Chemie Holzschutz

Chemie Holzschutz 

Zum chemischen Holzschutz, gehören die gefürchteten Lacke und Lasuren eigentlich nur in zweiter Linie. Lacke und Lasuren schützen das Holz vorbeugend, weil sie das Eindringen neuer Schädlinge verhindern. Anderst ist das mit der Chemie, die das Holz „retten“ soll, wenn sich Schädlinge schon eingenistet haben. Hier kann man auch sicher nicht mehr von Chemie, für den physikalischen Schutz sprechen.

Diese Stoffe gehen zwar keine direkte chemische Reaktion mit dem Holz ein, dafür aber mit dem Holzwurm. Der wird nämlich schlicht vergiftet. Durch die „Fresslöcher“ die so ein Schädling vielleicht schon hinterlassen hat, ist es noch einfacher das Gift im Holz zu verteilen. Wenn man hier aber nur von der Chemie spricht ist das so auch nicht ganz richtig. Um einen Holzwurm zu vergiften, kann man durchaus auch natürliche Stoffe verwenden.  

Borsalze als Holzschutz gegen Pilze und Würmer

Aber wie wir schon gelernt haben, sind auch natürliche Stoffe nicht immer gut für die Gesundheit. Schließlich sagte schon der alte Paracelsus: „Allein die Menge macht das Gift“. Das ist etwa vergleichbar mit dem Schnaps in der Kneipe: Ein Schnaps macht nix.

Trinkt man 20, 30 oder mehr liegt man im Delirium und hat eine Alkoholvergiftung, die bei entsprechender Menge auch tödlich enden kann. Dazu kommt noch, dass die so genannten natürlichen Stoffe, zwar in der Natur vorkommen. Allerdings sind sie wie die „künstlichen“ Stoffe, chemische Verbindungen die auf Ihre Umwelt wirken können. Eine der ältesten „Chemiesorten“, die zum Holzschutz verwendet wurde, gehört das Borsalz. Im Altertum gewannen die Menschen dieses Holzschutzmittel aus dem Schiffsbohrwurm, der eigentlich eine Muschel ist und den meisten Menschen als Bormuschel bekannt.

Heute kann man Borsalze zum Beispiel als „Dinatriumcarbonat Tetrahydrat“ im Handel kaufen in lauwarmem Wasser lösen und damit sein Holzstück einpinseln. Borsalze wirken nicht nur bei Käfern und Würmern, sondern auch bei Pilzen, die dieses Salz nicht vertragen. Für den Menschen ist das Salz vergleichsweise Ungefährlich, deshalb kann man es im Handel auch für ca. 20,- Euro das Kilo frei kaufen.

Mehr über chemische Reaktionen, bei den Studiengängen für Chemie. Gesetzmäßigkeiten der Chemie und Experimente, die chemischen Berichte. 

Mehr Anleitungen, Tipps und Ratgeber zum Thema Holz:

Teilen:

Kommentar verfassen