Anleitung zum Bauen für ein Vogelhäuschen

Anleitung zum Bauen für ein Vogelhäuschen  

Die Vögel, die im Winter nicht gen Süden ziehen, sondern auch während der kalten Jahreszeit hier bleiben, haben es mitunter schwer, Futter zu finden. Ist der Boden gefroren oder liegt eine geschlossene Schneedecke, sinken ihre Chancen, ausreichend Nahrung zu finden. 

Gerade im Winter brauchen Vögel aber viel Futter, denn das Futter liefert ihnen die notwendige Energie, um ihre Körpertemperatur aufrechtzuerhalten. 

Wer die gefiederten Freunde unterstützen möchte, kann dies mit einem Vogelhäuschen tun. Ein Vogelhäuschen lässt sich aus wenigen Utensilien schnell und einfach zusammenbauen und die Vögel werden es sicher mit fröhlichem Gezwitscher in der kalten, dunklen Jahreszeit danken. Eine Idee, wie der Heimwerker ein Vögelhäuschen bauen kann, stellt die folgende Anleitung vor. Dazu gibt es außerdem Tipps und Infos zum richtigen Aufstellort und zum Futter: 

Die Materialien für ein Vogelhäuschen

·         1 Holzplatte, 25 x 25 x 2cm, als Bodenplatte
·         2  Holzplatten, 25 x 20 x 2cm, als Vorder- und Rückwand
·         2 Holzplatten. 25 x 15 x 2cm, für das Dach
·         2 Holzleisten, 16 x 1 x 1cm, für die Seiten
·         Nägel oder Schrauben
·         2 Schraubhaken, 1 kleine Schale und FutterDie angegebenen Maße verstehen sich aber natürlich nur als Beispielmaße und können, wenn das Vogelhäuschen größer oder kleiner werden soll, problemlos den eigenen Wünschen angepasst werden.  

Die Anleitung für ein Vogelhäuschen 

1. Schritt: die Vorder- und die Rückwand zuschneiden

Im ersten Arbeitsschritt werden die beiden Holzplatten, die die Vorder- und die Rückwand des Vogelhäuschens ergeben, zugeschnitten. Dabei erhalten die beiden Holzplatten als erstes eine Dachschräge. Hierfür wird an der Oberkante zunächst der Mittelpunkt ermittelt, dann wird an den beiden Seitenkanten jeweils 7cm nach unten gemessen. 

Anschließend werden die beiden Punkte an den Seiten mit dem Mittelpunkt verbunden. Sind die Dachschrägen zugeschnitten, werden die beiden Holzplatten noch mit jeweils einem runden Ausschnitt versehen. Die Ausschnitte werden mit einem Durchmesser von 9cm gearbeitet und ungefähr mittig platziert. Später können in die Ausschnitte Meisenknödel, Futterringe oder auch Äpfel gehängt werden.

[Grafik-Anleitung Vogelhäuschen bauen] 

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2. Schritt: das Vogelhäuschen zusammenbauen

Sind die Vorder- und die Rückwand vorbereitet, kann das Vogelhäuschen auch schon zusammengebaut werden. Dazu werden die Vorder- und die Rückwand mit jeweils 2,5cm Abstand zu den Außenkanten auf der Bodenplatte positioniert und von der Unterseite aus mit Nägeln oder Schrauben fixiert. 

Werden die Hölzer miteinander verschraubt, sollten die Schraublöcher jedoch vorgebohrt werden, damit die Hölzer nicht ausreißen. Mit 4cm Abstand zur Bodenplatte werden anschließend die 1cm starken Holzleisten als Geländer zwischen die Vorder- und die Rückwand montiert. Die beiden Holzplatten, die jetzt noch übrig sind, werden zum Schluss auf Gehrung geschnitten, auf die Vorder- und die Rückwand aufgelegt und als Dach auf das Vogelhäuschen montiert. Auch diese Holzplatten haben 2,5cm Überstand zur Vorder- und Rückwand. 

Das Vogelhäuschen ist damit auch schon fertig. Ist ein geeigneter Aufstellort gefunden, können eine Schale mit Futter in das Häuschen gestellt und Meisenknödel oder Futterringe mithilfe der Schraubhaken in den Ausschnitten befestigt werden.  

Tipps und Infos rund um den Bau und den Aufstellort des Vogelhäuschens

Wie die Anleitung zeigt, reichen einige wenige Materialien, die sich oft ohnehin in der Restekiste der heimischen Werkstatt befinden, völlig aus, um ein Vogelhäuschen zu bauen. Allerdings sollte bei der Materialauswahl bedacht werden, dass Vögel bei der Futteraufnahme auch auf den Hölzern herumpicken. Aus diesem Grund sollten stabile und möglichst unbehandelte Hölzer verwendet und die Innenseiten auf keinen Fall lackiert werden. 

Um das Vogelhäuschen wetterfester zu machen, kann auf die Außenseiten ein Holzschutzmittel aufgetragen werden, am besten transparent oder in einer neutralen Farbe. Das Vogelhäuschen bunt oder in grellen Farben anzumalen, sieht zwar vielleicht schön aus, macht aber letztlich wenig Sinn. Dies liegt daran, dass Vögel Farben wie beispielsweise Rot als Alarmzeichen wahrnehmen und das Vogelhäuschen in der Folge vermutlich meiden würden. 

Ob das Vogelhäuschen freistehend auf einem Pfahl oder an einer Hauswand befestigt wird, hängt von den Möglichkeiten vor Ort ab und bleibt der eigenen Entscheidung überlassen. Wichtig ist aber, dass der Aufstellort so gewählt wird, dass das Vogelhäuschen für Katzen und andere Räuber unerreichbar ist. Nach Möglichkeit sollte der Abstand zur nächsten Fensterscheibe zudem mindestens zwei Meter betragen. 

Damit das Futter vor Wind und Nässe geschützt ist, sollte das Vogelhäuschen mit den geschlossenen Seiten zur Wetterseite hin befestigt werden. Ist eine größere Fläche vorhanden, können durchaus auch mehrere Vogelhäuschen und Futterplätze eingerichtet werden, denn dadurch kommt es zu weniger Rangeleien ums Futter.  

Tipps und Infos zum Futter für die Vögel

Viele meinen es zwar eigentlich nur gut, bestücken ihre Vogelhäuschen aber viel zu früh mit Futter. Grundsätzlich gilt, dass Vögeln erst dann Futter angeboten werden sollte, wenn die Temperaturen dauerhaft tief sind und der Boden gefroren oder von einer geschlossenen Schneedecke zugedeckt ist. Welches Futter geeignet ist, hängt davon ab, welche Vögel gefüttert werden sollen. 

Finken, Sperlinge und Ammern fressen Körner und freuen sich über Sonnenblumenkerne oder die im Handel erhältlichen Freiland-Futtermischungen. Rotkelchen, Amseln, Stare, Zaunkönige und Heckenbraunellen fressen Weichfutter. Für sie eignen sich Meisenknödel und Futterringe, Haferflocken, Kleie, Rosinen, Obst und das im Handel erhältliche Mischfutter. 

Meisen, Spechte und Kleiber stimmen ihre Nahrungsgewohnheiten auf die Jahreszeit ab und fressen im Winter Körner. Auf keinen Fall sollten die Vögel aber mit gewürzten Zutaten wie Salzkartoffeln oder Wurstabschnitten gefüttert werden und auch Brot ist ungeeignet, denn Brot quillt im Magen der Vögel auf. Neben einem artgerechten Vogelfutter ist allerdings auch die Hygiene wichtig. So sollte das Vogelhäuschen etwa alle zwei Tage ausgefegt und mit frischem Futter bestückt werden, um Keime und Parasiten zu vermeiden.

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