Duftende Kaminanzünder selber machen – so geht’s

Duftende Kaminanzünder selber machen – so geht’s

Knisterndes Holz, das sanft flackernde Licht des Feuers und die wunderbare Wärme aus dem Kaminofen sind für viele der Inbegriff von romantischer Winter-Wohlfühlatmosphäre. Doch bis es soweit ist, muss der Kaminofen zunächst einmal angezündet werden. Natürlich ist möglich, beim Anschüren ganz klassisch mit etwas Papier und Anmachhölzern zu arbeiten.

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Duftende Kaminanzünder selber machen - so geht's

Brennt das Feuer, kommt dann das eigentliche Kaminholz dazu. Schneller geht das Anschüren aber mit Kaminanzündern. Sie sorgen dafür, dass gleich größeres Brennholz in den Ofen wandern kann.

Allerdings enthalten gekaufte Kaminanzünder mitunter Inhaltsstoffe, die bedenklich sind und der Idee einer natürlichen, umweltfreundlichen Wärmequelle ein Stück weit entgegenstehen. Irgendwelche (Natur-)Materialien in größeren Mengen als Brandbeschleuniger in den Ofen zu geben, ist viel zu gefährlich.

Doch es gibt eine tolle Lösung, die sicher und effektiv zugleich ist: selbstgemachte Kaminanzünder. Wie sie hergestellt werden können, zeigen wir in dieser Anleitung. Tannenzapfen, Zimtstangen und Sternanis sorgen dabei dafür, dass das Feuer nicht nur schnell entfacht wird, sondern gleichzeitig ein herrlicher Duft entsteht.

Eine hübsche Optik haben die Kaminanzünder obendrein. Damit eignen sie sich auch prima als Mitbringsel, originelles Geschenk für Ofenbesitzer und als Deko neben dem aufgestapelten Kaminholz. Damit steht einem gemütlichen Winterabend vor dem Kamin nichts mehr im Wege!

Duftende Kaminanzünder selber machen – die Materialien

  • Muffin-Förmchen aus Papier

  • Kerzenreste

  • kleine Tannenzapfen

  • Zimtstangen

  • Sternanis

  • Kerzendocht oder Schnur

Außerdem werden ein Gefäß und ein Topf mit Wasser zum Schmelzen der Kerzenreste sowie ein Messer und eine Schere benötigt.

Duftende Kaminanzünder selber machen – so geht’s

Für die Kaminanzünder sollten möglichst Förmchen aus unbehandeltem Papier verwendet werden. Die ganz schlichten, weißen Muffin-Förmchen sind deshalb am besten geeignet.

Die Tannenzapfen können bei einem Spaziergang durch den Wald oder Park gesammelt werden. Auch sie sollten nicht behandelt sein. Zapfen aus dem Bastelbedarf, die mit Farbe oder Kunstschnee besprüht sind, eignen sich für die Kaminanzünder nicht. Sind alle Materialien vorhanden, kann es losgehen!:

  1. Schritt: die Kerzenreste schmelzen

Zunächst wird ein Topf mit wenig Wasser aufgestellt. Anschließend die Kerzenreste mit dem Messer etwas zerkleinern und in ein Gefäß geben.

Die Art und die Farben der Kerzenreste spielen keine Rolle. Das geschmolzene Wachs dient nur als eine Art Klebstoff, das die Materialien und den Docht fixiert. Besonders schön ist, wenn Kerzenreste aus reinem Bienenwachs verarbeitet werden.

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Dadurch entsteht noch einmal ein zusätzlicher, angenehmer Duft. Doch alle anderen Kerzenreste eignen sich genauso gut.

Das Gefäß mit den Kerzenresten wird nun in den Topf gegeben und das Wachs auf dem Herd langsam geschmolzen. Dabei darauf achten, dass kein Wasser ins Wachs gelangt.

  1. Schritt: die Muffin-Förmchen vorbereiten

Während das Wachs schmilzt, können schon die Förmchen vorbereitet werden. Dazu jeweils zwei Papierformen ineinander stecken und auf dem Tisch hinstellen. Zwei Papierförmchen deshalb, weil die Kaminanzünder dadurch stabiler werden und später etwas länger brennen.

Außerdem werden die Zimtstangen jeweils halbiert. Die Zapfen sowie der Sternanis werden ebenfalls bereitgelegt. Mit der Schere werden dann noch Stücke vom Docht zurechtgeschnitten. Wer keinen Kerzendocht hat, kann auch ganz normale Schnur aus Baumwolle oder einer anderen Naturfaser verwenden.

  1. Schritt: die Kaminanzünder zusammensetzen

Jetzt wird zuerst jede Form mit einem Zapfen bestückt. Anschließend wird etwas Wachs in jede Form gegossen. Eine etwa einen Zentimeter dicke Schicht reicht dabei aus. Das Wachs hat nur die Funktion, die Materialien zu fixieren. Deshalb genügt eine dünne Wachsschicht. Und Vorsicht: Das Gefäß mit dem geschmolzenen Wachs kann sehr warm sein!

Als nächstes kommen in jedes Förmchen eine halbe Zimtstange und ein oder zwei Stücke Sternanis. Zum Schluss wird noch der Docht in die Mitte gesetzt. Sobald das Wachs wieder fest geworden ist, sind die selbst gemachten Duft-Kaminanzünder auch schon fertig.

Tipp:

Wer möchte, kann natürlich auch andere, trockene Materialien verwenden. Ein paar Tannennadeln, Zitronen- oder Orangenschalen oder eine halbe Walnussschale sind zum Beispiel möglich. Wer die Kaminanzünder verschenkt, kann auch kleine Sterne oder andere Formen aus normalen, dünnem Papier ausschneiden, mit einem Gruß versehen und in die Formen geben.

Wichtig ist nur, dass die verwendeten Materialien trocken sind und der Kaminanzünder von der Dimension her zum Kaminofen passt. Schließlich soll der Anzünder beim Anschnüren des Kamins helfen, aber keinen unschönen Qualm oder gar Kaminbrand verursachen.

Beim Anschüren des Kamins wird ein Kaminanzünder zum Holz gegeben und über den Docht angezündet. Die Materialien verbrennen und verströmen einen tollen, winterlichen Duft, während das Holz anfängt, zu knistern und seine wohlige Wärme zu verteilen.

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Markus Scheuer, 47 Jahre, Tischlermeister, Mario Schwab, 36 Jahre, Holzmechaniker und Timor Arksol, 43 Jahre, Inhaber Holzhandel, sowie Christian Gülcan, Betreiber und Redakteur dieser Seite, schreiben hier Wissenswertes zum Rohstoff Holz, sowie Anleitungen, Tipps und Ratgeber für die Holzbearbeitung.

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