So wird der Terrassenboden wieder sauber und schön

So wird der Terrassenboden wieder sauber und schön

Wenn die warme Jahreshälfte kurz bevorsteht, wird es höchste Zeit, den Balkon- oder Terrassenboden auf Vordermann zu bringen. Doch damit der Boden in frischem Glanz erstrahlt, müssen die Pflege und die Reinigung auf den Belag abgestimmt sein. Denn was zum Beispiel einem Beton- oder Steinboden guttut, verträgt ein Holzboden eher nicht.

So wird der Terrassenboden wieder sauber und schön

Wir erklären, wie der Terrassenboden wieder sauber und schön wird!

Die grundlegenden Arbeitsschritte

Die nasskalte Witterung im Winter beansprucht einen Balkon- oder Terrassenboden stark. Damit einer gemütlichen Freiluftsaison nichts im Wege steht, ist eine gründliche Reinigung des Bodens Pflicht.

Wie genau das Säubern und Pflegen erfolgt, richtet sich immer nach dem Material, das verlegt ist.

Die grundsätzlichen Abläufe sind aber gleich:

  • Zunächst werden Unkraut und Moos in den Fugen entfernt.

  • Anschließend können lose Verschmutzungen entfernt werden. Dazu reicht es aus, die Fläche mit einem herkömmlichen Besen zu kehren. Bequemer ist es natürlich, zu einem Staubsauger zu greifen, der für Draußen geeignet ist.

  • Dann sollte der Terrassenboden einmal feucht gewischt werden. Dadurch verschwinden Flecken und Verschmutzungen.

  • Wenn der Boden trocken ist, kann ein Pflegemittel aufgetragen werden.

Die Holzterrasse reinigen

Bei einer Holzterrasse werden zuerst die losen Verschmutzungen beseitigt. Danach sind tiefere Verunreinigungen wie zum Beispiel Grünbelag an der Reihe. Dazu wird der Boden mit einer weichen Bürste und klarem Wasser geschrubbt. Wichtig dabei ist, den Schrubber immer in Faserrichtung über das Holz zu führen.

Hat sich der natürliche Farbton gräulich verfärbt, kann ein sogenannter Holzentgrauer aufgetragen werden. Das Mittel ist im Baumarkt und im Holzfachhandel erhältlich.

Der Holzentgrauer wird auf dem Holz verteilt und nach der Einwirkzeit abgespült. Die genaue Anleitung ist auf der Verpackung angegeben.

Hat die sanfte Reinigungsprozedur kein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt, kann der Hochdruckreiniger zum Einsatz kommen. Allerdings darf der Wasserdruck nicht zu hoch sein und die Düse nicht zu dicht über das Holz geführt werden.

Andernfalls stellen sich die Holzfasern auf. Dadurch wird der Holzboden noch anfälliger für Schmutz, geht schneller kaputt und kann den einen oder anderen Splitter im Fuß hinterlassen.

Ist der Holzboden sauber und wieder trocken, sollte ein Terrassenöl als Pflege aufgetragen werden. Das Öl bildet eine Schutzschicht auf dem Holz und ist anders als eine Holzlasur trittfest.

Eine Terrasse mit WPC säubern

WPC steht für Wood Plastic Composite und bezeichnet ein Materialgemisch aus Holzfasern und Kunststoff. Eine Terrasse mit diesem Belag wird grundsätzlich genauso gereinigt wie eine klassische Holzterrasse. Allerdings kann dem Wasser etwas Allzweckreiniger oder Spülmittel hinzugefügt werden.

Dadurch lösen sich gröbere Verschmutzungen einfacher. Durch den Kunststoffanteil verträgt der Belag außerdem mehr Wasser als reines Holz. Nach dem Schrubben kann die Terrasse deshalb mit dem Gartenschlauch abgespült werden.

Um hartnäckige Flecken und kleinere Macken zu beseitigen, können raue Dielen an den entsprechenden Stellen mit Schleifpapier abgeschmirgelt werden. Dabei kann zwar ein Farbunterschied zurückbleiben. Doch durch die Witterung gleicht sich die Farbe bald wieder an.

Steinplatten auf der Terrasse reinigen

Um eine Steinterrasse frühlings- und sommerfit zu machen, müssen zunächst Unkraut und Moos aus den Fugen entfernt werden. Bestehen die Platten aus Sandstein oder Kalkstein, ist es ratsam, dem Grünbewuchs mit einem Fugenkratzer oder einer Hacke zu Leibe zu rücken.

Mit dem Hochdruckreiniger würde es zwar schneller gehen. Allerdings würde der hohe Wasserdruck die Gesteinsporen zusätzlich aufreißen.

Sind die Fugen frei, kann die Terrasse mit dem Besen gekehrt werden. Danach reicht es oft aus, die Steinplatten mit einer Bürste und warmem, klarem Wasser abzuschrubben.

Bei hartnäckigen Verschmutzungen kann dem Wasser eine milde Schmierseife hinzugefügt werden. Säurehaltige und stark fettlösende Reinigungsmittel sind für Sand- und Kalkstein ungeeignet.

Granit ist nicht nur härter, sondern auch robuster. Sind die Granitplatten poliert, genügt es oft, die Fläche erst zu fegen und dann mit klarem Wasser zu wischen. Nicht polierte Platten lassen sich auch mit dem Hochdruck- oder Dampfreiniger säubern.

Sind die Platten im Laufe der Zeit stumpf geworden, können sie zuerst mit Salmiakgeist gereinigt werden. Anschließend sorgt eine Schicht Bohnerwachs für neuen Glanz.

Betonterrasse auf Vordermann bringen

Sind auf der Terrasse ein flächiger Betonboden, Betonplatten oder Betonpflaster verlegt, wird oft dazu geraten, die Fläche erst zu kehren und dann mit dem Hochdruckreiniger zu säubern.

Tatsächlich ist das aber nur bedingt eine gute Idee. Denn der hohe Wasserdruck macht den Beton porös. Algen und Moose können sich so leichter ausbreiten. Die Reinigung geht zwar schnell und einfach, muss aber deutlich öfter durchgeführt werden.

Besser ist, einen feinen, scharfkantigen Sand zu verteilen. Wird der Betonboden dann gefegt, polieren die feinen Körner die Oberfläche und brechen den hartnäckigen Schmutz auf. Der Beton wird so sauber und bleibt es auch.

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Markus Scheuer, 47 Jahre, Tischlermeister, Mario Schwab, 36 Jahre, Holzmechaniker und Timor Arksol, 43 Jahre, Inhaber Holzhandel, sowie Christian Gülcan, Betreiber und Redakteur dieser Seite, schreiben hier Wissenswertes zum Rohstoff Holz, sowie Anleitungen, Tipps und Ratgeber für die Holzbearbeitung.

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