Infos und Tipps zu Fliesen in Holzoptik

Infos und Tipps zu Fliesen in Holzoptik

Wohnlich wie Holz, robust und pflegeleicht wie Keramik: Fliesen in Holzoptik imitieren einen Dielen- oder Parkettboden. Durch die Farben, die Maserungen und die Oberflächenstruktur kommen sie dem Original optisch wie haptisch erstaunlich nahe. Gleichzeitig sorgen sie als Fliesen für einen unempfindlichen und strapazierfähigen Fußboden.

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Infos und Tipps zu Fliesen in Holzoptik

Doch was genau sind Fliesen in Holzoptik? Woraus bestehen sie? Wie werden sie verlegt? Für welche Räume sind sie geeignet? Und was sind die Vor- und Nachteile?

Wir haben die wichtigsten Infos und Tipps zu Fliesen in Holzoptik zusammengestellt!:

Was sind Fliesen in Holzoptik?

Buche oder Eiche, rustikale Dielen oder filigranes Fischgrätparkett: Auch Fliesen können die Optik von Fußböden und Wandverkleidungen aus Holz erzeugen. Bei Fliesen in Holzoptik handelt es sich um Keramikfliesen, die aus Feinsteinzeug oder Porzellan bestehen.

Eine digitale Drucktechnik verleiht ihnen die für Holz typische Farbe und Struktur. Sie werden wie normale Fliesen verlegt und sind sowohl für Innenräume als auch für den Außenbereich erhältlich.

Die hochmoderne Fertigungstechnik sorgt dafür, dass Fliesen in Holzoptik dem Original mittlerweile sehr nahekommen. Hochwertige Holzoptik-Fliesen imitieren die Farbtöne und die Maserungen so gut, dass auf den ersten Blick kaum erkennbar ist, dass es sich nicht um echtes Holz handelt.

Dazu kommen die Vorteile, die ein Fliesenboden mit sich bringt. Trotzdem bleiben Material-Imitate letztlich immer Geschmackssache. Nah am Original ist nun einmal nicht echt.

Wie alle Fliesen müssen auch Fliesen in Holzoptik mit Fugen verlegt und die Fugen mit entsprechendem Fugenmaterial aufgefüllt werden. Die Fugen sind zwar höchstens zwei bis drei Millimeter breit.

Doch das Fugenbild bleibt sichtbar. Andererseits bildet auch ein Dielenboden keine geschlossene Fläche, sondern hat kleine Spalten zwischen den einzelnen Holzdielen.

Der vielleicht größte Minuspunkt von Holzoptik-Fliesen besteht darin, dass sie zwar so wohnlich-warm wie ein Holzboden aussehen, tatsächlich aber fußkalt sind. Was im Sommer noch angenehm sein mag, macht sich im Winter unschön bemerkbar.

Schließlich möchte es kaum jemand in den Wohnräumen kalt unter den Füßen haben. Dank des Materials und ihren guten Wärmeleiteigenschaften lassen sich Fliesen in Holzoptik aber mit einer Fußbodenheizung kombinieren, um das Problem mit der Fußkälte zu lösen.

Wo können Fliesen in Holzoptik eingesetzt werden?

Vor allem in stark beanspruchten Räumen wie der Küche, dem Bad oder dem Flur kommen die Vorteile von Fliesen in Holzoptik zum Tragen. Insbesondere Fliesen aus Feinsteinzeug sind robust und sehr strapazierfähig.

Die Langlebigkeit, die Abriebfestigkeit und die pflegeleichten Eigenschaften sind gute Argumente dafür, Holzoptik-Fliesen in Räumen und Bereichen zu verlegen, in denen Feuchtigkeit und Verschmutzungen nicht ausbleiben.

Ist in der Wohnung ein Dielen- oder Parkettboden verlegt, kann das Bild im Badezimmer durch Fliesen in Holzoptik fortgesetzt werden. Ein Pluspunkt ist, dass die Fliesen nicht nur als Bodenbelag eine gute Figur machen, sondern auch als Verkleidung an den Wänden und in der Dusche zum Einsatz kommen können.

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Auf diese Weise entsteht durchgehend ein einheitlicher Look in der warmen Holzoptik und während das Badezimmer deutlich wohnlicher wirkt, ist es genauso pflegeleicht wie jedes andere geflieste Bad.

Auch in der Küche leisten Fliesen in Holzoptik gute Dienste. Feuchtigkeit, Dämpfe, Fettspritzer und Flecken bereiten den Fliesen keine Probleme. In offenen Wohnküchen, in Räumen, die auf die Terrasse oder den Balkon führen, und in Fluren sind Fliesen in Holzoptik ebenfalls eine gute Wahl.

Denn sie schaffen einerseits einen harmonischen Übergang zu den Innenräumen und sind andererseits so unempfindlich, dass es nicht weiter schlimm ist, wenn Straßenschmutz hineingetragen wird.

Wie werden Fliesen in Holzoptik verlegt?

Was das Verlegen angeht, unterscheiden sich Fliesen in Holzoptik nicht großartig von anderen Fliesen. Dank verschiedener Formate wie 20 x 120, 15 x 90 oder 30 x 60 Zentimeter ermöglichen sie eine Vielzahl von Gestaltungen. Das für Parkett typische Fischgrätmuster beispielsweise kann genauso umgesetzt werden wie der Halbverband oder der Viertelverband.

Wichtig ist, auf die passende Fugenfarbe zu achten. Sie sollte möglichst nah am Holzfarbton sein, damit die Fugen optisch kaum störend auffallen. Aus dem gleichen Grund sollten die Fugen auch möglichst schmal werden, zwei bis drei Millimeter sind optimal.

Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass die Fliesen aus einer Charge stammen. Andernfalls kann es leichte Farbabweichungen geben. Beim Verlegen muss dann berücksichtigt werden, wie die Maserungen verlaufen.

Fliesen in Holzoptik liegen im Trend. Deshalb ist die Auswahl inzwischen groß. Viele Hersteller haben sie ins Programm aufgenommen und bieten Fliesen für den Boden und die Wand in unterschiedlichen Farben und Formaten an.

Ob für die Innenräume oder den Außenbereich sollte sich so für jeden Geschmack die passende Fliese im authentischen Holz-Look finden lassen.

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Markus Scheuer - Tischlermeister, Mario Schwab - Holzmechaniker und Timor Arksol - Inhaber Holzhandel, Youtuberin Sevilart - Handarbeiten & Kunsthandwerk (Holz-Rohstoffe), sowie Christian Gülcan, Betreiber und Redakteur dieser Seite, Importeur von Holzmöbeln, Deko- und Kunsthandwerk, schreiben hier Wissenswertes zum Rohstoff Holz, sowie Anleitungen, Tipps und Ratgeber für die Holzbearbeitung.

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