Anleitung für ein Wandregal mit verschiebbaren Böden

Anleitung für ein Wandregal mit verschiebbaren Böden

Ein Wandregal schafft praktischen Stauraum. Baut der Heimwerker sein Regal selbst, kann er nicht nur die Größe an seinen Bedarf und den vorhandenen Platz anpassen. Stattdessen hängt an seiner Wand auch ein echtes Unikat. So macht es gleich doppelt Spaß, Ordnung zu halten. Wir stellen in dieser Anleitung ein Wandregal vor, bei dem die Böden verschieden angeordnet und verschoben werden können.

Anleitung für ein Wandregal mit verschiebbaren Böden

Dadurch lässt sich die Optik jederzeit komplett verändern. Dabei ist das Wandregal so simpel konstruiert, dass das Nachbauen zum Kinderspiel wird.

Also, los geht’s!

Die Materialien für das Wandregal

Das Wandregal kann im Prinzip in jeder beliebigen Größe gebaut werden. Außerdem kann der Heimwerker mehrere Regale anfertigen und nebeneinander aufhängen, um das System auf diese Weise zu erweitern. Wichtig ist nur, die Bretter für die Regalböden eher schmal zu wählen, damit sie nicht herausrutschen und vorne überkippen.

Für das Wandregal werden folgende Materialien benötigt:

  • Multiplexplatte als Rückwand, 2 cm stark

  • Holzlatten für die Schienen, 3,7 x 1,7 cm stark

  • gehobelte Holzbretter als Regalböden, 2,7 cm stark und 10 cm breit

  • Schrauben zur Befestigung der Latten, 4 x 35 mm

  • Schrauben und Dübel für die Montage an der Wand

  • Holzlack nach Wunsch

An Werkzeugen kommen dann noch Säge, Akkuschrauber, Schleifpapier, Metermaß, Bleistift, Wasserwaage und Schraubzwingen dazu.

Die Anleitung für ein Wandregal mit verschiebbaren Böden

Das Wandregal basiert auf einer einfachen Idee: An die Rückwand werden Latten als Schienen geschraubt. In die Schienen werden dann unterschiedlich breite Regalböden geschoben. Und weil die Böden nur eingeschoben sind, können sie jederzeit bewegt werden.

Wandregal

Doch der Reihe nach!

  1. Schritt: die Hölzer zuschneiden

Zunächst muss der Heimwerker festlegen, wie groß sein Wandregal werden soll.

Im Baumarkt sind Multiplexplatten in unterschiedlichen Formaten erhältlich. Ist dort schon die richtige Größe darunter, muss der Heimwerker die Rückwand für sein Wandregal nicht weiter zusägen. Ansonsten kann der die Platte im Baumarkt auf sein Wunschmaß zuschneiden lassen oder den Zuschnitt zu Hause selbst übernehmen.

Auf die Rückwand werden später Latten geschraubt, die als Schienen für die Regalböden dienen. Dabei verläuft jeder Regalboden zwischen zwei Latten. Möchte der Heimwerker die Regalböden bei seinem Regal zum Beispiel in vier Ebenen anordnen, braucht er also acht Latten.

Die Latten muss er auf die Breite der Rückwand zuschneiden. Ist die Multiplexplatte beispielsweise 100 x 80 cm groß, müssen die Latten demnach 80 cm lang sein.

Danach sind die Regalbretter an der Reihe. Hier kann der Heimwerker selbst festlegen, wie breit die einzelnen Böden sein sollen. So kann er zum Beispiel einen Boden über die gesamte Breite gehen lassen und die anderen Böden so schmal wählen, dass zwei oder drei davon in eine Ebene passen.

Später kann der Heimwerker die Böden dann so hinschieben, wie er sie braucht. So bekommt das Wandregal seine individuelle Note.

Sind alle Hölzer zugesägt, sollte der Heimwerker die Schnittkanten sorgfältig mit Schleifpapier abschmirgeln.

  1. Schritt: die Hölzer lackieren

Je nach gewünschter Optik kann nun Farbe ins Spiel kommen. Gut sieht es aus, wenn der Heimwerker die Rückwand und die Leisten lackiert und bei den Regalbrettern die Holzoptik beibehält.

Dadurch ergibt sich ein schöner Kontrast. Genauso kann der Heimwerker aber auch die Regalbretter lackieren und dafür die Rückwand und die Latten natürlich belassen.

Doch selbstverständlich ist ebenso möglich, alle Hölzer farbig zu gestalten. Möchte der Heimwerker andersherum die Holzoptik erhalten, kann er mit einem transparenten Holzlack arbeiten. Dadurch sind die Hölzer versiegelt und das Wandregal kann bei Bedarf auch mal feucht abgewischt werden.

  1. Schritt: die Latten vorbohren

Ist die Lackierung trocken, werden die Latten vorbereitet. Es ist wichtig, die Löcher für die Verschraubungen vorzubohren. Würden die Latten direkt an die Rückwand geschraubt, könnte das Holz reißen.

Für die Position der Bohrlöcher nimmt der Heimwerker eine Latte und markiert sich darauf fünf Punkte. Die beiden äußeren Punkte setzt er mit jeweils 10 cm Abstand zu den Seitenkanten, den mittleren Punkt genau in der Mitte der Latte.

Nun kann er beidseitig den Abstand zwischen dem äußeren Punkt und dem Mittelpunkt ausmessen und mittig dazwischen eine weitere Markierung anzeichnen. Mit dem Holzbohrer kann der Heimwerker dann die fünf Löcher in die Latte bohren.

Anschließend kann der Heimwerker die bereits gebohrte Latte als Schablone für die übrigen Schienen verwenden. Dadurch muss er die Löcher nicht jedes Mal neu ausmessen.

  1. Schritt: die Holzlatten an die Rückwand schrauben

Nachdem alle Latten vorgebohrt sind, können sie mit der Rückwand des Wandregals verschraubt werden. Ob der Heimwerker die Schienen gleichmäßig anordnet oder die Abstände zwischen den Regalböden unterschiedlich wählt, bleibt seinem Geschmack überlassen.

Wichtig ist nur, jeweils zwei Latten so übereinander zu montieren, dass später ein Regalbrett gerade so dazwischen geschoben werden kann.

Ratsam ist, am unteren Rand der Rückwand zu beginnen. Hier schraubt der Heimwerker die erste Latte fest. Anschließend legt er ein Regalbrett auf die angeschraubte Latte, setzt die zweite Latte oben drauf und fixiert das Ganze mit Schraubzwingen. Dadurch hat er automatisch den richtigen Abstand und kann die zweite Latte festschrauben.

Nach diesem Prinzip befestigt der Heimwerker alle Latten auf der Rückwand. Die Abstände zwischen den Schienenpaaren kann er dabei ausmessen oder nach Augenmaß wählen.

  1. Schritt: das Wandregal aufhängen

Damit das Regal zu einem Wandregal wird, muss es an die Wand. Für die Aufhängung bohrt der Heimwerker zuerst die Löcher in der Rückwand vor. Dazu markiert er sich jeweils auf halber Höhe zwischen den Schienen zwei Punkte mit 15 cm Anstand zu den Seitenkanten und einen Punkt in der Mitte.

Für die Montage selbst sollte sich der Heimwerker einen Helfer holen. Dann kann der Helfer das Regal an die Wand halten, während es der Heimwerker mit der Wasserwaage gerade ausrichtet und anschließend die Bohrlöcher auf die Wand überträgt.

Sind die Löcher in die Wand gebohrt, werden sie mit Dübeln bestückt. Danach kann der Helfer das Regal wieder halten, während der Heimwerker die Schrauben eindreht.

  1. Schritt: die Böden einsetzen

Jetzt fehlen nur noch die Regalböden. Dafür nimmt der Heimwerker die zugeschnittenen Bretter und schiebt sie so zwischen die Latten, wie es ihm am besten gefällt. Weil die Böden nur eingeschoben sind, kann sie der Heimwerker jederzeit an eine andere Stelle rücken oder austauschen.

Sind vom Zuschnitt kleinere Reste übrig, kann der Heimwerker sie ebenfalls ins Regal integrieren. Vielleicht reicht die Fläche ja aus, um dort eine Pflanze, einen Becher mit Stiften oder ähnliche Dinge abzustellen.

Nun muss das Wandregal nur noch ein geräumt und dekoriert werden. Dann ist es fertig!

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Markus Scheuer, 47 Jahre, Tischlermeister, Mario Schwab, 36 Jahre, Holzmechaniker und Timor Arksol, 43 Jahre, Inhaber Holzhandel, sowie Christian Gülcan, Betreiber und Redakteur dieser Seite, schreiben hier Wissenswertes zum Rohstoff Holz, sowie Anleitungen, Tipps und Ratgeber für die Holzbearbeitung.

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