Leinölfirnis Holzbehandlung Tipps

Tipps zur Holzbehandlung mit Leinölfirnis 

Ein altbewährtes biologisches und giftfreies Mittel bei der Behandlung von Holz ist Leinölfirnis, zusammengesetzt aus Leinöl und Trocknungsmitteln wie Cobalt- oder Zirconiumoctoate. Leinölfirnis wird sowohl im Bootsbau als auch Außen- wie im Innenbereich verwendet und versiegelt Holzmöbel, Arbeitsplatten in der Küche, Dielenböden, Balken, Türen oder Wandverkleidungen.

Daneben kann Leinölfirnis auch zur Behandlung von Kork und Naturstein verwendet werden. Vor der Behandlung mit Leinölfirnis wird der Untergrund gereinigt und etwas angerauht, also fein angeschliffen.

Unsere Tipps: 

Damit die Firnis gut in die Oberfläche einziehen kann, sollte die Verarbeitung bei mindestens 15°C, besser jedoch bei 20°C und mehr erfolgen. Die Firnis wird mit einem Pinsel, einer Rolle oder einem Tuch aufgetragen und Überschüssiges mit einem sauberen Tuch entfernt, um klebrige Stellen zu vermeiden. Die Firnis kann in mehreren Schichten aufgetragen werden, das Abbinden und die vollständige Trocknung dauern etwa einen Tag. 

Nach dem Aushärten entsteht eine sehr harte, wasser- und witterungsbeständige Schutzschicht, die schmutzabweisend und kratzfest ist. Wird Leinölfirnis als Grundierung für spätere Anstriche eingesetzt, kann ein sogenanntes Halböl aus Leinöl und Terpentinöl im Verhältnis 1:1 gemischt werden.

Die Vorteile von einer Holzbehandlung mit Leinölfirnis liegen in der recht einfachen Verarbeitung, der ordentlichen Ergiebigkeit und dem kostengünstigen Preis, etwa im Vergleich zu Bootslack. Auf Oberflächen, die mit Leinölfirns behandelt wurden, können bedenkenlos Lebensmittel zubereitet werden. Zudem kann der Anstrich bei Bedarf ohne großen Aufwand jederzeit erneuert werden, wobei die Schutzschicht nicht abblättert oder zu Rissen neigt. Leinölfirnis auf rohem Holz erzeugt einen angenehmen Farbton, der die ursprüngliche Farbe des Holzes unterstreicht, auf hellem Holz einen warmen Honigton.

Nachteil Selbstentzündung!

Der Nachteil von Leinölfirnis liegt in einer Grundeigenschaft des Leinöls, nämlich der Gefahr von Selbstentzündung. Allerdings kann man diese Gefahrenquelle umgehen, indem mit Leinöl benetzte Materialen wie Tücher und Papiere mit Wasser auswäscht oder in Wasser gelegt. Pinsel und Rollen werden mit Seife ausgewaschen.

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Thema: Holzbehandlung Leinölfirnis

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