Leinöl Holzschutz

Der Leinöl Holzschutz 

Leinöl ist ein pflanzliches Öl, das aus den Samen von Flachs und anderen Pflanzen hergestellt wird, die auch zur Leinenherstellung geeignet sind. Unter reinem Leinöl versteht man aber nur das Öl aus Flachssamen. Wie alle Öle eignet sich das Leinöl sehr gut als imprägnierender Holzschutz und ist daher auch schon seit „Jahrhunderten“ im Gebrauch. Was ist aber das besondere an Leinöl, was es vom „Salatöl“ unterscheidet?

Im Holz, polymerisiert das Öl! Im Einzelnen heißt das, dass Leinöl als Öl, in einzelnen Schichten (mehrere dünne Aufstriche) auf das trockene Holz aufgetragen wird und tief in die Substanz eindringt.

Ist das Zeug aber erst einmal im Holz, passiert noch etwas anderes. Es findet eine chemische Reaktion statt, die Polymerisation genannt wird. Dabei werden die kleinsten Teilchen des Öls, die Moleküle, zu langen Ketten verbunden, was dazu führt, dass dieses „Leinöl“ nicht mehr flüssig ist, sondern fest.

Leinöl zur Imprägnierung

Damit ist das Holz dann viel tiefer imprägniert als es mit einem „Wachs“ möglich wäre und durch die höhere Festigkeit, ist die Imprägnierung auch „stabiler“ als bei einem gewöhnlichen Öl. Für eine Imprägnierung eignet sich am besten kalt gepresstes Leinöl, weil es tiefer in das Holz eindringt und damit auch einen besseren Schutz bietet. Leinöl, das „gekocht“ wurde, eignet sich aber auch als „Lösungsmittel“ für die Farbe. Denn gekochtes Leinöl bringt einen etwas besseren Glanz. Grundsätzlich gilt bei der Arbeit mit Leinöl (und Leinöltüchern), die höchste Aufmerksamkeit und Vorsicht. 

Denn Leinöl kann sich schon bei Raumtemperaturen sehr schnell selbst entzünden. Leinöl kann aber noch viel „vielseitiger“ eingesetzt werden. Also wenn jemand ausversehen, mal einen Löffel reines Leinöl in den „Mund“ bekommt, ist das wahrscheinlich ein ziemlich bitterer Geschmack, aber völlig ungiftig. Leinöl kann auch als Lebensmittel verwendet werden. Allerdings hat es selbst im Kühlschrank nur eine sehr geringe Haltbarkeit von wenigen Tagen. Dannach schmeckt es einfach nur noch bitter. Etwas länger lässt sich Leinöl, im Gefrierfach aufbewahren.

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Markus Scheuer, 47 Jahre, Tischlermeister, Mario Schwab, 36 Jahre, Holzmechaniker und Timor Arksol, 43 Jahre, Inhaber Holzhandel, sowie Christian Gülcan, Betreiber und Redakteur dieser Seite, schreiben hier Wissenswertes zum Rohstoff Holz, sowie Anleitungen, Tipps und Ratgeber für die Holzbearbeitung.

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