Holzschutz Dachstuhl

Holzschutz für den Dachstuhl 

Der Holzschutz im Dachstuhl ist eine schwierige Angelegenheit. Denn sicher braucht man dort nicht so „schlagkräftige“ Schutzmittel, wie bei einem Gartenzaun und eine einfache Ölung wie bei Möbeln wird in den meisten Fällen auch nicht reichen. Das einzige Öl, das auch von Fachleuten als Holzschutz für den Dachstuhl empfohlen wird, ist das Leinöl. Obwohl es im wahrsten Sinne des Wortes brandgefährlich ist, so hat es im Holz doch eine besondere Eigenschaft, die es zu etwas „besonderem“ machen.

Im direkten Vergleich von „Salatöl“ und Leinöl, wird man auf zwei Möbelstücken eines sicher schnell feststellen. Das Salatöl „tropft“ nach. Wenn man also zwei Tische ölen würde, einen davon mit normalem und den anderen mit Leinöl, dann braucht man nach dem ausgiebigen Trocknen nur ein Stück Krepppapier auf das Holz zu legen und mit einem Gewicht zu beschweren.  

Holzschutz für ökologische Bauherren

Nach ein paar Stunden wird man feststellen, dass sich in dem Krepppapier vom „normalen“ Öl-Tisch auch die typischen Öl-Flecken befinden. Die kommen dahin, dass dieses Gewicht, noch etwas von dem flüssigen Öl herausdrückt und sich dieses im Krepppapier sammelt.

Beim Leinöl, wird so etwas gar nicht oder nur sehr wenig passieren. Das hat einen ganz einfachen Grund. Sobald das Leinöl in das Holz eingezogen ist, verändert es sich und damit auch seine Konsistent. Mit dem Holz als „Katalysator“ wird es in den ganzen Poren fest und bietet so einen viel besseren Feuchtigkeitsschutz der dazu auch noch viel seltener aufgefrischt werden muss. Für besonders ökologisch interessierte Bauherren gibt es aber noch eine Möglichkeit, auch auf den Holzschutz im Holz zu verzichten.

Die entsprechenden „Bauvorschriften“ dafür finden sich, wie so vieles, in den DIN Normen. Die genauen Bestimmungen für einen Dachstuhl ohne Holzschutzmittel stehen in der DIN 68 800, Teil 3, Abschnitt 8 und 8.3. Leider geben diese Kriterien, keinen genauen Aufschluss darüber, wie das Ganze ausgeführt werden kann. Deshalb muss hier unbedingt ein entsprechender Fachmann zu Rate gezogen werden, der auch über alle möglichen Risiken, sehr genau aufklärt.

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