Bauanleitung für einen Beistelltisch

Bauanleitung für einen Beistelltisch

Wenn mit Holz gearbeitet wird, fallen regelmäßig Reststücke und Abschnitte an. Oft sind diese Reste zu schade, um sie einfach zu wegzuschmeißen oder zu verbrennen. Für ein ganzes Heimwerkerprojekt reichen sie aber auch nicht mehr aus.

Auf der anderen Seite ist ein Beistelltisch immer zu gebrauchen. Schließlich kann er im Wohnzimmer aufgestellt werden, als Nachttisch zum Einsatz kommen, dem Flur eine pfiffige Note verleihen oder kurzerhand zum Hocker umfunktioniert werden, wenn eine zusätzliche Sitzgelegenheit benötigt wird. Warum nicht also das Praktische mit dem Nützlichen verbinden und aus den Holzresten einen Beistelltisch bauen?

Eine Idee dafür stellt die folgende Bauanleitung vor!:

 

Die Materialien für den Beistelltisch

  • 4 Kanthölzer als Tischbeine, 5 x 5 cm stark
  • diverse Holzabschnitte und Holzklötze
  • kleine Holzstücke oder Holzkeile für die Zwischenräume
  • Holzleim
  • Schleifmaschine
  • große Schraubzwingen
  • Holzöl und Pinsel
  • Hammer, Stichnägel und Säge nach Wunsch und Bedarf

 

Die Bauanleitung für einen Beistelltisch

  1. Schritt: die Materialien zusammenstellen

Für den Beistelltisch werden vier 5 cm starke Kanthölzer gebraucht, die die Beine ergeben. Diese vier Hölzer müssen gleichlang sein, damit der Tisch später nicht wackelt. Ansonsten wird der Beistelltisch aus Rest- und Abfallstücken angefertigt. Diese können alle aus einer Holzart bestehen. Werden verschiedene Holzarten verarbeitet, erhält der Tisch aber unterschiedliche Farbnuancen und wirkt durch die verschiedenen Maserungen insgesamt lebendiger.

Auch was das Format der Hölzer angeht, gibt es keine festen Vorgaben. So kann der Beistelltisch beispielsweise komplett aus 5 cm starken Kanthölzer gebaut werden, die alle die gleiche Länge haben.

Genauso ist aber möglich, Abschnitte von Brettern, Dielen, Latten und Kanthölzern in unterschiedlichen Längen zu verarbeiten. Wie viele Holzstücke benötigt werden, hängt davon ab, welches Format der Beistelltisch haben soll. Etwa 25 bis 30 Holzstücke sollten es für einen kleinen Bestelltisch aber mindestens sein.

 

  1. Schritt: die Hölzer anordnen

Damit die Hölzer später zügig zusammengesetzt werden können und der Beistelltisch ein gleichmäßiges Format bekommt, werden die Hölzer nun zuerst lose angeordnet. Dafür werden die vier gleichlangen, 5 cm starken Kantholzstücke im Viereck aufgestellt. Die Kantholzstücke ergeben später sowohl die Beine als auch die Außenecken des Tisches. Ob die Hölzer dabei als Rechteck oder als Quadrat positioniert werden, bleibt natürlich dem eigenen Geschmack überlassen.

Zwischen den vier Kanthölzern werden dann die übrigen Holzstücke angeordnet. Wird der Tisch aus Hölzern in verschiedenen Stärken gebaut, muss dabei ein wenig herumprobiert werden, wie sich die Fläche am besten ausfüllen lässt. Auch was die Optik bei unterschiedlich langen Hölzern angeht, kann munter herumexperimentiert werden. Eine gleichmäßige Anordnung kann genauso reizvoll aussehen wie ein wildes Durcheinander.

 

[Grafik Beistelltisch]

Beistelltisch

 

  1. Schritt: die Hölzer miteinander verbinden

Steht die Anordnung, werden die Hölzer miteinander verbunden. Begonnen wird dabei mit einem Tischbein und dem ersten Holzstück, das an dem Tischbein anliegt. Für die Verbindung werden beide Hölzer auf den Auflageflächen mit Holzleim bestrichen und anschließend zusammengesetzt.

Wichtig dabei ist, darauf zu achten, dass die Hölzer an der späteren Oberseite bündig miteinander abschließen. Sollte beim Zusammensetzen der Hölzer überschüssiger Holzleim herausquellen, sollte dieser sofort abgewischt werden. Andernfalls entstehen unschöne Flecken. Nach und nach werden dann alle Holzstücke zusammengeleimt.

Grundsätzlich reicht die Verbindung mit Holzleim aus. Wenn der Heimwerker ganz sichergehen möchte, kann er die Hölzer zwischendurch aber noch zusätzlich mit Stichnägeln fixieren. Die Hölzer zu verschrauben, ist ebenfalls möglich. In diesem Fall sollten die Löcher aber vorgebohrt werden, damit die Hölzer nicht reißen. Außerdem sollten die Schrauben komplett im Holz versenkt werden.

Sind alle Hölzer zusammengeleimt, muss der Holzleim trocknen. Dabei sollte das Gebilde mit großen Schraubzwingen fixiert werden. Wer keine so großen Schraubzwingen hat, kann sich auch mit Spanngurten behelfen. Beim Trocknen sollte der Beistelltisch außerdem auf der späteren Tischfläche, also mit den Beinen nach oben, stehen.

 

  1. Schritt: Lücken auffüllen

Ist der Holzleim gut durchgetrocknet, kann der Tisch aufgestellt werden. Wurde mit Hölzern in unterschiedlichen Stärken gearbeitet, werden nun auf der Oberseite wahrscheinlich kleine Lücken zu sehen sein. Diese Lücken werden jetzt aufgefüllt.

Dafür wird ein kleines Holzstück oder ein Holzkeil in eine offene Stelle gesteckt und behutsam mit dem Hammer eingeschlagen. Sollte dann noch ein Stückchen herausstehen, wird dieses bündig abgesägt. Nach und nach werden so alle Lücken gefüllt, bis eine geschlossene Tischplatte vorhanden ist.

 

  1. Schritt: den Beistelltisch schleifen und ölen

Nun muss der Beistelltisch abgeschliffen werden. Dabei bietet es sich an, nicht nur die Flächen glatt zu schleifen, sondern auch die Kanten abzurunden. Zum einen sieht das schöner aus und zum anderen kann sich so niemand an den eckigen Kanten verletzen.

Nach dem Schleifen wird der Schleifstaub gründlich entfernt. Anschließend sollte auf den Beistelltisch Holzöl aufgetragen werden. Durch das Öl kommen die Holzfasern und die Maserungen besser zur Geltung und das Holz ist gleichzeitig versiegelt. Nach dem Ölen muss der Beistelltisch noch einmal durchtrocknen. Dann ist das Schmuckstück fertig!

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