Ratgeber zu Lärchenholz

Ratgeber zu Lärchenholz

Lärchen zählen zu den heimischen Nadelgehölzen. Der hohe Anteil an Harz macht das Holz robust und widerstandsfähig gegenüber der Witterung. Daher kann Lärchenholz sowohl im Innen- als auch im Außenbereich verarbeitet werden.

Grundsätzlich wäre es noch nicht einmal notwendig, das Holz zu streichen. Allerdings würde es dann im Laufe der Zeit vergrauen.

Was das Holz auszeichnet und wofür es verwendet werden kann, erklären wir im folgenden Ratgeber zu Lärchenholz:

 

Die Lärche als Baum

Die Lärche war ursprünglich in höheren Lagen beheimatet. Doch der hohe Nutzwert führte dazu, dass die Lärche flächendeckend auch in tieferen Lagen angesiedelt wurde. Inzwischen gehört der Nadelbaum, der bis zu 50 Meter hoch wird, zu den wichtigsten heimischen Nutzhölzern.

Im Unterschied zu allen anderen heimischen Nadelhölzern wirft die Lärche ihre Nadeln im Herbst ab und wird erst im nächsten Frühling wieder grün. Zu erkennen ist die Lärche an ihren buschähnlichen Nadeltrieben, die sich um die Äste verteilen. Dadurch erinnert die Lärche zwar ein wenig an die Kiefer. Doch anders als die Kiefer wächst die Lärche sehr gleichmäßig, fast wie eine Tanne.

 

Die Eigenschaften von Lärchenholz

Lärchenholz ist robust, witterungsbeständig und vergleichsweise schwer. Zudem ist das Holz recht hart, wenn auch nicht ganz so hart wie Eichenholz. Seine Eigenschaften verdankt Lärchenholz in erster Linie dem hohen Harzgehalt. Die kontrastreiche Maserung verleiht dem Holz eine interessante und ansprechende Optik.

Lärchenholz fault und schimmelt nicht. Auch dann nicht, wenn es häufig Regen ausgesetzt ist. Deshalb wird es gerne für stabile Konstruktionen und Verschalungen genutzt. Allerdings sorgt die Witterung dafür, dass Lärchenholz ausbleicht. Unbehandeltes Holz nimmt so im Laufe der Zeit den typischen, silbergrauen Farbton an.

 

Die Verwendung von Lärchenholz

Lärchenholz wird zu Brettern, Balken, Schalungen, Parkett und Furnieren verarbeitet. Auch Möbel können grundsätzlich aus Lärchenholz gebaut werden. Durch die hohe Dichte bringen Vollholzmöbel aus Lärche aber ein ordentliches Gewicht auf die Waage.

 

Verschalungen aus Lärchenholz

Die Witterungsbeständigkeit und die Haltbarkeit machen Lärchenholz zu einem idealen Material für Verschalungen von Gebäuden. Die häufigste Variante hier ist die sogenannte Rautenschalung. Dafür werden die Profile rautenförmig zugeschnitten. Diese Form führt dazu, dass die Verschalung sehr dicht ist und Wasser zuverlässig abhält.

Eine Rautenschalung aus Lärchenholz kostet rund 2 Euro pro Meter. Eine andere Variante ist die Rhombenschalung mit Nut und Feder. Sie weist ähnliche Eigenschaften auf. Die Ausstattung mit Nut und Feder erleichtert die Montage. Allerdings sollten für die Rhombenschalung um die 3 Euro pro Meter eingeplant werden. Wenn sichergestellt sein muss, dass Schlagwasser schnell abläuft, bietet sich eine Keil-Stülp-Schalung an.

Soll die Verschalung aus Lärchenholz vertikal montiert werden, kommen meist Glattkantbretter zum Einsatz. Die Bretter sind üblicherweise zwischen drei und fünf Meter lang. Ein Quadratmeter schlägt mit etwa 18 bis 20 Euro zu Buche. In ähnlichen Preisklassen bewegen sich auch die anderen Schalungstypen, die aus Lärchenholz erhältlich sind.

 

Terrassenbelag aus Lärchenholz

Nicht nur für die Verkleidung vom Haus, sondern auch als Belag für die Terrasse ist Lärchenholz sehr gut geeignet. Denn das Holz ist von Natur aus schon sehr lange haltbar. Wird es versiegelt, geht es praktisch nie kaputt. Die silbergraue Farbe, die das Holz annimmt, sorgt für eine edel-rustikale Optik. Auch hier kann der Heimwerker mit einer entsprechenden Beschichtung aber gegensteuern, um den ursprünglichen Farbton zu erhalten.

Terrassendielen aus Lärchenholz werden meist mit einer geriffelten Oberfläche angeboten. Dadurch erhöht sich die Rutschsicherheit. Möchte der Heimwerker Lärchenholz auf seiner Terrasse verlegen, sollte er mit knapp 4 Euro pro Quadratmeter rechnen.

 

Lärchenholz-Parkett

Lärchenholz ist stark und kontrastreich gemasert. Genau an dieser sehr lebhaften Optik scheiden sich aber die Geister. Denn während die einen das auffällige Naturmuster wunderschön finden, ist es den anderen viel zu unruhig. Hinzu kommt, dass Lärchenholz weicher ist als Eichenholz. Deshalb können schneller Dellen und Kratzer entstehen.

Insgesamt ist Lärchenholz aber robust und widerstandsfähig genug für einen Bodenbelag im Innenbereich. Mit einem Quadratmeterpreis ab etwa 50 Euro ist ein Lärchenholz-Parkett allerdings nicht unbedingt preiswert.

 

Die Pflege von Lärchenholz

Eigentlich ist die silbergraue Farbe ein typisches Merkmal von Lärchenholz. Die Färbung entsteht, wenn das Holz durch die UV-Strahlen im Sonnenlicht ausbleicht. Das wiederum passiert im Außen- und im Innenbereich gleichermaßen. Nun ist der graue Farbton aber nicht jedermanns Sache. Möchte der Heimwerker, dass der ursprüngliche Holzfarbton erhalten bleibt, wird ihm nichts anderes übrig bleiben, als regelmäßig zu streichen.

Das ist bei Lärchenholz aber recht unkompliziert möglich. Denn das Holz lässt sich gut anschleifen und anschließend versiegeln. Zudem geht es beim Streichen in erster Linie um die Optik. Die Haltbarkeit wäre auch ohne eine Versiegelung gegeben.

Im Innenbereich wird üblicherweise Holzöl verwendet. Dabei gibt es das Holzöl, das auch als Hartöl bezeichnet wird, speziell für Holzflächen im Innenbereich und als Produkt, das sowohl innen als auch außen verwendet werden kann. Im Außenbereich kann der Heimwerker aber auch zu einer Lasur für Lärchenholz greifen. Eine solche Lasur gibt es ab etwa 7 Euro pro Liter. Ein hochwertiges Holzöl ist gut doppelt so teuer.

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