10 Tipps zum Holzhacken

10 Tipps zum Holzhacken

Ob für die Zentralheizung oder den romantischen Kaminofen: Wer Holz als Brennstoff nutzt, kommt ums Holzhacken kaum herum. Denn selbst wenn das Holz nicht im Wald geschlagen, sondern angeliefert wird, müssen die Stücke meist gespalten werden. Andererseits ist das urige und rustikale Holzhacken eine Tätigkeit, die Spaß macht und nebenbei ein gutes Workout ist. Und mit den richtigen Tricks und Kniffen geht es schneller und einfacher, also oft gedacht.

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10 Tipps zum Holzhacken

Wir haben zehn Tipps rund ums Holzhacken zusammengestellt!:

  1. Eisige Temperaturen

Bei winterlich kalten Temperaturen lässt sich am besten Holz hacken. Denn wenn das Holz gefroren ist, geht die Axt leichter und auch gerader durch. Aus diesem Grund wird das Holz für den kommenden Winter im Winter des Vorjahres, spätestens aber bis April gemacht. Aufgestapelt, kann das Holz dann über den Frühling und den Sommer trocknen, um ab November als Brennholz in den Ofen zu wandern.

  1. Kleine Axt

In aller Regel reicht eine kleine und handliche Axt mit einem Gewicht von maximal 1,6 Kilogramm völlig aus. Das Brennholz lässt sich damit hacken und die Arbeit ist nicht ganz so anstrengend.

Eine schwere Axt mit einer langen Klinge wird nur benötigt, wenn die Holzart sehr hart und widerspenstig ist oder die Stücke mit vielen Ästen durchzogen sind. Die Anschaffung eines Holzspalters lohnt sich wegen der hohen Kosten letztlich nur für Leute, die jedes Jahr sehr viel Holz machen.

  1. Kniehoher Hackklotz

Der Hackklotz, auf den die Holzstücke gestellt werden, sollte höchstens bis zum Knie reichen. Ist er höher, sinkt die Geschwindigkeit, die die Axt vor dem Einschlag erreichen kann. Die größte Kraft entwickelt der Axthieb, wenn die Klinge ungefähr im rechten Winkel auf den Holzscheit auftrifft.

  1. Autoreifen

Ein probates Hilfsmittel beim Holzhacken ist ein ausgemusterter Autoreifen. Er wird auf den Hackklotz gelegt und anschließend mit drei oder vier Holzscheiten bestückt. Die Scheite, die nun nebeneinander stehen, fixieren sich durch die Umrandung gegenseitig.

Dann können die Scheite nacheinander gespalten werden. Das spart einerseits Zeit und schont andererseits den Rücken. Die gespaltenen Scheite können nämlich entnommen werden, ohne sich ständig bücken zu müssen.

  1. Voller Körpereinsatz

Wichtig ist, jeden Schlag mit dem ganzen Körper auszuführen. Zum einen ist die Kraft dadurch wesentlich größer, als wenn nur die Arme im Einsatz sind. Zum anderen sinkt die Gefahr von Unfällen. Sollte ein Schlag nämlich mal daneben gehen, landet er schnell im Schienbein, wenn die Knie steif durchgedrückt vor dem Hackklotz stehen.

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  1. An Karate orientieren

Wenn ein Karatemeister mit der Handkante ein Holzbrett oder einen Ziegelstein zerschlägt, zielt er nie direkt auf den Gegenstand. Stattdessen nimmt er einen Punkt direkt unterhalb des Gegenstandes ins Visier. Beim Holzhacken sollte es genauso sein. Also nicht auf den Holzscheit zielen, sondern auf einen Punkt direkt darunter.

  1. Entschlossenheit

Es mag zwar etwas esoterisch anmuten, doch auch beim Holzhacken ist die mentale Einstellung entscheidend. Wer den Holzscheit vor sich hat, muss entschlossen sein, ihn in zwei Teile zu spalten. Dann funktioniert es auch. Wer hingegen zögert oder zurückzuckt, entwickelt nicht die notwendige Kraft, die es für einen sauberen Schlag braucht.

  1. Richtige Lagerstelle

Damit aus dem gespaltenen Holz gutes Brennholz werden kann, muss es trocknen. Dabei sollte das Holz an einem Ort aufgesetzt werden, der windig und vor Regen geschützt ist. Eine Faustregel in diesem Zusammenhang besagt, dass der Holzstapel dort gut steht, wo auch ein guter Platz für eine Wäscheleine wäre.

  1. Lücken

Frisches Holz muss einerseits locker aufgesetzt sein. Andernfalls kann die Luft nicht zirkulieren und statt zu trocknen, wird das Holz stockig oder schimmelt sogar. Andererseits darf der Stapel nicht zu locker sein. Sonst ist er zu instabil und fällt spätestens dann zusammen, wenn das Holz etwas geschrumpft ist.

Als Faustregel gilt, dass das Holz so aufgestapelt sein sollte, dass eine Maus zwischen den Scheiten hindurchpasst. Wenn aber die jagende Katze der Maus folgen kann, sind die Lücken zwischen den Scheiten zu groß.

  1. Abdecken

Der Holzstapel braucht einen Regenschutz. Optimal ist natürlich ein überdachter Unterstand. Ist er nicht vorhanden, sollte das Holz abgedeckt werden. Eine Kunststoffplane ist aber keine gute Wahl. Denn sie lässt die Feuchtigkeit des Holzes nicht entweichen.

Gut geeignet sind Platten aus Wellblech. Unter ihnen staut sich die Feuchtigkeit nicht. Um zu vermeiden, dass ein kräftiger Windstoß die Blechplatten wegbläst, sollten sie mit alten Autoreifen beschwert werden.

Reifen sind auch deshalb ideal, weil sie sich durch die Sonne aufwärmen und die Wärme speichern. So unterstützen sie die Trocknung zusätzlich.

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Markus Scheuer, 47 Jahre, Tischlermeister, Mario Schwab, 36 Jahre, Holzmechaniker und Timor Arksol, 43 Jahre, Inhaber Holzhandel, sowie Christian Gülcan, Betreiber und Redakteur dieser Seite, schreiben hier Wissenswertes zum Rohstoff Holz, sowie Anleitungen, Tipps und Ratgeber für die Holzbearbeitung.

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