Wärmedämmung auf doppelter Lattung

Anleitung für eine Wandverkleidung mit Wärmedämmung auf doppelter Lattung 

Eine Verkleidung von Wänden oder Decken mit Holz steigert nicht nur den Wohnwert, sondern bringt auch einige Vorteile mit sich. 

So wird die renovierungsbedürftige Oberfläche dauerhaft überdeckt, ein zusätzlicher Wärmeschutz und andere Installationen können recht einfach integriert werden und durch das Holz entsteht ein angenehmes und behagliches Wohnklima.

Hinsichtlich der Vorbereitung gilt, dass sehr grobe Schäden am Mauerwerk oder am Putz zunächst behoben werden müssen und sichergestellt sein sollte, dass die Oberfläche, die verkleidet werden soll, trocken ist.   Unebenheiten, Tapeten oder alte Farbanstriche müssen jedoch nicht beseitigt werden.

Das Prinzip einer Holzverkleidung gestaltet sich allgemein so, dass eine Lattenkonstruktion quer zur Richtung der Holzverkleidung angebracht wird, auf der die Verkleidung dann befestigt wird. Bei der Gestaltung der Verkleidung sind der Phantasie kaum Grenzen gesetzt, so dass die Bretter oder Paneele nicht zwangsläufig vertikal oder horizontal, sondern beispielsweise auch diagonal oder in einem Muster mit wechselnden Richtungen angebracht werden können.

Hier nun eine detaillierte Anleitung für eine
Wandverkleidung mit Wärmedämmung auf doppelter Lattung:

1.       Vorbehandlung der Profilbretter. 

Grundsätzlich sollte die Oberfläche der Profilbretter vor dem Verlegen behandelt werden, indem sie gestrichen oder gewachst wird. Dies hat den Vorteil, dass nach dem Befestigen und wenn sich das Holz etwas zusammenzieht, keine Streifen von rohem Holz sichtbar werden. 

Nachdem die aufgetragene Oberflächenbehandlung vollständig getrocknet ist, können die Bretter entsprechend zugeschnitten werden. Bei Altbauten oder in Räumen, in denen größere Maßabweichungen auftreten können, ist es allerdings ratsam, die Bretter jeweils erst unmittelbar vor ihrer Befestigung zuzuschneiden.

2.       Unterkonstruktion montieren. 

Die Unterkonstruktion besteht aus einer Grundlattung und einer Konterlattung, als Material kommen Rahmenhölzer zum Einsatz. Üblicherweise werden dazu Rahmenhölzer mit einer Stärke von 50 x 50mm verwendet, wobei die Hölzer grundsätzlich der Dicke des Dämmstoffes angepasst werden.

Die Rahmenhölzer der Grundlattung werden in einem Abstand von 58 bis 59cm senkrecht angebracht, da auf diese Weise die 60cm breiten Dämmplatten aus Mineralwolle dicht eingeklemmt werden können und aufwendige Zuschnitte entfallen. 

Zur Befestigung auf dem Mauerwerk werden Nageldübel verwendet. Sinnvoll ist, die erste Dämmlage jetzt schon einzubringen und erst danach die Konterlattung zu befestigen. Die Montage der Konterlattung erfolgt ebenfalls in einem Abstand von 58cm bis 59cm je nach Richtung der Verkleidung senkrecht oder waagerecht. Zur Befestigung an der Grundlattung kommen Schnellbauschrauben zum Einsatz. 

3.       Dämmung, Dampfsperre und Installationen. 

Normalerweise werden als Dämmmaterial Platten aus Mineralwolle oder Klemmfilze verwendet, die zwischen die sich kreuzenden Latten verlegt werden. Wichtig ist einen Mundschutz zu tragen, wenn Mineralwolle verlegt und geschnitten wird. 

Sofern Kabel oder Leerrohere verlegt werden, sollten diese mit Nagelschellen fixiert werden, damit sie durch das Dämmmaterial fest umschlossen werden und keine Hohlräume oder größeren Fugen entstehen.

An den Überlappungsstößen und an den Rändern wird eine Dampfsperre angebracht. Wichtig ist allerdings, zu berücksichtigen, an welchen Stellen später Hängeschränke, Waschbecken oder andere schwere Gegenstände befestigt werden sollen. An diesen Stellen sollte die Wand verstärkt werden, beispielsweise mit Stücken von OSB- oder Mehrschichtplatten.

4.       Profilbretter befestigen. 

Wird die Verkleidung in vertikaler Richtung angebracht, wird das erste Brett in einer Raumecke und mit einem Abstand von etwa 15mm zur Wand mit Drahtstiften auf die Unterkonstruktion genagelt. Dabei zeigt die Feder des Bretts zur Raumecke hin. Die folgenden Bretter werden dann mit Montagekrallen befestigt, wofür sich ein Handnagler oder kleine Schnellbauschrauben eignen. Bei einer horizontalen Verlegung wird im Normalfall von unten nach oben gearbeitet. 

Eine Ausnahme besteht allerdings bei Flächen in Nassräumen, die mit Spritzwasser in Berührung kommen können. Hier erfolgt die Verlegung von oben nach unten, denn auf diese Weise ist sichergestellt, dass sich durch die nach oben zeigenden Brettfedern kein Wasser in den Nuten sammeln kann. 

Um das letzte Brett genau einzupassen, wird ein zusätzliches Brett deckungsgleich auf dem vorletzten Brett fixiert und das Maß zur Wand mithilfe eines Bleistiftes und eines Brettabschnittes ohne Feder als Distanzstück übertragen. Um das Brett in die Nut einschieben zu können, erfolgt der Zuschnitt des Profilbretts etwa eine Sägeblattstärke breiter.

5.       Abdeckleisten und Fußleisten. 

Abschließend werden Rand- und Abdeckleisten an den Übergängen zu angrenzenden Wänden und zur Decke montiert. Hierzu eignen sich Drahtstifte mit Senkkopf, die etwa 2cm länger sind als die Leistenstärke.

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