Anleitung: Holzbrettchen für die Küche

Anleitung: Holzbrettchen für die Küche

Ob als Schneidunterlage, als Frühstücksbrettchen oder als Servierplatten für Wurst und Käse: Holzbrettchen sind praktisch, dekorativ und aus der Küche kaum wegzudenken. Gleichzeitig hat sich Holz als Material bestens bewährt. Denn Holz ist hygienisch und die Brettchen sind sehr pflegeleicht.

Holzbrettchen bauen

Und das Beste ist: Der Heimwerker muss keine hochwertigen Küchenbrettchen für viel Geld kaufen. Vielmehr kann er sich seine Holzbrettchen für die Küche auch selbst anfertigen.

 

Wie das geht, erklären wir in dieser Anleitung!

 

Selbstgemachte Holzbrettchen für die Küche – ein paar Hinweise vorab

Damit die Küchenbretter nicht nur dekorative Zwecke erfüllen, sondern auch tatsächlich als Schneidebretter genutzt werden können, ist zunächst einmal die Wahl einer geeigneten Holzart wichtig. Und hier gilt, dass sich ein Hartholz wie beispielsweise Eiche am besten eignet. Denn auf einem weichen Holz bleiben durch das Schneiden Kratzer und Rillen zurück, durch die die Brettchen schon bald recht unansehnlich werden.

Außerdem sollte der Heimwerker zu einem unbehandelten und nicht verleimten Holz greifen. Ein rohes Holz sollte es deshalb sein, weil sonst die Schnittkanten Probleme machen könnten. Außerdem zieht das Öl später möglicherweise nicht richtig ein. Hinzu kommt, dass der Heimwerker nicht weiß, womit sein Holz behandelt wurde. Da die Brettchen aber mit Lebensmitteln in Kontakt kommen, sollte das Holz möglichst wenig vorbelastet sein. Ein verleimtes Holz ist deshalb nicht so gut, weil der Leim mitunter empfindlich auf Wasser reagiert. Und es wäre schade, wenn die selbstgemachten Brettchen schon nach ein paar Spülgängen hinüber wären.

Was die Stärke der Holzbrettchen angeht, so sollte der Heimwerker großzügig sein. Dicke Bretter lassen sich zwar schwieriger bearbeiten und die Küchenbrettchen sind schwerer. Dafür halten sie aber auch länger. Dünner als zwei Zentimeter sollte das Holz jedenfalls nicht sein.

 

Holzbrettchen für die Küche anfertigen – die Materialliste

  • ausreichend großes Holzbrett, mindestens 2 cm stark
  • Papier, Bleistift, Lineal und Schere für die Schablonen
  • Stichsäge
  • Bohrmaschine und evt. Forstnerbohrer
  • Schleifpapier in mehreren Körnungen
  • lebensmittelechtes Holzöl oder Olivenöl und Pinsel
  • Kordel, Seil oder Band nach Wunsch

 

Eigene Holzbrettchen für die Küche – die Anleitung

Die Holzbrettchen für die Küche anzufertigen, ist eigentlich nicht sehr schwer. Zudem ist dieses Projekt eine gute Übung für das Sägen und das Bearbeiten von Kanten. Wichtig ist aber, dass der Heimwerker zu vernünftigem und gut funktionierendem Werkzeug greift. Denn mit beispielsweise stumpfen Sägeblättern macht die Arbeit keinen Spaß. Angefertigt werden die Küchenbrettchen wie folgt.

 

  1. Schritt: Schablonen anfertigen

Zunächst sollte sich der Heimwerker Schablonen für seine Küchenbrettchen anfertigen. Dabei kann er die Brettchen als Rechtecke mit geraden oder abgerundeten Ecken gestalten, sie rund anlegen oder sie mit einem Griff ausstatten. Er kann für alle Brettchen die gleiche Form wählen oder ein Ensemble aus Brettchen in verschiedenen Formen arbeiten. Die Schablonen zeichnet der Heimwerker dazu am besten mit Bleistift auf Papier und schneidet sie anschließend mit der Schere aus.

Tipp: Hat der Heimwerker Küchenbrettchen zur Hand, deren Form ihm gut gefällt, kann er natürlich auch diese Brettchen als Vorlage und Schablone verwenden.

 

  1. Schritt: Brettchen aussägen

Nun legt der Heimwerker eine Schablone auf das Holz und überträgt die Form, indem er die Konturen mit Bleistift nachfährt. Dabei sollte der Heimwerker die Schablone aber möglichst nicht zu nah am Rand positionieren. Durch den Abstand zu den Kanten hat er zwar mehr Verschnitt. Allerdings sind vor allem Rundungen viel leichter zu sägen, wenn der Heimwerker mehr Platz hat.

Ist die Form übertragen, kann der Heimwerker das erste Brettchen aussägen. Dafür setzt er die Stichsäge an und fährt die gezeichneten Linien langsam nach. Dabei kann der Heimwerker die laufende Stichsäge immer mal wieder ein kleines Stückchen zurückziehen und dann wieder vorwärts bewegen. So lassen sich runde Schnittkanten recht gut sägen und korrigieren.

Küchenbrettchen haben traditionell ein kleines Loch. Soll es bei einem kleinen Loch bleiben, kann der Heimwerker einen entsprechend dicken Bohrer verwenden. Möchte er ein größeres Loch arbeiten, durch das er später eine Kordel fädelt, oder soll es ein großes Griffloch werden, durch das der Daumen durchgesteckt werden kann, ist ein Forstnerbohrer die beste Wahl.

Nach und nach sägt der Heimwerker so nun alle seine Küchenbrettchen aus.

 

  1. Schritt: Kanten schleifen

Nach dem Zuschnitt müssen die Schnittkanten geschliffen werden. Das gilt nicht nur für die Außenkanten, sondern auch für die Schnittkante vom Loch. Für den ersten Schleifgang bietet sich ein Schleifpapier mit einer 40er Körnung an. Durch diese grobe Körnung werden die Schnittkanten recht schnell eben.

Der zweite Schleifgang kann dann mit Schleifpapier mit einer 80er Körnung erfolgen. Hat der Heimwerker recht sauber gesägt, reicht möglicherweise auch dieser Schleifgang aus. Zum Schluss sollte der Heimwerker dann noch einmal mit einem feinen Schleifpapier, beispielsweise mit einer 240er Körnung, über die Kanten gehen. So erhalten sie den sprichwörtlichen Feinschliff.

 

  1. Schritt: Brettchen ölen

Nachdem die Brettchen vom Schleifstaub befreit sind, werden sie mit einem Öl eingelassen. Das Öl versiegelt das Holz und hebt gleichzeitig die Farbe und die Maserung hervor. Wichtig hier ist natürlich, dass der Heimwerker ein Holzöl verwendet, das lebensmittelecht ist. Doch der Heimwerker muss sich nicht extra ein spezielles Holzöl besorgen. Genauso gut kann er nämlich auch Olivenöl verwenden.

Das Öl trägt der Heimwerker gleichmäßig mit dem Pinsel auf und lässt es einziehen.

Zum Schluss kann der Heimwerker ein Seil, eine Kordel, ein schönes Stoffband oder einen Lederriemen als Deko durch die Löcher fädeln. Und damit sind die selbstgemachten Küchenbretter fertig!

 

Extra-Tipp: Muster einbrennen

Möchte der Heimwerker seinen Holzbrettchen eine noch individuellere Note verleihen, kann er sie – vor dem Einölen – mit einem eingebrannten Muster verzieren. Am besten zeichnet er sich dazu sein Muster oder Motiv mit dem Bleistift vor. Anschließend fährt er das Muster mit dem Lötkolben nach.

Dabei sollte er langsam und mit wenig Druck über das Holz gehen. Andernfalls besteht die Gefahr, dass sich an der Oberfläche unschöne schwarze Knubbel bilden. Ist das Muster fertig, geht der Heimwerker noch einmal vorsichtig mit feinem Schleifpapier über die Fläche. Dadurch verschwinden letzte Bleistiftreste und auch die kleinen Schmauchspuren, die beim Einbrennen entstehen.

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