10 Tipps für die perfekte Haustür, Teil II

10 Tipps für die perfekte Haustür, Teil II

Von außen rundet die Haustür das Gesamtbild eines Hauses ab. Für die Bewohner sollte die Haustür einen praktischen Nutzen erfüllen und das Gefühl von Sicherheit vermitteln. Im ersten Teil dieses Beitrags sind wir auf die Materialien, die Sicherheitsaspekte, die energetischen Eigenschaften, die Proportionen und das Design eingegangen.

Hier folgt nun Teil II der 10 Tipps für die perfekte Haustür:

6. Tipp: der Eingangsbereich

Der Eingangsbereich eines Hauses ermöglicht nicht nur den Zutritt ins Haus. Stattdessen werden hier oft die Einkaufstüten oder die schmutzigen Straßenschuhe abgestellt und das Fahrrad, der Kinderwagen oder der Rollator geparkt. Manchmal sind auch die Mülltonnen in der Nähe des Hauseingangs positioniert. Zudem wird der Eingangsbereich mitunter für einen kurzen Plausch mit den Nachbarn oder als Raucherecke genutzt.

Ratsam ist deshalb, eine ausreichend große Bewegungsfläche vor der Haustür einzuplanen. Eine gute Orientierungshilfe bieten hier die Vorgaben, die für das barrierefreie Wohnen gelten. Demnach sollte die Freifläche mindestens 120 x 120 cm, besser noch 150 x 150 cm groß sein. Ein Vordach bietet den Bewohnern sicheren Unterschlupf bei Wind und Wetter. Außerdem hält es Regen und Schnee von der Haustür fern, was ihre Lebensdauer erhöht und den Pflegeaufwand reduziert. Ist das Vordach mit Seitenelementen ausgestattet, ist der Eingangsbereich zusätzlich auch windgeschützt.

7. Tipp: die Beleuchtung

Eine gute Beleuchtung erhöht die Sicherheit und sorgt für mehr Komfort. Die Steuerung des Lichts ist über Bewegungsmelder, eine individuell einstellbare Zeitschaltung oder manuell möglich. Wichtig bei der Beleuchtung ist zum einen, dass alle relevanten Elemente und Bauteile wie Treppenstufen, Stolperkanten, aber auch das Türschloss, die Hausnummer und die Klingel sowohl in der Dämmerung und Dunkelheit als auch bei schlechten Witterungsverhältnissen gut sichtbar sind.

Zum anderen sollte die Beleuchtung aber nicht zu hell sein, um ein Blenden zu vermeiden. Für den Außenbereich sind insbesondere LED-Lampen sehr gut geeignet. LED-Lampen haben direkt nach dem Einschalten die volle Leuchtkraft, kommen auch mit Frost und Hitze problemlos zurecht und verbrauchen vergleichsweise wenig Strom. Zudem können sie in Sachen Lebensdauer punkten.

8. Tipp: die Kontrollmöglichkeiten

Die Bewohner sollten vor dem Öffnen der Tür in Erfahrung bringen können, wer überhaupt vor der Tür steht. Die kostengünstigste und einfachste Möglichkeit hierbei ist ein Spion, der in die Haustür integriert ist. Komfortabler ist eine Klingel- und Sprechanlage mit elektrischem Türöffner. In der Luxusausführung ist eine solche Anlage mit einer Videokamera kombiniert.

Moderne Klingel- und Türsprechanlagen können über fest eingebaute Geräte oder über mobile Endgeräte bedient werden. Eine Alarmanlage kann den Einbruchschutz deutlich erhöhen und für mehr Sicherheit sorgen. Allerdings sind hochwertige Alarmanlagen nicht ganz billig und sollten grundsätzlich nur von einem Fachbetrieb mit entsprechender Qualifikation eingebaut werden.

9. Tipp: der Briefkasten

Der Briefkasten sollte zum einen vom Design her mit der Haustür harmonieren und zum Eingangsbereich passen. Zum anderen sollte er groß genug sein, damit Briefe, Zeitschriften und Zeitungen hineinpassen. Damit der Briefträger auch große Briefumschläge und Versandtaschen einwerfen kann, ohne sie zu knicken, sollte der Schlitz zwischen 32,5 und 40 cm breit sein.

Außerdem ist wichtig, dass der Briefkasten sowohl für die Bewohner als auch für den Briefträger gut zugänglich ist. Ob die Wahl auf einen freistehenden Briefkasten oder einen Briefkasten, der auf oder in der Wand montiert ist, fällt, bleibt dem eigenen Geschmack überlassen. Keine gute Idee ist es allerdings, den Einwurfschlitz direkt in die Haustür zu integrieren. Zum einen geht dadurch nämlich unnötig Energie verloren und zum anderen kann der Schlitz zu einer echten Sicherheitslücke werden. Ähnliches gilt übrigens auch für Katzenklappen. Damit sie nicht zur Wärmebrücke werden, sollte auf jeden Fall ein wärmegedämmtes und luftdichtes Modell zum Einsatz kommen.

10. Tipp: mögliche Fördermittel

Wenn die neue Haustür nicht nur deshalb eingebaut wird, weil die alte Haustür kaputt ist oder sich die Bewohner eine optische Veränderung wünschen, sondern der Haustüraustausch mit einer Verbesserung des Wärmeschutzes, einer Steigerung des Wohnkomforts oder einem alters- oder behindertengerechten Umbau einhergeht, können staatliche Fördermittel in Frage kommen.

Das Programm „Energieeffizient Sanieren“ der KfW-Förderbank beispielsweise ist für energiesparende Modernisierungsarbeiten gedacht. Die Fördermittel bestehen zum einen aus sehr zinsgünstigen Krediten und zum anderen aus direkten Förderzuschüssen. In welchem Umfang Fördermittel in Anspruch genommen werden können, hängt davon ab, wie umfangreich die Baumaßnahmen sind.

Das Programm „Altersgerecht Umbauen“ kommt zum Tragen, wenn der Wohnkomfort durch die Bauarbeiten erhöht und Barrieren reduziert werden. Die beiden Förderprogramme lassen sich auch miteinander kombinieren. Wichtig ist aber, dass der Antrag auf Fördermittel gestellt wird, bevor die Bauarbeiten beginnen. Außerdem muss die Haustür die baulichen und technischen Vorgaben des jeweiligen Förderprogramms erfüllen.

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