Bauplan für eine Holzkiste

Bauplan für eine Holzkiste (mit vielen Einsatzmöglichkeiten)

Wer sich als Heimwerker betätigen und etwas aus Holz fertigen möchte, das praktisch und dekorativ zugleich ist, sollte zumindest ein wenig handwerkliches Geschick mitbringen. Profiwissen oder eine sehr gut ausgestattete Werkstatt sind allerdings nicht notwendig.

Dies gilt zumindest für die Holzkiste, die die folgende Anleitung beschreibt. Dabei geht es um eine Kiste, die aus Birke-Mulitplex gebaut wird.

Dieses Material sieht schon in unbehandeltem Zustand ansprechend aus, kann aber genauso auf verschiedenste Art gestaltet und dekoriert werden. Mit einem entsprechenden Oberflächenschutz ausgerüstet, macht es sogar im Freien eine gute Figur. Die Kiste selbst ist sehr einfach konstruiert und passt durch die schlichte Form in praktisch jede Umgebung. 

Da die einzelnen Bauteile mit Konstruktionskleber verbunden werden, entfallen das Bohren und Schrauben oder Nageln. Lässt sich der Heimwerker die Hölzer schon im Baumarkt zuschneiden, braucht er noch nicht einmal eine Säge. Die Holzkiste kann dann äußerst vielseitig eingesetzt werden, beispielsweise als Aufbewahrungsbox, als Sitzgelegenheit, als Pflanzenkübel oder als Couchtisch.  

Die Materialliste für eine Holzkiste

·         4 Füße, 580 x 50 x 18mm
·         4 Füße, 580 x 32 x 18mm
·         2 Seitenwände, 500 x 338 x 9mm
·         2 Seitenwände, 500 x 320 x 9mm
·         1 Deckel, 400 x 400 x 18mm
·         1 Boden, 319 x 319 x 9mm
·         2 Auflageleisten für den Boden, 300 x 20 x 9mm
·         Konstruktionskleber
·         Schraubzwingen

Aus diesen Materialien entsteht eine Kiste, die mit Deckel rund 60cm hoch, 40cm breit und 40cm tief ist. Ohne Deckel und ohne Füße ist der Korpus der Kiste 50 x 34 x 34cm groß. Wird die Materialliste entsprechend angepasst, kann die Kiste aber natürlich auch in einem anderen Format gebaut werden.

Sehr dekorativ sieht es übrigens aus, wenn gleich mehrere Kisten in verschiedenen Größen gebaut und als Ensemble zusammengestellt werden. Zwei Kisten in gleicher Größe, die mit Pflanzen bestückt rechts und links neben einer Tür platziert werden, sorgen ebenfalls für eine tolle Optik.  

Bauplan und Anleitung zum Bauen einer Kiste aus Holz

1. Schritt: die Füße anfertigen

Die Füße der Kiste bestehen aus jeweils zwei Elementen, nämlich einer 58cm langen und 5cm breiten Leiste und einer 58cm langen und einer 32cm breiten Leite. Die beiden Leisten werden so aufeinandergesetzt, dass ein Winkel entsteht. Die Verbindung erfolgt mithilfe von Konstruktionskleber. Während der Kleber abbindet, sollten die Füße mit Schraubzwingen fixiert werden.

[Grafik-Anleitung Holzkiste] 

bauplan-anleitung-holzkiste

2. Schritt: die Seitenwände montieren

Sind die Füße fertig, geht es mit den Seitenwänden weiter. Um die erste Seitenwand zu montieren, werden zwei der Füße nebeneinander gelegt. Mithilfe von Konstruktionskleber wird nun eine Seitenwand so eingesetzt, dass die Holzplatte oben bündig mit den Füßen abschließt. Anschließend wird die zweite Seitenwand im rechten Winkel angesetzt und wieder mittels Konstruktionskleber mit der ersten Seitenwand und dem Fuß verbunden.

Dies wird dann mit den beiden verbliebenen Seitenwänden und Füßen wiederholt. Wichtig dabei ist aber, zu berücksichtigen, dass zwei Seitenwände etwas schmaler sind. Diese beiden Seitenwände müssen gegenüber platziert werden, denn sonst passen die Bauteile der Kiste nicht zusammen. Nun werden noch die beiden Leisten, auf denen später der Boden aufliegen wird, befestigt. 

Dafür werden die beiden Leisten mit Kleber versehen und in der gewünschten Höhe an zwei gegenüberliegenden Seitenwänden festgeklebt. Ist die Kiste zusammengebaut, wird sie wieder mit Schraubzwingen fixiert, bis der Kleber abgebunden hat. 

3. Schritt: die Kiste fertig stellen 

Nun müssen nur noch der Boden eingelegt und der Deckel auf die Kiste aufgelegt werden. Beide Bauteile können an der Kiste fixiert werden, unbedingt notwendig ist das aber nicht. Im Prinzip ist die Holzkiste damit auch schon fertig.

Wer sie nicht roh belassen möchte, kann sie nun aber je nach Verwendungszweck noch ausgestalten. So kann die Kiste beispielsweise leicht geschliffen und anschließend bunt bemalt oder lackiert werden. Soll die Kiste als Aufbewahrungsmöglichkeit dienen, ist es möglich, sie innen mit einer Folie oder Stoff auszukleiden. Wird der Deckel mit Schaumstoff abgedeckt und mit einem Stoff überzogen, wird aus der Kiste eine Sitzgelegenheit. Die Kiste eignet sich aber auch sehr gut als hübscher Pflanzkübel auf der Terrasse. Dafür werden ein paar Löcher in den Boden gebohrt, um Staunässe zu vermeiden. 

Anschließend wird die Kiste mit Teichfolie ausgeschlagen, die ebenfalls mit ein paar Löchern versehen und mittels Tacker fixiert wird. 

Befüllt wird die Kiste dann zunächst mit einer Dränageschicht aus Blähton oder Kies. Diese Schicht wird mit Vlies abgedeckt, danach wird die Erde eingefüllt. Einen Deckel braucht die Kiste dann natürlich nicht. Für die Optik ist es aber schöner, wenn ein Abdeckrahmen den Abschluss bildet. Eine flache Kiste kann auch als Couchtisch genutzt werden. 

In diesem Fall ist es möglich, den Deckel zu lackieren oder mit einem Mosaik zu gestalten, wodurch der Tisch dann auch feucht abgewischt werden kann. Wird hingegen eine Glasscheibe oder eine Acrylglasplatte in den Deckel integriert, lässt sich die Kiste zu einer Lichtquelle umfunktionieren.

Mehr Anleitungen, Tipps und Ratgeber zum Thema Holz:

Thema: Bauplan für eine Holzkiste

Teilen:

Kommentar verfassen