Anleitung: Zeitungsständer aus Kleiderbügeln

Anleitung: Zeitungsständer aus Kleiderbügeln

Im Wohnzimmer stapeln sich gerne einmal Zeitungen, Zeitschriften, Kataloge, Hefte und ähnliche Medien. Besonders ansehnlich sehen die Stapel aber oft nicht aus. Schön und praktisch ist da schon ein Zeitungsständer. Und diesen kann der Heimwerker mit wenigen Materialien und nur ein paar Handgriffen selber bauen. Eine Idee dafür stellen wir in dieser Anleitung vor.

Der Clou dabei ist, dass der Zeitungsständer aus simplen Holz-Kleiderbügeln angefertigt wird. Mühsames Messen, Sägen und Schleifen fällt damit weg. Und durch die Form eignet sich der Zeitungsständer nicht nur für Lesematerial.

Auch die Wolle für die nächsten Handarbeiten kann darin einen schönen Platz finden. Ebenso ist denkbar, dass die Katze den Ständer als eine Art Hängematte für sich entdeckt. Schlimmstenfalls muss der Heimwerker dann gleich den nächsten Zeitungsständer bauen.

Also, los geht’s!:

 

Die Materialien für einen Zeitungsständer aus Kleiderbügeln

  • 4 einfache Kleiderbügel aus Holz, entweder normale Kleiderbügel oder Hosenbügel, aber möglichst ohne Wölbung
  • 4 Rundholzstäbe mit 10 mm Durchmesser, ca. 40 cm lang, wenn normale Kleiderbügel verwendet werden
  • 4 Schrauben und 4 Nägel, jeweils 20 mm lang
  • Stoff nach Wahl
  • Als Werkzeuge kommen der Akku-Schrauber, ein Holzbohrer, der Hammer, die Säge und die Nähmaschine oder eine Nähnadel und Garn zum Einsatz.

Die Anleitung für einen Zeitungsständer aus Kleiderbügeln

Der Zeitungsständer ist nach einem ganz einfachen Prinzip aufgebaut: Je zwei Kleiderbügel werden miteinander verbunden und bilden das Gestell. Die Leisten der Hosenbügel oder die Rundhölzer stabilisieren das Gestell. Gleichzeitig nehmen sie den Stoff auf, der als Ablagefläche dient.

Aber der Reihe nach!

 

  1. Schritt: die Holz-Kleiderbügel vorbereiten

Zunächst einmal müssen die Metallhaken von den Kleiderbügeln entfernt werden. Bei einigen Kleiderbügeln lassen sie sich herausdrehen. Bei anderen Kleiderbügeln lockern sie sich, wenn die Metallhaken ein wenig hin- und hergebogen werden.

Danach lassen sie sich herausziehen. Sind die Metallhaken sehr hartnäckig, können sie auch mit einer Zange abgeschnitten werden. Mit ein paar Hammerschlägen verschwinden die überstehenden Spitzen im Holz. In diesem Fall sollten aber zusätzlich noch Möbelgleiter aus Filz oder Moosgummistücke aufgeklebt werden, damit der Fußboden keinen Schaden nimmt.

Werden Holzbügel verwendet, müssen außerdem noch die waagerechten Leisten, die für die Hosen vorgesehen sind, herausgelöst werden. Meist klappt das durch einen kräftigen Ruck problemlos. Falls nicht, hilft zur Not die Säge weiter. Meist laufen die Holzleisten an den Enden spitz aus. Damit diese Spitzen später nicht stören, können sie abgeschnitten werden. Wichtig dabei ist nur, darauf zu achten, dass die vier Leisten nach dem Zuschnitt alle gleichlang sind.

Nun brauchen die Kleiderbügel noch Löcher, in die später die Verbindungshölzer eingeschoben werden. Dabei wird in jeden Kleiderbügel an einem Ende ein Loch gebohrt. Dieses Loch muss komplett durchgehen und sollte so groß das, dass die Holzleiste oder der Rundholzstab gerade so hineinpasst.

 

  1. Schritt: das Gestell zusammenbauen

Nachdem die Vorbereitungen abgeschlossen sind, kann das Gestell für den Zeitungsständer auch schon zusammengebaut werden. Dafür werden zwei Holzbügel so übereinandergelegt, dass die Enden mit den Löchern jeweils nach außen zeigen. Anschließend werden die beiden Bügel mit je zwei Schrauben miteinander verbunden. Damit das Holz nicht ausreißt, sollten die Schraublöcher vorgebohrt werden. Für die Optik ist es außerdem schöner, wenn sich die Schrauben später auf der Innenseite befinden.

Als nächstes werden die Holzleisten oder Rundholzstäbe montiert. Sie verbinden die beiden Seitenteile des Zeitungsständers miteinander. Dabei werden die Leisten jeweils in die Innenecken der Konstruktion gelegt und mit Nägeln befestigt. Nägel lassen sich hier einfacher und besser anbringen als Schrauben.

Nun können die beiden anderen Hölzer probeweise in die Löcher geschoben werden. Damit ist das Gestell für den Zeitungsständer auch schon fertig.

Zur Veranschaulichung hier noch eine Skizze:

[Zeitungsständer]

Zeitungsständer

 

  1. Schritt: den Stoff nähen und den Zeitungsständer fertig stellen

Was jetzt noch fehlt, ist die Fläche, auf der die Zeitungen und Zeitschriften abgelegt werden können. Diese Ablage wird aus Stoff gefertigt. Dafür wird zunächst ausgemessen, wie lang und wie breit der Stoffstreifen sein muss. Dazu kommen an jeder Seite etwa 4 cm für den Tunnel und rundherum eine kleine Nahtzugabe.

Anschließend wird der Stoff doppelt gelegt und entsprechend zugeschnitten. Dann werden die beiden Stofflagen rundherum zusammengenäht. Nur eine kleine Wendeöffnung bleibt frei. Dass der Stoff doppelt genommen wird, hat zum einen optische Gründe. Zum anderen wird die Ablage dadurch stabiler.

Nach dem Zusammennähen wird der Stoff auf die richtige Seite gedreht. Anschließend werden die schmalen Kanten ungefähr 4 cm breit umgeklappt und gut angenäht. Damit sind die Tunnel für die Holzleisten vorhanden. Nun können die Hölzer ein Stück herausgezogen werden. Nachdem der Stoff aufgezogen ist, werden die Leisten wieder in die Löcher gedrückt. Fertig ist der Zeitungsständer!

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Veröffentlicht von

Redaktion

Markus Scheuer, 47 Jahre, Tischlermeister, Mario Schwab, 36 Jahre, Holzmechaniker und Timor Arksol, 43 Jahre, Inhaber Holzhandel schreiben hier Wissenswertes zum Rohstoff Holz, sowie Anleitungen, Tipps und Ratgeber für die Holzbearbeitung.

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