Übersicht zu Holzspielzeug

Infos und Übersicht zu Holzspielzeug 

Spielzeug aus Holz blickt auf eine schon sehr lange Geschichte zurück. So belegen puppenähnliche Gebilde als Funde aus der jüngeren Steinzeit schon die Verwendung des Werkstoffes Holz für Spielzeug.

Allerdings wurde das Holz zu Beginn nicht explizit für die Herstellung von Kinderspielzeug verwendet. Zunächst bestanden die Spielzeuge aus natürlichen Gegenständen, wie beispielsweise Ästen, die von den Kindern zu Spielzeugen gemacht wurden. 

Später dann wurden Spielzeuge auf recht einfache Art hergestellt, etwa durch simple Schnitzereien an Holzstücken, wobei jedes Kind sein individuelles Spielzeug hatte, das seine Eltern für es angefertigten hatten.  Etwa ab dem 20. Jahrhundert wurden dann Holzspielzeuge zu Verkaufszwecken hergestellt.

Dabei lagen die Zentren für die Spielzeugindustrie aus Holz in den Mittelgebirgen und im Alpenraum, was sich sicherlich im reichen Holzvorkommen dieser Regionen, der ländlichen Verbundenheit und der bodenständigen Volkskunst begründet. Zudem war die Produktion für viele Familien ein willkommenes Zubrot, wenn die Einnahmen aus der Landwirtschaft nicht ausreichten.

Bis heute sind einige dieser Zentren erhalten geblieben, so beispielsweise rund um Nürnberg, im Erzgebirge, im Odenwald, im Oberammergau oder in der Region rund um die Rhön. 

Hier nun alle wichtigen Infos über Holzspielzeuge
sowie Tipps, worauf man beim Kauf achten sollte:

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Holz ist vor allem aufgrund seiner natürlichen Eigenschaften ein sehr gut geeigneter Werkstoff für Spielzeug. So ist es zwar hart, bruchsicher, unempfindlich und stabil, fühlt sich aber dennoch warm und handlich an und vermittelt so ein angenehmes Griffgefühl. Durch die gute Verabreitungsfähigkeit und die unterschiedlichen Bearbeitungsmöglichkeiten können darüber hinaus ästhetische Aspekte mit dem praktischen Nutzen kombiniert werden.

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Der überwiegende Teil von Holzspielzeug wird aus dem Holz der Rotbuche gefertigt, allerdings kommen auch Holzarten wie Ahorn. Esche, Eiche, Kirsche, Birke und verschiedene Nadelhölzer zum Einsatz.

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Um Verletzungsgefahren zu vermeiden, muss beim Kauf darauf geachtet werden, dass die Oberfläche sehr glatt geschliffen und die Ecken und Kanten der Spielzeuge abgerundet sind. Zudem sollte besser auf solche farbigen Spielzeuge zurückgegriffen werden, die mit Lasuren und nicht mit Lacken bearbeitet wurden. Spezielle Beizen für Holzspielzeuge enthalten Farbstoffe, die in DIN- und EN-Normen beschrieben sind und die gleichen Anforderungen erfüllen wie Lebensmittelfarben.

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Holzspielzeuge sind für jedes Alter erhältlich. So gibt es beispielsweise Beißringe, Mobiles und Greifringe in bunten Farben und einfachen Formen für Säuglinge und Bauklötze, erste Puzzle, Puppenhäuser, Kaufmannsläden oder Schaukelpferde für Kleinkinder. 

Für größere Kinder folgen dann Baukästen und bis ins hohe Erwachsenenalter hinein bleiben Holzspielzeuge in Form von Würfeln, Spielfiguren und Spielbrettern, etwa bei Mensch ärgere Dich nicht, Halma, Dame, Mühle oder natürlich Schach, in nahezu jedem Haushalt erhalten.

Hier mal ein toller Video-Bericht zur Herstellung von Holzspielzeugen:

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