Bauen von Holzterassen

Wichtige Punkte und Infos vor dem Bauen von Holzterrassen 

Holz findet nicht nur im Innenbereich Verwendung, sondern schafft in Form einer Terrasse auch im Außenbereich eine optisch schöne und gemütliche Atmosphäre. 

Eine Holzterrasse kann dabei durchaus auch von einem Hobby-Handwerker gebaut werden, allerdings gibt es im Vorfeld einige Punkte, die beachtet werden sollten.

Hier dazu eine Anleitung und Übersicht:

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Fundamente aus Beton können entweder selbst hergestellt oder in Form von Fertigelementen verbaut werden. Für den Hobby-Heimwerker sind die Fertigelemente vermutlich die bessere Lösung, denn die passgenaue Montage der Pfostenfüße als Auflage für die Balken ist auf diese Weise deutlich einfacher und der zeitliche Aufwand sowie der Bedarf an zusätzlichen Materialien und Werkzeugen ist deutlich reduziert. 

Sofern keine aufgeständerte Konstruktion gewählt wird, die zwar anspruchsvoller, jedoch optisch schöner und hinsichtlich des baulichen Holzschutzes vorteilhafter ist, können die Fundamente auch aus einzelnen Gehwegplatten bestehen, die im Sandbett verlegt werden. 

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Als Auflage für die Tragbalken kommen Pfostenfüße zum Einsatz. Diese sollten aus robustem, feuerverzinkten Stahl bestehen und über Bohrlöcher in der Auflageplatte sowie eine kleine Platte am Fuß zur Verteilung der Lasten auf dem Beton verfügen.

Als Richtgröße gilt, dass die Auflageplatte etwa 10 bis 20 Millimeter kleiner sein sollte als die Breite des Tragbalkens. 

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Um Verformungen oder Risse zu vermeiden, werden die Hölzer trocken eingebaut, als Richtlinie gilt hier eine Holzfeuchte von 15 mit einer Toleranz von 3 Prozent. Grundsätzlich bietet sich als Trageholz ein Holz an, dass sich durch eine hohe natürliche Dauerhaftigkeit auszeichnet, beispielsweise Lärche oder Eiche. Ist ein solches Holz nicht verfügbar, bieten sich druckimprägnierte Hölzer mit entsprechendem Gütezeichen an.

Müssen die Tragbalken verhältnismäßig große Flächen stützen, kann sich Brettschichtholz aufgrund der höheren Festigkeit als vorteilhaft erweisen, allerdings ist hier auf eine witterungsbeständige Verklebung zu achten und ein vorbeugender, sorgfältiger Anstrich mit geprüften Holzschutzmitteln notwendig.

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Um das Holz zu schützen, kommen Abdeckungen zum Einsatz, entweder aus Blech oder aus Folie. Eine Blechabdeckung wird aus Titan-Zinkblech oder aus Kupferblech gefertigt, wobei das Blechprofil 15 bis 20 Millimeter breiter als der Balken abgekantet wird. 

Um eine Kondensatbildung unter der Bleckabdeckung zu verhindern, wird das Blech nicht direkt auf dem Holz befestigt, sondern ein etwa 6 bis 8 Millimeter starker Trennstreifen eingelegt, der so breit sein sollte wie der Balken. Gestalterisch etwas weniger schön, aber dafür günstiger und genauso effektiv ist eine Abdeckung aus UV-beständigen Kunststofffolien. 

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Für Terrassen mit etwas größerem Abstand zum Boden eignet sich neben Eiche dauerhaftes Kernholz von einheimischen Nadelhölzern wie etwa Lärche oder Douglasie sehr gut.

Werden Kiefernhölzer mit größeren Splintanteilen verwendet, sollte das Holz druckimprägniert und mit einem Bläueschutz versehen sein. Grundsätzlich ist daneben auch Thermoholz möglich, allerdings ist es für tragende Zwecke nicht zugelassen und muss strikt anhand der Herstellerhinweise verarbeitet und montiert werden.

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Die gehobelten, glattkantigen Bretter für den Belag müssen mindestens 25 Millimeter dick sein, die übliche Breite bewegt sich zwischen 90 und 120 Millimetern. Deutlich breitere Bretter eignen sich nur bedingt, da sich durch die Änderungen der Feuchtigkeit im Freien zu starke Formänderungen in Form von beispielsweise Aufquellen oder Zusammenziehen ergeben können. Als Fugenbreite gilt ein Richtwert von 5 bis 10 Millimeter.

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Als Befestigungsmittel werden Schrauben, Sechskant-Holzschrauben sowie Nägel verwendet. Schnellbauschrauben können gut zusammen mit dem Akku-Schrauber verarbeitet werden und erzeugen stabile Verbindungen. 

Für die Befestigung der Tragbalken an den Pfostenfüßen werden Sechskant-Holzschrauben genutzt, wobei die Hölzer mit einem Spiralbohrer vorgebohrt werden sollten. Um Abstandshalter, eine Schalung und den Unterbau zu befestigen, können feuerverzinkte Stahlnägel eingesetzt werden.

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Thema: Anleitung und Übersicht zum Bauen von Holzterassen

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