Tipps und Infos – Holz zum Räuchern

Infos und Tipps zum richtigen Holz fürs Räuchern 

Das Räuchern gehört zu den sehr alten Methoden, um Lebensmittel zu konservieren und um ihnen eine besondere geschmackliche Note zu verleihen. Grundsätzlich wird dabei zwischen dem Kalt- und dem Heißräuchern unterschieden. 

Das Kalträuchern erfolgt in einer mit Hartholz beheizten Räucherkammer, in der eine Temperatur zwischen 15 und 20 Grad herrscht. Durch das Kalträuchern werden die Lebensmittel lange haltbar, allerdings ist diese Räuchermethode recht zeitaufwändig und kann von wenigen Tagen bis hin zu mehreren Wochen dauern. 

Die Heißräucherung hingegen geht deutlicher schneller und einfacher. Hierbei werden die Lebensmittel für wenige Stunden bei Temperaturen zwischen 70 und 85 Grad geräuchert. Die Lebensmittel sind dadurch nicht so lange haltbar wie beim Kalträuchern, behalten aber ihre Saftigkeit. 

Zudem kann der Geschmack beim Heißräuchern sehr viel besser beeinflusst werden, beispielsweise durch die Zugabe von Gewürzen. Daneben wirkt sich auch das verwendete Holz auf den Geschmack des Räucherguts aus, weshalb für das Heißräuchern häufig Holz von Obstbäumen verwendet wird.

Unabhängig von der Methode des Räucherns spielt das verwendete Holz aber immer eine wichtige Rolle, denn jede Holzart verändert den Geschmack der Lebensmittel auf ihre besondere Weise. So kann das richtige Holz dafür sorgen, dass der Geschmack deutlich verbessert wird und die Lebensmittel geschmacklich den letzten Schliff erhalten, genauso kann das falsche Holz den Geschmack aber auch ruinieren. 

Hier daher die wichtigsten Infos und Tipps zum
richtigen Holz fürs Räuchern in der Übersicht:

Diese Hölzer sind zum Räuchern nicht geeignet

Grundsätzlich sollten für das Räuchern keine schimmeligen, nassen oder feucht gelagerten Hölzer verwendet werden. Beliebt unter Anglern ist, die gefangenen Fische unmittelbar vor Ort zu räuchern. Aber auch hier gilt, dass das Holz weder schimmelig noch feucht oder nass sein sollte. Im Regen gesammeltes Holz eignet sich somit genauso wenig wie im Wasser oder im Schlamm schwimmendes Treibholz. 

Solches Holz würde den Geschmack der Lebensmittel sehr negativ beeinflussen und dazu führen, dass das Räuchergut bitter schmeckt. Ebenfalls ungeeignet sind solche Hölzer, die chemische Bestandteile, Farb- und Lackreste, Leime oder andere Zusätze enthalten. 

Das bedeutet, Bauholz, Abfälle von ausgemusterten Holzmöbeln und gewachste oder gölte Bohlen, Dielen oder Parkettstücke eignen sich ebenfalls nicht als Holz fürs Räuchern. Nur bedingt als Räucherholz geeignet sind Nadelhölzer. Nadelhölzer enthalt viel Harz, was dazu führt, dass das Räuchergut geschwärzt wird. 

Es gibt allerdings einige regionale Räuchermethoden, bei denen das Schwärzen der Lebensmittel durchaus beabsichtigt und gewollt ist. Hierzu gehören beispielsweise das Katenräuchern oder das Räuchern mit Torf. Für das klassische Räuchern sollte auf Nadelhölzer jedoch aufgrund der starken Rußbildung allein schon aus gesundheitlichen Gründen besser verzichtet werden. 

Diese Hölzer eignen sich hervorragend fürs Räuchern

Zu den am häufigsten verwendeten Hölzern fürs Räuchern gehören Buche und Eiche. Trockenes Buchen- und Eichenholz ist hell und riecht angenehm. Ebenfalls gut geeignet und sehr beliebt ist Ahorn-, Eschen-, Wachholder- oder Weidenholz. Allgemein gilt jedoch, dass das fürs Räuchern verwendete Holz trocken, schimmelfrei, möglichst harzfrei und fest sein sollte. 

Verwendet wird das Holz in Form von dünnen, in kleine Stücke geschnittenen Ästen, als Holzscheite, als Späne oder als Räuchermehl. Im Angler- und Jagbedarf gibt es bereits gebrauchsfertige Holzspäne und Räuchermehl zu kaufen, abgepackt in kleinen Beuteln bis hin zu großen Säcken. Zudem gibt es hier auch Räucherbriketts. 

Diese bestehen aus gepresstem Sägemehl oder aus Sägespänen und sind mit unterschiedlichen Gewürzen aromatisiert.   

Gewürze als Aromastoffe beim Räuchern

Um dem Räuchergut eine besonders aromatische Note zu verleihen, können diverse Gewürze und Kräuter unter das Holz gemischt werden. Als klassische und seit Generationen bewährte Räucherholzmischung gilt die Zugabe von getrockneten Lorbeeren und Wachholderzweigen. Diese Mischung wird beispielsweise beim Räuchern von Fischen wie Forelle, Aal, Zander und Barsch sowie beim Räuchern von Wildarten wie Hirsch, Reh und Wildschwein verwendet. 

Daneben können dem Räucherholz aber ganz nach Geschmack und gewünschtem Aroma viele andere Kräuter beigemischt werden.  Insbesondere Fisch wird zudem schon vor dem Räuchern vorbereitet. Nachdem der Fisch von Schleim und Schuppen befreit ist, wird er in einer Salzlake eingelegt, die aus gut 50 Gramm Kochsalz auf einen Liter Wasser besteht. In dieser Salzlake verbleibt der Fisch für acht bis zwölf Stunden. 

Eine schnellere Variante besteht darin, die dreifache Salzmenge zu verwenden. Dadurch kann der Fisch dann, je nach Größe, bereits nach einer bis zwei Stunden geräuchert werden. Aromatisiert werden kann die Salzlake mit etwas Zucker, Wachholderbeeren, Kräutern und Gewürzen. 

Im Anglerbedarf gibt es aber auch schon fertige Mischungen in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen. Nach dem Einlegen in der Salzlake muss der Fisch kurz trocknen und sobald seine Außenseite nicht mehr nass ist, kann das Räuchern beginnen.

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