Übersicht von heimischen Baumarten

Übersicht zu den heimischen Baumarten 

Insgesamt gibt es in den Wäldern in Deutschland 72 Baumarten, von denen jedoch nur 26 Laubbaumarten und sieben Nadelbaumarten wirtschaftlich genutzt werden.

Zu den wichtigsten Baumarten gehören dabei die Fichte, die Kiefer, die Buche und die Eiche, je nach Region spielen zudem beispielsweise die Lärche und die Douglasie oder in Süddeutschland vor allem die Weißtanne eine bedeutende Rolle.

Wie sich die Baumarten auf die einzelnen regionalen Wälder verteilen, hängt von mehreren Faktoren ab. Hierzu gehören einerseits die Güte des Bodens, das Klima und weitere naturbedingte Gegebenheiten, andererseits aber auch die Art der Forstwirtschaft. Eine grobe Einteilung der Baumarten sieht so aus, dass der Norden Deutschlands von Kiefern dominiert wird, sich an der Küste und in den Mittelgebirgen vor allem Laubbäume finden und der Süden Deutschlands von Fichten und Weißtannen geprägt ist.

Hier nun eine Übersicht der wichtigsten einheimischen Baumarten:

• Fichte       

Die Fichte ist die in Deutschland am häufigsten vorkommende Baumart und der wichtigste Holzlieferant für die Forstwirtschaft, weshalb die Fichte auch Brotbaum von Forstmännern und Waldbesitzern genannt wird. Ihr Hauptvorkommen liegt in den Alpen, dem Alpenvorland und dem Bayerischen Wald, dem Schwarzwald, der Schwäbisch-Fränkischen Jura, dem Thüringer Wald und dem Harz. Die Verwendung von Fichtenholz ist äußerst vielseitig. 

So gehört Fichtenholz zu den mit Abstand am häufigsten verkauften Bauholz, das beispielsweise bei dachtragenden Konstruktionen, für tragende Wände und Decken oder auch für Treppen, Fußböden sowie für Verkleidungen zum Einsatz kommt. Daneben wird Fichtenholz gerne im Möbelbau verwendet und ist ein wichtiger Werkstoff in der Papier- und Zellstoffindustrie.

• Kiefer  

Die Kiefer ist nach der Fichte die zweithäufigste Baumart in deutschen Wäldern und findet sich vor allem in Brandenburg, der Lüneburger Heide, der oberrheinischen Tiefebene, in Mittel- und Oberfranken sowie im Pfälzer Wald. Ähnlich wie die Fichte wird auch Kiefernholz als Bau- und Konstruktionsholz, gleichermaßen jedoch auch im Innenausbau verwendet.

• Buche 

Die Buche ist die wichtigste einheimische Laubbaumart und gehört zu den wichtigsten Nutz- und Industriehölzern in Deutschland. Sie findet sich hauptsächlich in Schleswig-Holstein und Mecklenburg, in den Mittelgebirgen im Westen und in der Mitte Deutschlands sowie im Spessart, auf der Fränkischen Platte, im Steigerwald sowie auf der Schwäbischen und Fränkischen Alb im Süden Deutschlands. Verwendet wird Buchenholz überwiegend im Möbelbau und hier insbesondere für die Herstellung von Stühlen sowie eher stark beanspruchten Möbeln, zudem dient sie als Brennholz.

• Eiche  

Die Eiche kommt in Deutschland als Stieleiche und als Traubeneiche vor, aufgrund der großen Ähnlichkeit und den nahezu identischen Eigenschaften wird aber meist von Eichenholz im Allgemeinen gesprochen. Die Eiche ist der am zweithäufigsten vorkommende Laubbaum in Deutschland und zählt dabei zeitgleich zu den sehr wertvollen Holzarten.

Eichenholz ist sehr vielseitig verwendbar und kommt sowohl als Bau- und Konstruktionsholz als auch im Innenausbau und im Möbelbau sowie als Brennholz zum Einsatz. Allgemein kann Eichenholz überall dort eingesetzt werden, wo ein festes, hartes und dauerhaftes Holz vonnöten ist, weshalb viele Fundamente von historischen Bauwerken aus Eichenholzpfählen bestehen.

• Laubbaumarten

Andere wichtige Laubbaumarten in deutschen Wäldern sind Esche, Ahorn, Ulme, Hainbuche, Pappel, Weide, Erle, Linde, Kastanie, Nussbaum sowie Obstbäume wie beispielsweise Kirsche, Vogelbeere oder Wildapfel.

 Nadelbaumarten 

Zu den weiteren bedeutenden Nadelbaumarten gehören die Lärche, die Tanne, die Douglasie sowie die Strobe.

Mehr Anleitungen, Tipps und Ratgeber zum Thema Holz:

Thema: Übersicht zu den deutschen und heimischen Baumarten

Teilen:

Kommentar verfassen