Infos und Tipps rund um den Holzküchenherd

Infos und Tipps rund um den Holzküchenherd  

Vermutlich kennen die meisten jene schweren, weißen Küchenherde mit ihrer typischen Metallreling, der großen Kochfläche und dem Backofenfach noch aus ihren Kindertagen aus Omas Küche oder aus dem Museum. Die ersten Küchenöfen gab es bereits Ende des 17. Jahrhunderts.

Seinerzeit waren die Küchenherde, die den Hausangestellten und den Hausfrauen die Arbeit erleichtern sollten, noch gemauert. 

Ab Mitte des 19. Jahrhunderts hielten dann allmählich aus Metall gefertigte Holzherde Einzug in die Küchen und diese Küchenherde sollten sich viele Jahrzehnte lang bewähren. Erst seit den 1950er-Jahren setzten sich moderne Gas- und Elektroherde zunehmend gegen die holzbetriebenen Küchenöfen durch, bis diese schließlich nahezu vollständig aus den Häusern und Wohnungen verschwunden waren. 

Seit einiger Zeit feiern die klassischen Holzherde nun wieder ein echtes Comeback. Aber in welchen Varianten werden die Holzherde angeboten, was zeichnet sie aus und worauf gilt es zu achten? 

Hier die wichtigsten Infos und Tipps
rund um den Holzküchenherd in der Übersicht:
 

Was spricht für den Holzküchenherd?

Auch wenn Holzküchenherde meist nur als Zweitofen zum Einsatz kommen, so liegen sie derzeit doch absolut im Trend. Dabei gibt es ganz unterschiedliche Gründe, weshalb sich jemand für einen Holzherd entscheidet. So steht bei einigen der Wunsch nach mehr Unabhängigkeit im Vordergrund, teils durch die ständig steigenden Energiekosten und teils durch die zunehmende Sorge vor einem Stromausfall begründet. Andere wissen die Art des Kochens auf einem Holzküchenherd zu schätzen. 

Im Unterschied zu einem Gas- oder Elektroherd, bei dem eine rasche Zubereitung erfolgt und der möglichst schnell wieder abgeschaltet wird, um Energie zu sparen, wird auf einem Holzküchenherd ohne Zeitdruck gekocht. Die Speisen werden langsam gegart, was die Zubereitung nicht nur deutlich schonender macht, sondern auch für einen ganz besonderen Geschmack sorgt. Wer schon einmal eine Brühe oder einen Braten gegessen hat, die auf einem holzbetriebenen Ofen zubereitet wurden, weiß, dass der Geschmack nur bedingt mit der Zubereitung auf einem modernen Gas- oder Elektroherd zu vergleichen ist. 

Übrigens ist es gar nicht so schwer, mit einem Holzküchenherd zu kochen und zu backen. Anfangs sind zwar sicherlich ein paar Versuche notwendig, aber meist geht es sehr schnell, bis der Koch weiß, wo er seine Töpfe und Pfannen platzieren muss und welches Holz sich wann am besten eignet. Werden sehr hohe Temperaturen benötigt, bieten sich eher kleine Scheite aus Hartholz an und der Topf wird nah am Feuerraum positioniert. Für ein langsames Garen bei niedrigeren Temperaturen kommen eher größere Holzscheite zum Einsatz und der Abstand zwischen Topf und Feuerraum wird vergrößert.  

In welchen Varianten werden Holzküchenherde angeboten?

Moderne Holzküchenherde sind in vielen verschiedenen Varianten erhältlich. So gibt es Holzöfen im nostalgischen Design, die optisch kaum von ihren historischen Vorgängern zu unterscheiden sind, deren Innenleben aber nach aktuellen Stand der Technik aufgebaut ist. Die Angebotspalette umfasst jedoch genauso Holzküchenherde in einem neuen, modernen und kreativen Look mit Verkleidungen aus verschiedenen Materialien und in unterschiedlichen Farben. Sogar topmoderne Holzherde mit puristisch-kühlen Edelstahlfronten sind erhältlich. 

Dadurch lässt sich für praktisch jeden Geschmack und passend zu jedem Einrichtungsstil ein Holzherd finden. Dabei ist allen modernen Holzküchenherden die große Effizienz in Sachen Wärmeleistung gemeinsam. Meist liefern die Öfen eine Heizleistung zwischen 5 und 8 kW, was locker ausreicht, um mehrere Räume zu erwärmen. 

Ein Holzküchenofen bietet somit nicht nur eine Kochgelegenheit, sondern sorgt gleichzeitig für wohlige Wärme und Gemütlichkeit. Neben der großen Kochfläche, auf der problemlos mehrere Töpfe und Pfannen Platz finden, sind einige Modelle mit einem geräumigen Backofen ausgestattet, wie bei einem herkömmlichen Herd teils mit Schauglas und Thermometer für die Temperaturkontrolle. 

Außerdem verfügen viele Holzküchenherde über Ablageflächen oder Fächer, in denen ein kleiner Holzvorrat gelagert werden kann. Wichtig beim Kauf eines Holzküchenherdes ist aber, dass ein Zertifikat bestätigt, dass die Anforderungen nach DIN EN 12815 erfüllt sind.

Was sind wasserführende Holzküchenherde?

Eine weitere Variante von modernen Holzofen sind wasserführende Küchenherde. Diese Öfen sind mit einer Wassertasche für den Anschluss an die Zentralheizung ausgestattet. Sobald eine bestimmte Temperatur erreicht ist, wird das im Küchenofen vorhandene Wasser über eine Umwälzpumpe in den Heizungskreislauf gepumpt und von dort aus an die Heizkörper oder den Warmwasserspeicher verteilt. 

Mit Nennleistungen zwischen 8 und 20 kW kann ein wasserführender Holzküchenherd so die Wärme für ein ganzes Haus zur Verfügung stellen. Wichtig vor einem Kauf ist aber, zu überprüfen, ob ein Aufstellen am gewünschten Ort hinsichtlich der Statik möglich ist, denn wasserführende Herde können ein ordentliches Gewicht haben.

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