sich eine Bügel- oder Puksäge an.
Die kleine Handsäge hat ein auswechselbares Blatt und reicht völlig aus, wenn nur gelegentlich einmal etwas gekappt werden muss. Fallen größere Sägearbeiten an, ist der Fuchsschwanz das Werkzeug der Wahl.
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Teppichmesser
Ein Teppichmesser oder Cutter ist ein kleines Multitalent. Mit dem Schneidewerkzeug lassen sich nämlich die verschiedensten Materialien sauber und ordentlich schneiden.
Auch beim Teppichmesser gilt aber, dass im Zweifel lieber ein paar Euro mehr in eine ordentliche Qualität investiert werden sollten.

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Zollstock
Ein Messwerkzeug ist immer dann unverzichtbar, wenn exakte Maße benötigt werden. Ob es ein Zollstock, also ein klassischer Gliedermaßstab aus Holz, oder ein flexibles Maßband wird, bleibt aber dem eigenen Geschmack überlassen.
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Wasserwaage
Der eine oder andere mag vielleicht einen so präzisen Blick und ein so gutes Augenmaß haben, dass er etwas auch ohne weitere Hilfsmittel gerade ausrichten kann.
Für alle anderen gehört die Wasserwaage unbedingt zur Werkzeuggrundausstattung.
Für den Gelegenheitsheimwerker ist eine solide 1-Meter-Wasserwaage ideal. Längere Wasserwaagen sind eher was für Profis, kürzere Wasserwaagen lassen sich nicht so vielseitig einsetzen.
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Inbusschlüssel
Vor allem bei Möbeln und anderen Einrichtungsgegenständen hilft ein Kreuz- oder Flachschlitzschraubendreher oft nicht weiter. Stattdessen muss hier ein Inbusschlüssel ran. Ratsam ist deshalb, zwei, drei Inbusschlüssel in verschiedenen Größen im Haus zu haben.
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Schraubenschlüssel
Schraubenschlüssel werden zwar nicht ständig benötigt. Wenn aber eine Schraube oder Mutter angezogen werden soll und ausgerechnet der passende Schlüssel fehlt, ist das ganz schön ärgerlich.
Um auf der sicheren Seite zu sein, ist es deshalb ratsam, ein Set mit Ring- und Maulschlüsseln in den gängigsten Größen in die Grundausstattung aufzunehmen.
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Taschenlampe
Eine Taschenlampe ist zwar auf den ersten Blick kein klassisches Werkzeug. Aber bei vielen Arbeiten erweist sie sich als sehr guter und wichtiger Helfer.
Wenn sich beispielsweise abends eine Glühbirne verabschiedet und ausgetauscht werden muss oder eine kleine Reparatur in einer schlecht beleuchteten Ecke ansteht, dürfte es ohne Taschenlampe schwierig werden.

Sinnvolle Ergänzungen für die Werkzeug-Grundausstattung
Kleinteile & Verbrauchsmaterialien: Das unsichtbare Rückgrat
Was nützt der beste Schraubendreher ohne passende Schraube oder der perfekte Bohrer ohne Dübel?
Ein kompaktes Kleinteile-Set spart Wege und Nerven:
- Dübel-Set: Nylon-Spreizdübel für Mauerwerk und Hohlraumdübel für Gipskarton.
- Schrauben & Nägel: Gängige Längen (z. B. 3,0–5,0 mm Ø) plus Unterlegscheiben.
- Aufhänger: Bilderhaken, Draht, kleine Haken.
- Universalsachen: Kabelbinder, Gewebeband (Panzertape), Isolierband.
- Klebstoffe & Mittel: Sekundenkleber, Holzleim, Montagekleber, Universalöl/WD-40.
So bist du bei 90 % der Mini-Reparaturen sofort handlungsfähig.
Bits, Stecknüsse & Ratsche: Kleine Teile, große Wirkung
Moderne Möbel (und viele Haushaltsgeräte) setzen auf Torx und Pozidriv (PZ) neben Phillips (PH) und Inbus. Ein Bitsatz mit PH/PZ/Torx/Schlitz/Hex deckt das ab.
Ergänze ihn um eine ¼-Zoll-Ratsche mit Stecknüssen (6–13 mm): Ideal, wenn Muttern oder Sechskantschrauben im Spiel sind. Achte bei Bits auf S2-Stahl und bei der Ratsche auf einen feinen Zahnkranz – das greift auch in engen Winkeln sauber.
Bohren im Haushalt – kurz & klar
Wenn wirklich gebohrt wird, brauchst du:
- Akku-Bohrschrauber für Holz/Metall und leichte Arbeiten – mobil, vielseitig.
- Schlagbohrmaschine für Mauerwerk/Beton – wenn’s härter wird.
- Bohrer-Set passend zum Material: Holz, Metall (HSS), Stein.
Merke: Bohrer Ø = Dübel Ø. Erst Loch bohren, Bohrstaub ausblasen/absaugen, Dübel bündig setzen, dann schrauben. Klingt banal – macht den Unterschied zwischen “hält” und “hält nicht”.
Elektrik-Basics: Erst prüfen, dann handeln
Eine Glühbirne wechseln ist trivial.
Aber bei Steckdosen, Lampenklemmen oder Schaltern gilt: Stromkreis ausschalten, gegen Wiedereinschalten sichern, prüfen.
- Nutze einen zweipoligen Spannungsprüfer (zuverlässiger als einpolige “Phasenprüfer”).
- Grenze ziehen: Arbeiten am 230-V-Netz jenseits einfacher Anschlussarbeiten gehören in fachkundige Hände. Sicherheit geht vor.
Sicherheit & Ergonomie: Kleine Schutzpakete, große Wirkung
Schutzbrille beim Sägen/Schleifen/Meißeln, Arbeitshandschuhe bei Blech/Kanten, Gehörschutz bei langem Sägen/Schlagbohren, Staubmaske bei Bohrstaub.
Du arbeitest entspannter – und bleibst verletzungsfrei.

Reichweite & Licht: Hände frei ist halbe Arbeit
Zur Taschenlampe gesellen sich zwei praktische Helfer:
- Trittleiter/Klapptritt für Decke/Oberschränke – sicherer als Stuhl-Akrobatik.
- Stirnlampe für enge, dunkle Ecken – beide Hände frei, besseres Ergebnis.
Markieren & Anzeichnen: Treffsicher arbeiten
Ein Bleistift, Malerkrepp als ablösbare Markierlinie und ein Vorstecher/Körner für exakte Startpunkte verhindern verrutschende Bohrer und schiefe Linien. Einfach – aber effektiv.
Pflege, Ordnung & Qualität: So bleibt das Set einsatzbereit
- Cutter-Klingen regelmäßig tauschen statt drücken.
- Zangen/Scheren gelegentlich mit einem Tropfen Öl gängig halten, Metallteile trocken lagern (Rostschutz).
- Werkzeugkoffer/-tasche + Sortierboxen für Kleinteile – alles hat seinen Platz.
- Qualität erkennen: Saubere Griffhaptik, Chrom-Vanadium bei Handwerkzeugen, VDE-Prüfzeichen bei elektrischen Prüfwerkzeugen, Ersatzteil-/Akkuservice bei Geräten.
Kompaktes Starter-Set (Checkliste zum Abhaken)
- 🔲 Bitsatz (PH/PZ/Torx/Schlitz/Hex)
- 🔲 ¼″-Ratsche + Stecknüsse (6–13 mm)
- 🔲 Bohrer-Set Holz/Metall/Stein
- 🔲 Dübel-/Schrauben-/Nägel-Mix + Bilderhaken
- 🔲 Kabelbinder, Gewebeband, Isolierband
- 🔲 Sekundenkleber, Holzleim, Montagekleber, WD-40/Universalöl
- 🔲 Zweipoliger Spannungsprüfer
- 🔲 Schutzbrille, Handschuhe, Gehörschutz, Staubmaske
- 🔲 Trittleiter/Klapptritt und Stirnlampe
- 🔲 Werkzeugkoffer/-tasche + Sortierboxen
Noch ein Tipp zum Schluss
In Baumärkten, Kaufhäusern und Supermärkten sind oft ganze Sets erhältlich, in denen viele verschiedene Werkzeuge vorhanden sind. Solche Pakete enthalten aber häufig Werkzeuge, die ein Gelegenheitsheimwerker nie benötigen wird oder die der Hersteller dem Set nur beigefügt hat, um auf eine gewisse Stückzahl an enthaltenen Teilen zu kommen.
Bei kostengünstigen Werkzeugsets ist außerdem die Qualität oft wenig berauschend. Besser ist deshalb, sich nur eine kleine Auswahl solchen Werkzeugen zuzulegen, die auch tatsächlich notwendig sind und genutzt werden.
Gleichzeitig sollten diese paar Werkzeuge eine gute Qualität aufweisen. Hochwertige Werkzeuge sind besser verarbeitet, stabiler und damit im Gebrauch auch sicherer. Zudem halten Werkzeuge von guter Qualität mehr aus und sind langlebiger.
Am Ende hat der Heimwerker also nichts gespart, wenn er billiges Werkzeug kauft, das er schon nach wenigen Einsätzen wieder entsorgen muss.
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