2 Ideen für Holzarbeiten mit Kindern

2 Ideen für Holzarbeiten mit Kindern

Holz ist ein Naturmaterial, das nicht nur mit seiner schönen Optik punktet. Weil Holz viele positive Eigenschaften hat, an den verschiedensten Stellen eingesetzt werden kann und sich gut verarbeiten lässt, wird der Werkstoff auch sehr gerne für Bau- und Bastelarbeiten aller Art verwendet.

2 Ideen für Holzarbeiten mit Kindern

Doch Holzarbeiten mit Kindern – ist das nicht gefährlich? Immerhin wird Holz mit Werkzeugen bearbeitet, die aufgrund des Verletzungsrisikos eigentlich nicht in Kinderhände gehören.

Natürlich sollten die Kids nicht alleine und ohne Aufsicht in der Werkstatt hantieren. Und am Anfang wird es bei einfachen Arbeiten bleiben, die ohne große, gefährliche Werkzeuge auskommen. Trotzdem eignet sich Holz als Material für Bastelarbeiten mit den Kleinen gut.

Warum das so ist und worauf es zu achten gilt, erklären wir in diesem Beitrag. Und zwei Ideen für Holzarbeiten mit Kindern gibt’s obendrauf!:

Das spricht für Holzarbeiten mit Kindern

Schöne Dinge selbst anzufertigen, stärkt das Selbstbewusstsein der Kids. Auch wenn vielleicht nicht immer alles sofort gelingt und die Eltern mitunter helfend eingreifen müssen, kann sich das Ergebnis am Ende sehen lassen.

Wo vorher noch Bretter, Holzklötze, Schrauben, Nägel und andere Utensilien lagen, steht jetzt ein fertiges Objekt. Klar, dass die Kids darauf mächtig stolz sind.

An der Werkbank können die Kinder verschiedene Werkzeuge kennenlernen, unterschiedliche Techniken ausprobieren und ihre Ideen umsetzen. Außerdem eignen sie sich Fähigkeiten an, die ihnen später immer wieder zugutekommen werden. Wenn die Kids von klein auf heimwerken, werden sie in der ersten eigenen Wohnung problemlos ein Bild aufhängen oder ein Möbelstück zusammenbauen können.

Das Basteln und Werken schult die Feinmotorik und die Hand-Augen-Koordination. Das ist zwar auch bei vielen anderen Werkstoffen der Fall. Doch Holz ist ein besonderes Material. Denn es ist ein nachhaltiges und lebendiges Naturmaterial, das auf vielerlei Art bearbeitet werden kann.

Bei einigen Holzarbeiten braucht es Kraft, bei anderen Holzarbeiten ist Fingerspitzengefühl gefragt. Mal muss sehr genau gearbeitet werden, an anderer Stelle darf es robuster zugehen. So lernen die Kids eine große Bandbreite kennen – und fertigen als Mutter- oder Vater-Kind-Gespann tolle Gegenstände an.

Die Materialien für Holzarbeiten mit Kindern

Denkt der Heimwerker an Holzarbeiten, hat er Bretter, Kanthölzer, Säge, Bohrmaschine und Akku-Schrauber im Kopf. Bei Holzarbeiten mit Kindern ist aber alles eine Nummer kleiner. Hölzer aus der Restekiste, am besten aus Weichholz, Abschnitte von Leisten und Rundstäben, Äste vom letzten Spaziergang oder Eisstiele reichen völlig aus.

Bei kleinen Kindern kommen als Werkzeuge und Hilfsmittel Dinge wie Schraubendreher, Feile und Holzleim zum Einsatz. Größere Kinder können – unter Aufsicht – auch zur Säge und zum Handbohrer greifen. Zu überlegen ist aber, ob nicht ein paar Euro in hochwertige Kinderwerkzeuge investiert werden.

Denn Werkzeuge für Erwachsene sind für kleine Kinderhände oft einfach zu groß. Stumpfe, instabile oder beschädigte Werkzeuge sind für Kinder tabu. Das Verletzungsrisiko ist viel zu hoch! Und generell sollte der Erwachsene jedes Werkzeug erklären und die richtige Handhabung zeigen, bevor es zum Einsatz kommt.

Auch ein sicherer Arbeitsplatz ist Pflicht. Damit nicht verrutscht und das Holz gut bearbeitet werden kann, sollte das Werkstück immer fest in einen Schraubstock eingespannt werden. Ist kein Schraubstock vorhanden oder ist die Werkbank zu hoch, leistet eine Schraubzwinge gute Dienste. Damit kann das Holz am Tisch fixiert werden.

  1. Idee für Holzarbeiten mit Kindern: Zettelbox

Eine Zettelbox sorgt dafür, dass die Notizzettel einen schönen Platz bekommen. Und weil die Box ähnlich wie ein Puzzle aus einzelnen Holzstückchen zusammengesetzt wird, können auch Kids im Kindergartenalter solche Holzarbeiten anfertigen. Nebenbei entsteht ein hübsches Geschenk, das sich prima für den Muttertag eignet und über das sich sicher auch Oma und Opa freuen.

Für eine Zettelbox werden benötigt:

  • Holzplatte als Boden
  • Holzleisten, 1 x 1 cm stark
  • Holzleim
  • Schleifpapier
  • Holzlack, Bienenwachspolitur oder Acrylfarbe nach Wunsch

Die Basis für die Zettelbox bildet eine Holzplatte. Wird die Zettelbox passend für vorhandene Notizzettel angefertigt, muss die Holzplatte rundherum gut 1 cm größer sein als die Zettel. Die Holzleisten werden in Stücke zersägt. Sie bilden den Rand der Zettelbox. Deshalb werden pro Lage vier Holzleistenstücke benötigt, zwei davon so lang wie zwei Kanten der Holzplatte und die anderen beiden jeweils 2 cm kürzer. Den Zuschnitt der Holzplatte und der Holzleisten sollte am besten ein Erwachsener übernehmen.

[Grafik: Zettelbox]

Zettelbox

Sind die Materialien vorbereitet, kann es losgehen. Dafür wird das erste Holzleistenstück genommen und auf seine Unterseite Holzleim aufgetragen. Dann wird das Holzstück so auf die Holzplatte gesetzt, dass es am Rand bündig abschließt. Das wird mit drei weiteren Holzstücken wiederholt. Damit ist die erste Lage vom Rand fertig. Auf die gleiche Weise werden noch ein paar weitere Lagen gefertigt. Schön dabei ist, wenn die Hölzer in jeder Lage versetzt aufgeleimt werden.

Sind alle Hölzer verarbeitet, muss der Holzleim trocknen. Danach können die Kanten abgeschliffen werden. Wer mag, kann die Box dann noch bunt anmalen, lackieren oder Bienenwachspolitur auftragen. Fertig!

  1. Idee für Holzarbeiten mit Kindern: Insektenhotel

Viele Tiere sind auf die Hilfe von Menschen angewiesen. Das gilt zum Beispiel für Vögel im Winter, aber auch für Bienen und andere Insekten. Den Kids wiederum macht es bestimmt Spaß, die Insekten zu beobachten. Warum also nicht ein Insektenhotel bauen?

Dafür werden benötigt:

  • Holzbretter
  • Bambusrohre, Holzwolle, getrockneter Grünschnitt, kleine Äste und ähnliche Materialien zum Befüllen
  • Schrauben und Schraubendreher

Zuerst werden drei Holzbretter zu einem U zusammengesetzt. Bohrt der Erwachsene die Löcher vor, können die Kids das Zusammenschrauben mittels Schrauben und Schraubendreher übernehmen. In das U wird dann ungefähr in der Mitte waagerecht ein Zwischenboden eingesetzt und von außen angeschraubt. Zum Schluss wird ein weiteres Holzbrett als Dach auf dem U befestigt. Dieses Brett sollte seitlich und vorne etwas überstehen, damit das Innere besser vor Feuchtigkeit geschützt ist.

Jetzt kann das Insektenhotel mit Nistmaterial befüllt werden. Bambusrohre, Äste, getrockneter Grünschnitt, Schilf, Holzspäne und andere Naturmaterialien bieten sich dafür an. Dann kann das Insektenhotel auch schon an einem ruhigen, nicht zu sonnigen Ort aufgestellt werden. Und dann heißt es abwarten, bis die ersten Gäste ihr neues Zuhause beziehen.

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