Rahmen für Bildercollage bauen – so geht’s

Rahmen für Bildercollage bauen – so geht’s

Vor allem Fotos sind eine beliebte Deko. Doch eine Galerie aus mehreren Bildern in unterschiedlichen Rahmen wirkt schnell recht unruhig. Zudem kann es passieren, dass die Rahmen zu sehr von den Fotos ablenken. Abhilfe kann dann ein Collagerahmen schaffen.

Ein Collagerahmen besteht aus mehreren Einzelrahmen, die zu einem großen Rahmen verbunden sind. Damit entfällt das mühsame Ausmessen, Anordnen und Aufhängen der einzelnen Bilder an der Wand. Durch das schlichte Design stiehlt der Rahmen den Bildern nicht die Show.

Trotzdem wird der Collagerahmen zu einem markanten Hingucker. Und das Beste ist, dass sich so ein Collagerahmen mit wenigen Handgriffen selber bauen lassen. So entsteht dann auch noch ein echtes Unikat, das sonst niemand hat.

Hier also die Anleitung für einen Collagerahmen zum Nachbauen!

 

Die Materialliste für den Rahmen

  • Holzleisten, 2 cm breit und 0,5 cm stark
  • Holzleisten, 1 cm breit und 0,5 cm stark
  • dünne Sperrholzplatten oder fester Pappkarton für die Rückwände
  • feste, stabile Folie
  • Tacker und Tackernadeln
  • Stichnägel und Hammer
  • Holzleim
  • Säge und Cutter oder Schere
  • Schraubzwingen
  • Schleifpapier
  • zwei Bilderhaken
  • Lack und Pinsel nach Wunsch

Einen Rahmen für eine Bildercollage bauen – so geht‘s

Für den Collagerahmen werden zuerst einzelne Bilderrahmen aus Holzleisten gefertigt. Die Maße und die Formate der Einzelrahmen hängen von der Größe der Fotos oder Bilder ab, die eingerahmt werden sollen. Sind die Einzelrahmen fertig, werden sie zu einem großen Rahmen miteinander verbunden.

Hier die einzelnen Arbeitsschritte aber der Reihe nach:

 

  1. Schritt: die Rahmenleisten zusägen

Jeder Einzelbilderrahmen besteht aus acht Holzleisten. Der Grund dafür ist folgender: Damit ein Foto, eine schützende Folie und die Rückwand in den Bilderrahmen eingelegt werden können, braucht der Rahmen einen Falz. Allerdings hat nicht jeder Heimwerker eine Oberfräse zur Verfügung. Aus diesem Grund behelfen wir uns mit einem Trick. Wir stellen den Falz nämlich dadurch her, dass zwei unterschiedlich breite Leisten aufeinander geleimt werden. In unserem Fall sind das zum einen 2 cm breite Leisten für die Außenseite und zum anderen 1 cm breite Holzleisten als Innenseite.

Im ersten Schritt müssen die Leisten aber zunächst auf die richtige Länge zugesägt werden. Dafür wird ermittelt, wie groß der Rahmen werden soll. Anschließend werden die 2 cm breiten Holzleisten auf Gehrung geschnitten. Die schmalen Leisten werden ebenfalls auf das richtige Format gebracht. Diese Leisten müssen aber nicht unbedingt auf Gehrung geschnitten, sondern können auch stumpf zusammengesetzt werden.

 

  1. Schritt: die Rahmenleisten verleimen

Sind die Holzleisten zugesägt, werden je vier breite Leisten zum Rahmen zusammengesetzt. Um die Hölzer miteinander zu verbinden, wird auf die Stirnflächen Holzleim aufgetragen. Anschließend werden die Leisten zusammengefügt.

Danach werden die schmalen Holzleisten aufgeleimt. Wichtig dabei ist, dass die Leisten an den Außenkanten bündig miteinander abschließen. Danach wird der Rahmen mit Schraubzwingen fixiert, bis der Holzleim abgebunden hat. Dadurch ist sichergestellt, dass nichts verrutschen kann.

 

  1. Schritt: die Bilderrahmen miteinander verbinden

Wenn der Holzleim getrocknet ist, können die Einzelrahmen zum Collagerahmen zusammengefügt werden. Zuvor werden aber noch die Ecken auf den Innenseiten, dort wo die verleimten Hölzer aufeinandertreffen, mit je zwei Tackernadeln fixiert.

Anschließend werden die Bilderahmen nebeneinandergelegt und so angeordnet, wie sie verbunden werden sollen. Am besten klappt das auf dem Fußboden, denn durch die Draufsicht wird die spätere Bildwirkung gut sichtbar. Ob die Bilderrahmen eher streng und geradlinig oder wild durcheinander und ob sie hochkant, quer oder im Wechsel aus Hoch- und Querformat angeordnet werden, bleibt natürlich dem eigenen Geschmack überlassen.

Zudem müssen die Rahmen nicht zwangsläufig alle nebeneinander angeordnet werden. Genauso ist nämlich möglich, den einen oder anderen Rahmen so zu positionieren, dass er auf anderen Rahmen aufliegt.

Gefällt die Anordnung, werden die Bilderrahmen an allen Verbindungsstellen zusammengeleimt. Auch jetzt werden die Verbindungen wieder mit Schraubzwingen fixiert, bis der Holzleim abgebunden hat. Wenn der Holzleim später trocken ist, werden die Verbindungen auf der Rückseite zusätzlich mit Tackernadeln gesichert.

 

  1. Schritt: die Vorder- und die Rückwände zuschneiden

Während der Holzleim trocknet, werden die Vorder- und die Rückwände der Bilderrahmen zugeschnitten. Die Vorderseiten werden aus einer festen, harten Folie gefertigt. Transparente Folie unterscheidet sich optisch kaum von Glas oder Plexiglas. Sie bietet aber den Vorteil, dass sie problemlos mit der Schere zugeschnitten werden kann.

Außerdem ist Folie sehr leicht, so dass auch der ganze Collagerahmen nicht zu schwer wird. Die Rückwände der Bilderrahmen werden aus dünnen Sperrholzplatten ausgesägt. Alternativ eignet sich auch fester Pappkarton.

Tipp: Wer einfache, rahmenlose Bilderrahmen übrig hat, kann auch die Glasscheiben und die Rückwände davon verbauen. In diesem Fall kann es aber sein, dass stärkere Holzleisten verwendet werden müssen, damit der Falz die benötigte Höhe erreicht.

[Grafik Collagerahmen]

 

  1. Schritt: den Collagerahmen fertig stellen

Wer möchte, kann den Collagerahmen nun leicht anschleifen und lackieren. Danach wird der Rahmen mit Fotos oder Bildern bestückt. Dafür wird zunächst die Folie als schützende Vorderseite, dann das Bild und darüber die Rückwand in den jeweiligen Bilderrahmen eingelegt.

Mit ein, zwei kleinen Stichnägeln pro Seite, die schräg in den Falz eingeschlagen werden, wird das Ganze fixiert. Nach und nach werden so alle Einzelrahmen mit Bildern bestückt. Zum Schluss werden zwei Bilderhaken befestigt. Danach kann der selbstgebaute Collagerahmen auch schon aufgehängt werden. Fertig!

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