Wekzeuge für Holzarbeiten

Übersicht und Infos zu den wichtigsten Werkzeugen für Holzarbeiten 

Je nach Art der Holzarbeit werden unterschiedliche Geräte und Werkzeuge notwendig. Elektrische Geräte wie beispielsweise Stich-, Handkreis- oder Kippsägen können die Arbeit dabei deutlich erleichtern, durch die hohen Drehgeschwindigkeiten, die für die Bearbeitung von Holz notwendig sind, besteht jedoch immer auch Verletzungsgefahr. 

Daher gilt für alle Holz- und Heimwerkerarbeiten grundsätzlich, dass die Werkzeuge bestimmungsgemäß eingesetzt und entsprechende Sicherheitsvorkehrungen, etwa in Form von Handschuhen und entsprechender Bekleidung, getroffen werden müssen. 

 

Hier nun die wichtigsten Werkzeuge für Holzarbeiten in der Übersicht:

•        Bohrer. 

Die wichtigsten Bohrer für Holzarbeiten sind zylindrische Spiralbohrer. Ein Bohrer mit Zentrierspitze verhindert, dass der Bohrer während des Bohrens verläuft. Wird ein Metallbohrer verwendet, sollte die Bohrstelle mit einem Dorn markiert oder eine Lehre verwendet werden. 

Topflochbohrer kommen zum Einsatz, wenn beispielweise Löcher für Möbelscharniere gebohrt werden sollen. Ein Astflickbohrer verfügt über einen zylindrischen, abgesetzten Schaft, zwei Schneiden und eine Zentrierspitze. Ein Kunstbohrer sieht ähnlich aus, hat aber zusätzlich zwei weitere Vorschneider und eine Bestückung aus Hartmetall. Eine Bohrlehre ist ein hilfreiches Werkzeug, um Löcher an ebenen Flächen oder an Kanten zu bohren oder um Holzdübel zu setzen.

•        Dorn. 

Dorne verfügen über einen Griff aus Holz oder Kunststoff und eine runde oder vierkantige Klinge. Der Dorn wird eingesetzt, um Schnellbauschrauben leichter ansetzen zu können oder um zu verhindern, das ein Metallbohrer beim Bearbeiten von Holz verläuft.

•        Hobel. 

Mithilfe eines Handhobels werden Holzflächen bearbeitet und verfeinert. Üblicherweise werden grobe Arbeiten mit dem Schropphobel, Nacharbeiten mit dem Doppelhobel und feine Arbeiten mit dem Putzhobel durchgeführt. 

In der Ausführung als Elektro-Einhandhobel ist der Hobel nur unwesentlich schwerer als ein Handhobel. Durch die hohe Drehgeschwindigkeit und scharfe Messer entstehen saubere und glatte Holzoberflächen. Zudem eignet sich ein Elektrohobel auch für eher ungeübte Heimwerker, da die Spanabnahme meist stufenlos zwischen 0 und 3 Millimetern einstellbar ist. 

•        Sägen. 

Zu den universell einsetzbaren Handsägen gehört der Fuchsschwanz, der im Regelfall ein 300 bis 600 Millimeter langes Sägeblatt hat. Sind die Spitzen der Zähne nach vorne gerichtet, kann das Holz in und senkrecht zur Faserrichtung geschnitten werden. Sehr saubere Schnitte, beispielsweise Gehrungsschnitte bei Leisten oder Zuschnitte von kleinen Bauteilen werden mithilfe der Feinsäge gearbeitet. 

Bügelsägen verfügen meist über einen ovalen Stahlrohrbügel und einen Spannhebel, durch den es leicht wird, die Sägeblätter zu wechseln. Verwendet werden meist Sägeblätter mit gehärteten Zähnen, die zwar nahezu alles schneiden, jedoch nicht gefeilt werden können. Bei einer elektrischen Handkreissäge entscheidet die Schnitttiefe über die Größe des Sägeblattes und die Leistung des Antriebsmotors. 

Als Grundregel gilt, dass das Sägeblatt zwei bis drei Millimeter länger sein sollte als die Holzdicke. Für grobe Zuschnitte wird ein grobzahniges Sägeblatt verwendet, mit dem eine hohe Schnittleistung möglich ist, für feine Schnitte kommt ein feinzahniges Blatt zum Einsatz.

•        Schrauber. 

Schraubenzieher gibt es in verschiedenen Größen und Qualitäten. Wichtig ist, dass die Schneide nicht konisch verläuft und der Schraubenzieher der Größe des Schraubenkopfes angepasst wird. Um Schnellbauschrauben bei größeren Flächen zu verarbeiten, bieten sich ein Akku-Schrauber oder eine Bohrmaschine mit Rechts-Linkslauf an. Bei einem Akku-Schrauber sind die Akkuspannung und der Drehmoment entscheidend, so dass hier im Zweifel ein paar Euro mehr investiert werden sollten.

•        Stichsäge. 

Eine Stichsäge schneidet das Holz durch eine Auf- und Abbewegung, so dass auch Figuren und ähnliches ausgeschnitten werden können. Wichtig ist, dass die Stichsäge über eine Drehzahlregelung, eine Sägeblattstützrolle, eine schwenkbare Fußplatte sowie eine Pendelung des Sägeblattes verfügt.

•        Winkel.

Es gibt eine Reihe unterschiedlicher Winkel, beispielsweise Haarwinkel, Gehrungswinkel oder Zentrierwinkel, für den Hobbyhandwerker ist aber ein Stahl- oder Schlosserwinkel als Universalwerkzeug völlig ausreichend. 

Wird viel mit Brettern und Kanthölzern gearbeitet, erweist sich der Zimmermannswinkel als sehr hilfreich. Er zeichnet sich durch lange Schenkel aus und ist konisch geschmiedet, wodurch sich der lange Schenkel beim Anlegen biegen lässt.

•        Zangen. 

Die Beißzange wird verwendet, um Nägel aus dem Holz zu ziehen oder Drähte abzukneifen. Mithilfe einer Klemmzange können mehrere Werkstücke miteinander verbunden werden, eine Leim- oder Schweißzange wird verwendet, wenn dünne Werkstoffe verklebt, kleine Teile gebohrt oder Werkstücke beim Schweißen festgeklemmt werden sollen. 

•        Zwingen. 

Die normale Schraubzwinge verfügt über eine Stahlschiene, einen festen Arm und eine Spindel mit beweglicher Druckplatte. Eine Ganzstahl-Schraubzwinge hat gegenüber einer Schraubzwinge aus Temperguss den Vorteil, dass sie sich nicht löst, wenn das Werkstück bearbeitet wird. 

Der Exzenterhebel bei einer Hebelzwinge bewirkt, dass sich Werkstücke schnell und fest spannen und entspannen lassen und eine Kantenzwinge wird verwendet, um beispielsweise Leisten als Umleimer an Kanten zu fixieren.

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